Verfolgerduell: WSC-Coach Öztürk spielt „gerne gegen Ascheberg“

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WSC-Trainer Kurtulus Öztürk wirft schon einen Blick voraus auf das Verfolgeduell in Ascheberg.

Werne - Bezirksligist Werner SC läuft am Sonntag zum Nachbarschaftsderby beim TuS Ascheberg auf. Der WSC ist am letzten Spieltag am TuS, der spielfrei hatte, vorbeigezogen.

Die Mannschaft von Kurtulus Öztürk ist nun Dritter, mit einem Punkt mehr auf dem Konto als der Vierte Ascheberg. Am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr, Rasen an der Nordkirchener Straße) hat der Gast alle Spieler an Board, auch Angreifer Daniel Durkalic (adduktorenprobleme) kehrt ins Aufgebot zurück.

Ihre Mannschaft hat die letzten sieben Spiele nicht mehr verloren, darunter waren aber fünf Unentschieden. Woher rührt Ihre Vorliebe für Remis-Spiele?

Kurtulus Öztürk: Von den fünf Unentschieden waren die gegen Kamen und Brambauer in Ordnung – in Dorstfeld und in Nordkirchen, aber auch gegen Senden hätten wir durchaus gewinnen können. Aber jetzt haben wir mit dem 8:1 gegen den VfB Lünen einen ordentlichen Sieg eingefahren. Und die Leistung stimmte ohnehin immer, auch wenn wir uns vorher nicht immer dafür belohnt haben.

Der WSC hat trotz der VfL-Niederlage in Husen Kurl noch acht Punkte weniger auf dem Konto als Spitzenreiter Senden. Ist der Rückstand noch aufzuholen?

Öztürk: Wenn Senden das noch aus der Hand geben sollte, wäre das eine große Überraschung. Ich glaube nicht, dass der VfL jetzt mehrere Male am Stück verliert. Aber wir haben die Meisterschaft auch nie als Ziel ausgegeben. Wir wollen am Ende so gut dastehen wie nach der vergangenen Saison. Und da sind wir Dritter geworden.

Die Ascheberger haben aus den letzten zwei Spielen nur einen Punkt geholt. Glauben Sie, dass das die Mannschaft von Holger Möllers am Sonntag zusätzlich motivieren wird?

Öztürk: Nein, die Partien zwischen TuS und WSC sind ohnehin immer sehr intensiv. Ich bin ein Fan dieser Derbys, weil es immer faire Duelle auf einem spielerisch hohen Niveau waren. Ich spiele gerne gegen Ascheberg. Und jetzt ist es aufgrund der Tabellenkonstellation praktisch ein Derby mit SpitzenspielCharakter.

Wären Sie mit einem Punkt zufrieden?

Öztürk: Nein, definitiv nicht. Es gibt kein Spiel, vor dem ich ein Unentschieden als zufriedenstellend ansehe. Wir fahren nach Ascheberg, um auch da zu gewinnen.

Bei der Partie gegen Lünen haben Sie Ihren Spielern in der Halbzeitpause einen Schokoriegel versprochen, wenn sie noch mehr als zwei Tore schießen. Es wurden vier... Was versprechen Sie Ihrer Mannschaft am Sonntag?

Öztürk: Das mit dem Schokoriegel war eine spontane Aktion... Meine Spieler flachsen gerne, und da ist mir beim Gang aus der Kabine halt dieser Spruch eingefallen. Es ist ja nicht so einfach, eine Mannschaft bei einer 4:0-Führung noch zu motivieren, weiter hochkonzentriert zu spielen.

Erkan Baslari hat an diesem Tag den Lewandowski gemacht und fünf Tore erzielt. Wie viele schießt er gegen Ascheberg?

Öztürk: (lacht) Das müssen Sie ihn selber fragen... Nein, im Ernst: Unsere Stürmer haben in den Spielen zuvor viele Chancen liegenlassen, jetzt scheint der Knoten geplatzt zu sein. Erkan ist immer hungrig auf Tore. Ich bin davon überzeugt, dass er auch gegen den TuS seine Chancen bekommen wird.

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