Spätes Tor rettet WSC einen Punkt

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Umkämpfte Szene vor dem Tor von Manuel Rafalski.

WERNE - Als Schiedsrichter Dastig (Stadtlohn) die Trinkpause der zweiten Halbzeit nachspielen lässt, rettet Joel Simon dem Werner SC mit einem Kopfballtor zumindest einen Punkt gegen den BV Brambauer-Lünen.

Das 2:2 (0:0) bei lähmender Schwüle verhindert, dass sich der WSC nach drei Spieltagen in das untere Drittel der Bezirksliga (8) einreihen muss.

Trainer Kurtulus Öztürk macht gegen den „kleinen BVB“ seine Ankündigung wahr und verändert nach dem 1:4 beimTuS Hannibal seine Startelf auf vier Positionen: Torjäger Durkalic, Schnee, Jussef Saado und Torhüter Rockel raus, Leenders, Klossek, Hisham Saado und die bisherige Nummer zwei, Daniel Rafalski, rein.

Das Spiel – ohnehin mit 20 Minuten Verzögerung angepfiffen, weil sich Schiri Dastig verspätet – kommt nur schleppend in Fahrt. Es fehlt auf dem aufgeheizten Kunstgrün vor allem an Bewegung. Nach 23 Minuten besitzt der WSC die erste Chance: Bei einem Freistoß von Simon aus 27 Metern taucht Torhüter Botta rechtzeitig ab.

Nach 36 Minuten gibt’s die erste gute Gelegenheit aus dem Spiel heraus: Bruland hinterläuft Leenders auf rechts, bekommt den Ball von ihm in den Lauf gelupft. Die Flanke köpft Rohlmann aber genau in Bottas Arme. Ähnlich ist’s auch eine Minute später: Dieses mal flankt Rohlmann von links, Thannheisers Kopfball aber ist zu schwach. Eine weitere Chance besitzt Baslarli, auch hier hält Botta.

Brambauer setzt einzelne Nadelstiche durch Emmanuel Peterson, doch das reicht Trainer Dirk Bördeling nicht. Schon weit vor dem Pausenpfiff stellt er die Weichen für die zweite Halbzeit, instruiert mit Stolzenhoff und Boufeljat zwei Offensivkräfte. Sie laufen ab der 46. Minute auf, doch für den ersten Paukenschlag sorgt Janis Leenders. in der 48. Minute: Giffey spielt den Ball von der linken Seite diagonal an das rechte Strafraumeck, Leenders nimmt die Kugel volley und jagt sie über Botta hinweg zum 1:0 in den linken Winkel – wenn so gewollt, dann ist das Weltklasse.

Die Freude währt nur kurz, denn plötzlich ist Brambauer da: Stolzenhoff trifft zunächst mit einem Lupfer die Latte (51.) dann pfeift Schiri Dastig – für viele überraschend – Elfmeter. Doch Hisham Saado hat Peterson im Strafraum gehalten, sieht auch noch Gelb. Und Kapitän Dennis Köse lässt Rafalski vom Punkt aus keine Chance.

Nun reagiert auch Öztürk und bringt Durkalic nach 61 Minuten. Doch nach vorne geht nicht viel beim WSC. Im Gegenteil: Der BVB macht sein zweites Tor. Stolzenhoff legt in den Lauf von Kassim Hammoud, erneut ist Rafalski chancenlos (71.). Und erneut sieht Saadao nicht gut aus. Dabei sagt Dirk Bördeling: „Bei einigen meiner Spieler fehlt die komplette Vorbereitung, da ist das schwer bei solchen Temperaturen.“

Das zeigt sich dann in Richtung Schlussphase, auch wenn Boufeljat bei einem Konter sogar das 1:3 auf dem Fuß hat. Auf der Gegenseite wartet der WSC-Anhang auf die erste herausgespielte Chance seit der 48. Minute. Und die kommt tatsächlich noch. Rohlmann setzt sich auf links durch und flankt in die Mitte, wo Joel Simon eingelaufen ist und köpft den Ball halbhoch und unhaltbar für Botta ins lange Eck.

Werner SC: Rafalski – Bruland, H. Saado, Giffey – Simon, Klossek – Leenders (70. Yilmaz), Thannheiser (61. Durkalic), Rohlmann, Seifert (46. Zilligen) – Baslarli

Tore: 1:0 (48.) Leenders, 1:1 (54.) Fouelfmeter Köse, 1:2 (70.) Hammoud, 2:2 (90.+3) Simon

Trainermeinung

Kurtulus Öztürk (WSC): Wenn du kurz vor Schluss noch den Ausgleich machst, ist das natürlich besser als eine Niederlage. Na ja. Das Einsnull war verdient. Dann bringst du den BVB mit diesem Elfer wieder ins Spiel. Was gut war: Wir wollten nicht mit der Brechstange den Ausgleich und haben Geduld bewiesen.

Dirk Bördeling (BVB): Schade, dass wir bei der letzten Situation nicht aufpassen. Wir wollten in der ersten Halbzeit gut über die Runden kommen, das hat geklappt, und haben dann zwei Leute für die Torgefahr gebracht. Okay, mit dem Punkt müssen wir leben. Dann müssen wir eben am nächsten Wochenende Wethmar schlagen.

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