WSC-Trainer Öztürk: „Tabelle lügt nicht“

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Joel Simon, am Sonntag Schütze des späten 2:2, scheut den Einsatz nicht – auch nicht gegen das hohe Bein von Brambauers Kapitän Dennis Köse. Den folgenden Freistoß aus 27 Metern – von Simon geschossen – stellte Torhüter Botta übrigens vor enorme Probleme.

Werne - „Wir wollen nichts dramatisieren und uns nicht verrückt machen. Es ist alles noch in Reichweite“, sagt Kurtulus Öztürk, Trainer des Werner SC nach dem dritten Spieltag. Er sagt aber auch: „Die Tabelle lügt nicht.“

„Unter dem Strich sind mehr als diese vier Punkte nicht drin bei diesen Leistungen“, sagt der WSC-Trainer. Nicht nur gemessen an seinen Ansprüchen ist der Sport Club in der Bezirksliga aktuell Mittelmaß – Tabellenachter eben.

Zwei Gründe sind offensichtlich: „Die Gegner sind insgesamt stärker als im letzten Jahr. Und sieben Gegentore in drei Spielen sind definitiv auch zu viel“, meint der WSC-Trainer. In der gesamten vergangenen Saison waren es im Schnitt nur 1,07 pro Partie – und nach den ersten drei Spielen gegen Senden (1:1), Overberge (4:0) und Scharnhorst (3:0) stand da lediglich ein Gegentreffer auf dem Papier. Nach dem jüngsten 2:2 gegen den BV Brambauer liegt der Schnitt bei 2,3.

Die vier Gegentore aus der Partie beim TuS Hannibal haben den WSC zwar vorsichtiger werden lassen, doch ein unnötiger Elfmeter und ein grober individueller Fehler im Abwehrverhalten sorgten trotzdem dafür, dass Daniel Rafalski den Ball zwei Mal aus dem Netz holen musste.

Dabei zeigte der Schlussmann, vom SuS Rünthe gekommen, ein beachtliches Startelf-Debüt – was wiederum den Trainer unter Druck setzt: „Für einen der beiden ist es Pech, dass wir zwei hervorragende Torhüter haben“, sagt Öztürk. Ob nun am Sonntag erneut Rafalski oder aber Michael Rockel gegen seinen Ex-Verein VfL Kamen im Tor stehen wird, das lässt er offen.

Daniel Rafalski gehört ungeachtet der Entscheidung von Öztürk zu den Gewinnern der Rotation, Dennis Klossek ebenfalls. Der 19-Jährige beackerte seine Sechser-Position mit hohem Pensum und traf da vor allem auf Dennis Köse. Der BVB-Kapitän ist robust und abgezockt, musste aber einstecken wie wohl selten. Und darüber hinaus ist Klossek mit seiner Wendigkeit und Ballsicherheit auch ein Mann für die Spieleröffnung. „Er hat diesen Straßenfußballer-Style“, sagt sein Trainer: „Kleiner Spieler ganz groß. Ich mag’ das.“

Klossek dürfte ein weiterer Baustein in dem Gerüst sein, mit dem Öztürk seiner Mannschaft mehr Stabilität verleihen will. Nicht mehr herauszudenken, das zeigte die Partie gegen Bambauer, sind die beiden Zugänge aus dem vergangenen Winter: Julian Rohlmann war über links einmal mehr an fast allen guten Offensivaktionen beteiligt, bereitete das späte 2:2 vor, und Innenverteidiger Dominik Giffey ist hinten längst der Chef. Bis auf einen kritischen Zweikampf im Strafraum, den manch’ Schiri mit einem Elfmeter ahnden würde, wirkte der 23-Jährige sehr sicher. Die Frage bleibt: Wer spielt direkt neben ihm? Ein Kandidat ist Leon Heese, die Ruhe selbst und in der vergangenen Saison bereits ein stabiler Baustein in Öztürks Defensive. Er hatte einen Großteil der Vorbereitung verpasst. Nach zuletzt drei Einsätzen in der Reserve ist nun die Rückkehr in die Startelf wohl fällig.

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