Der Werner SC braucht Schützenhilfe

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Augen zu und durch: So wie hier Joel Simon gegen Hannibals Nourredine el Yahyaoui will der Werner SC in den finalen Zweikampf um Rang zwei gehen.

Werne/Bergkamen - Ein Endspiel um den potentiellen Aufstiegsplatz zwei steht am 30. und letzten Saisonspieltag am Sonntag in der Bezirksliga 8 an. Der Werner SC als Tabellendritter hat mit 64 Punkten aktuell einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Westfalia Wethmar. Wethmar empfängt den Tabellen-13. SuS Kaiserau, der Werner SC muss zum Tabellen-Zehnten FC TuRa.

WSC-Trainer Kurtulus Öztürk ist voller gespannter Vorfreude: „Wir haben gut trainiert, auch wenn es ein bisschen leerer auf dem Platz war als zuletzt“, sagt der Coach.

Er ist sich aber sicher: „Wir sind gut vorbereitet. Wir müssen aber erst unsere eigenen Hausaufgaben machen, bevor wir nach Wethmar schauen. Das wird schwer genug.“

Denn in der Hinrunde kam der Sport Club nicht über ein 1:1 hinaus und zum Ende der vergangenen Saison verlor der WSC daheim am letzten Spieltag 0:1 gegen den FC TuRa, der damit den Klassenerhalt auf den allerletzten Drücker schaffte.

Öztürk erwartet defensive Gastgeber

Und auch diesmal stellt sich der Werner Coach wieder auf einen kämpferisch starken Nachbarn ein, der aus einer massiven Defensive versuchen wird, über Konter zum Erfolg zu kommen. „Wir wollen gewinnen – und fertig. Gewinnen und hoffen“, sagt Öztürk, und: „Wir werden mit zwei flachen Viererketten und zwei Angreifern versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht blind vorne drauf gehen.“

Personell wird es dabei einige Änderungen geben. Ausfallen werden weiterhin Hisham und Youssef Saado (beide verletzt) und Oliver Winter (Urlaub). Angreifer Janis Leenders fehlt nach seiner 5. Gelben Karte, für ihn wird Yannick Eisenbach in die Startelf rücken. „Er hat in den letzten zwei Wochen gut trainiert und es sich verdient“, sagt Öztürk, zumal Necati Bacak kaum trainiert hat.

Fraglich sind die Einsätze von Matti Bartsch aus der Reserve und Marius Nowak. Bartsch, der beim 6:4-Erfolg gegen den TSC Eintracht Dortmund in der Vorwoche sein Startelf-Debüt gab, hat sich an der Leiste verletzt. Und Nowak laboriert noch an einer Zerrung. Zum Kader stoßen wird zudem der A-Jugendliche Tom Bichler, der reinschnuppern soll.

Die TuRaner versprechen ihren Gästen jedenfalls einen großen Kampf. „Wir haben in der Rückrunde gegen die ersten fünf Teams der Tabelle noch nicht gepunktet. Das wollen wir möglichst im letzten Spiel nachholen und somit einen gelungenen Abschluss feiern“, steckt sich Erkan Gökce in seinem vorerst letzten Spiel als Cheftrainer hohe Ziele.

Thomas Penkalla, Fabian Drieling und Matthias Freyermuth sind wieder mit dabei, dafür steht hinter Hasan Aziz noch ein Fragezeichen.

„Wir werden mit einer gemischten Truppe aus Jung und Alt dagegen halten und hoffentlich nochmals guten Fußball bieten“, so noch einmal Gökce.

Und falls der WSC gewinnt und trotzdem mit ganz starken 67 Punkten nur Dritter wird, wäre das für Öztürk irgendwie komisch: „Damit wären wir im vergangenen Jahr aufgestiegen. Das sind zehn Punkte mehr als im Vorjahr – und das bei zwei Spielen weniger...“

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Nordbergstadion

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