WSC: Furiose Partie beim 4:4 in Dorstfeld

Chuck Germino sah Rot

DORTMUND - Der Spitzenreiter Werner Sport Club ist nach dem neunten Spieltag in der Bezirksliga (8) ohne Niederlage, kommt aber beim SC Dorstfeld nach einem furiosen Spielverlauf und einer 3:1-Führung nicht über ein 4:4 hinaus.

„So’n Spiel brauche ich nicht noch einmal. Ich war am Ende so nass geschwitzt wie die Mannschaft, die auf dem Feld stand“, sagt „Co“ Axel Scheunemann, der Trainer Kurtulus Öztürk vertritt. Vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den FC Nordkirchen liegt der WSC drei Punkte vor Westfalia Wethmar, das auch davon profitiert, dass die weiteren Verfolger Punkte gelassen haben

Das Spiel nimmt nach 13 Minuten an Fahrt auf, als Durkalic bei der ersten Torannäherung den Ball verzieht. Vier Minuten später steht es 1:0 für die Gastgeber. Nach einem Foul von Saado an Rüthing im Strafraum entscheidet der Unparteiische zunächst auf Vorteil, doch als Chuck Germino den Ball pariert, gibt’s Elfmeter. Berning verwandelt sicher zu seinem sechsten Saisontor.

Der WSC kommt schnell zurück, erzielt drei Tore in zwölf Minuten. Zunächst trifft Chris Thannheiser mit einem Kopfball nach Flanke von Durkalic von der rechtgen Seite (25.). Dann ist Thannheiser Vorbereiter mit einer Flanke von rechts. Janis Leenders wird bedrängt und fällt, trift aber trotzdem zur Führung (29.). Und als Thannheiser den Ball bei einem Flachschuss mit Hilfe des Innenpfostens zum 3:1 ins Netz befördert (37.), sieht alles bereits nach klaren Verhältnissen aus.

Aber Dorstfeld kommt noch vor dem Seitenwechsel zurück, denn Peter Brdonkalla schießt einen Freistoß unten rechts an der schlecht postiertem Mauer vorbei zum 2:3 ins Netz.

Nach der Pause wird’s für den Sport Club zunächst nicht besser. Andreas Berning trifft aus 17 Metern flach zum Ausgleich (50.), vier Minuten später senkt sich ein verunglückter Flankenball von Mike Chobrok aus dem Halbfeld über Germino hinweg zum 4:3 ins Netz.

Rote Karte für Chuck Germino

In der 67. Minute steht der WSC-Keeper erneut im Blickpunkt, weil er den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielt und damit das 5:3 verhindert. Dafür gibt’s die Rote Karte. „Macht er das nicht, steht es fünfdrei. Ich glaube nicht, dass wir dann – auch mit elf Mann – noch einmal zurückgekommen wären“, meint Axel Scheunemann.

So wird Germino durch Vorwick ersetzt, und der WSC kommt zu zehnt doch noch zum Ausgleich. Nach einem Querpass von Daniel Durkalic trifff Joel Simon in der 75. Minute zum Endstand.

WSC: Germino – Seifert (67. Vorwick), H. Saado, Schöpper – Simon – Leenders (66. Winter), Thannheiser, Schwerbrock, Wintjes – Durkalic, Bacak (77. Nowak)

Tore: 1:0 (17.) 11m Berning, 1:1 (25.) Thannheiser, 1:2 (29.) Leenders, 1:3 (37.) Thannheiser, 2:3 (40.) Brdonkalla, 3:3 (50.) Berning, 4:3 (54.) Chrobek, 4:4 (75.) Simon

Bes. Vork.: Rot für Germino (WSC) nach Handspiel außerhalb des Strafraums - gu

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare