Werner SC zeigt enormes Stehvermögen

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Robust, mit starkem Stellungsspiel, technisch gut und mit „Auge“ für die Spieleröffnung: Neuzugang Dominik Giffeyhier attackiert von Cabrera – ist für die Defensive des WSC eine Bank. -

WERNE - 2:2 endet für den Werner SC das Auswärtsspiel beim TuS Ascheberg – auf den ersten Blick lässt das nackte Ergebnis für den Dreikampf um den Titel in der Fußball-Bezirksliga (8) nur einen Schluss zu: Zwei Punkte verloren gegenüber Wethmar und Kemminghausen.

„Ich sag’ aber mal: Wir sind weiter oben dran. Das zählt. Und wir haben ja sogar einen Punkt auf den Spitzenreiter gut gemacht“, sagt Trainer Kurtulus Öztürk mit Blick auf die Wethmarer 1:4-Pleite in Kemminghausen.

Und es entwickelt sich nach dem frühen 0:2-Rückstand an der Nordkirchener Straße ein Spiel, an dessen Ende das Erlebnis vielleicht sogar mehr wiegt als das Ergebnis.

„Natürlich können wir eine Menge daraus mitnehmen“, sagt Trainer Kurtulus Öztürk. Vor allem dies: Die Mannschaft hat immer an sich und den Erfolg gelaubt und gegen alle Widrigkeiten (fieser Regen, kalter Wind, tiefer Boden, rustikaler Gegner) angekämpft. Sie ist in sich gefestigt, lässt sich durch Rückschläge nicht beirren und hat in der Schlussphase ein enormes Stehvermögen: „Wir hatten genug Luft und hätten auch noch 20 Minuten so weiterspielen können“, sagt Öztürk nach der intensiv geführten Partie auf dem tiefen Naturboden, der – vom Regen gesättigt – so an den Schuhen zieht, als habe sich auf diesem Flecken die Erdanziehungskraft verdoppelt. Die Ascheberger waren darauf dem hohen Tempo ihrer Gäste auf Dauer nicht gewachsen und am Ende fix und fertig.

„Die Jungs haben eine tolle Reaktion gezeigt und auch die Qualität gehabt, das Spiel zu gewinnen“, sagt Öztürk weiter, und: „In Ascheberg holt man nicht mal eben ein Nullzwei auf. Die Mannschaft müsste dadurch gemerkt haben, was sie in engen Spielen bewegen kann.“ Das ist vor allem für die vier schweren Auswärtsspiele bis zum Saisonende von großer Bedeutung. Gegner hier: die Mitkonkurrenten Wethmar (12. April) und Kemminghausen (25. Mai) sowie dazwischen Kaiserau und Nordkirchen.

„Wenn ich eines nicht sehen will, dann sind das hängende Köpfe“, sagt Öztürk. Nicht auf dem Feld, nicht später. Und so war das Bemühen groß, Necati Bacak wieder aufzurichten, der in der Nachspielzeit die Mega-Chance zum 3:2-Siegtreffer vergeben hatte. „Da war die Mannschaft gefragt und hat das auch gut gemacht“, sieht Öztürk ein weiteres Plus: Das gute Betriebsklima.

Am kommenden Wochenende mögen sich die Punkteabstände an der Tabellenspitze zwischen Wethmar (44), Kemminghausen (43) und dem WSC (41) schon wieder – und sicher nicht zum letzten Mal – verschieben. Während der Sport Club mit TuS Eving-Lindenhorst im ersten von noch sechs Heimspielen einen weit abgeschlagenen Fast-Absteiger zu Gast hat, muss der Spitzenreiter am Ostermontag im Hoeschpark beim Tabellenvierten TuS Hannibal antreten. Und Kemminghausen bekommt es mit dem Fünften, SV Langschede, zu tun. - gu

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