Klatschen für WSC und Ascheberg – Spielabbruch bei Wethmar

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WSC-Trainer Kurtulus Öztürk war geschockt von der Leistung seines Teams.

WERNE -  Der (ehemalige) Titelanwärter Werner SC verlor am Sonntag mit 0:4 bei der bisher schlechtesten Rückrundenmannschaft. Zudem wurde in der Bezirksliga 8 die Partie zwischen des Aufstiegsanwärters Westfalia Wethmar bei der abstiegbedrohten ÖSG Viktoria in dortmund abgebrochen. Zudem hat der Spitzenreiter SC Husen-Kurl den TuS Ascheberg mit 6:0 bezwungen.

Bezirksliga 8: Alemannia Scharnhorst – Werner SC 4:0 (2:0). Aus dem einstigen Aufstiegskandidaten Werner SC ist in der Fußball-Bezirksliga (8) ein ausrechenbarer Punktelieferant geworden. Nach der 2:4-Heimpleite gegen Senden enttäuscht der Sport Club auch bei seiner 0:4-Niederlage (0:2) in Scharnhorst. Für die Alemannia ist es der erste Sieg in der Rückrunde. Und der entzündet dort mehr als nur ein Fünkchen Hoffnung.

„Wir haben vier Tore gegen eine Nicht-Übermannschaft kassiert. Dass wir hier so abgeschlachtet werden... Jeder muss sich und seine Einstellung hinterfragen“, sagt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk, der restlos bedient ist.

Dabei sieht es – vor den Augen von „Spionen“ des Mitkonkurrenten Langschede – in den ersten Minuten ganz gut aus für den Gast. Öztürk ist von der Raute im Mittelfeld zu seiner bewährten Grundordnung zurückgekehrt, gönnt dabei aber Spielgestalter Marc Schwerbrock zunächst eine schöpferische Pause.

Etwa 15 Minuten lang haben die Werner mehr vom Spiel, dann verlagert Scharnhorst seine Aktionen weiter nach vorne. Die Gelben stören nun früher, forcieren schwere Fehler im Spielaufbau des WSC, der zudem wichtige Zweikämpfe verliert – oder erst gar nicht annimmt. So beim 1:0 für die Gastgeber, als alle nach einem Einwurf zuschauen, wie Nitzrath freigespielt wird und ungehindert aus der Drehung treffen darf (32.).

Und beim 2:0 nur drei Minuten später enteilt Kadir Kopuz nach einem genauen Pass in die Schnittstelle Sebastian Schnee. Der kann nicht folgen und nur zusehen, wie Scharnhorsts Nummer sieben die Kugel unhaltbar für Gehbardt einschiebt.

Nach dem Seitenwechsel kommt Schwerbrock für Dominik Kozlik, zwölf Minuten später auch Bacak für Wintjes. Doch richtig gefährlich werden die Werner durch die offensivere Aufstellung nicht. Scharnhorst kontert sich nach 60 Minuten zum Sieg: Klaschik spielt über rechts steil auf Öztekin, dieser quer auf Oskar Camara. Gebhardt ist bei dessen Flachschuss zwar am Ball, doch der fliegt zum 3:0 ins lange Eck.

Nach 65 Minuten folgt der erste Schuss des WSC überhaupt auf das Scharnhorster Tor – aber durch Bacak auch direkt in die Arme von Keeper Sousa da Costa. Auf der Gegenseite muss das 4:0 fallen, als der eingewechselte Christopher Kyeremeh zunächst an Gebhardt scheitert (79.) und dann von Schöpper im letzten Moment beim Torschuss gestört wird (81.).

In der Nachspielzeit treffen die Gastgeber doch noch. Als die Werner im eigenen Strafraum in Unterzahl sind, steht Kadir Kopuz völlig frei und demütigt den WSC mit seinem Tor aus gut elf Metern. Alemannia-Trainer Piertro Perrone: „Nach der Leistung von letzter Woche in Bergkamen wollten wir schon einen Punkt holen. Umso schöner, wie es heute gelaufen ist.“

Werner SC: Gebhardt – Schöpper, Leenders, Seifert, Thannheiser, Durkalic (61. Eisenbach), Kozlik (46. Schwerbrock), Schnee, Nowak, Wintjes (57. Bacak), Simon, Seifert

Tore: 1:0 (32.) Nitzrath, 2:0 (35.) Kopuz, 3:0 (61.) Camara, 4:0 (90.+1) Kopuz

ÖSG Viktoria Dortmund – Westfalia Wethmar abg. Nach knapp 70 Minuten war die Partie in der Fußball-Bezirkliga zwischen der ÖSG Viktoria Dortmund und Westfalia Wetharm vorbei: Beim Stand von 1:0 für den Aufstiegsanwärter aus Lünen erhielt ein ÖSG-Akteur nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Daraufhin hatte er seine Nerven scheinbar nicht mehr unter Kontrolle und schlug dem Referee die Karte aus der Hand.

Der Unparteiische sah nun seine eigene Sicherheit gefährdet, brach die Partie ab und vermerkte die Ereignisse in einem Sonderbericht. Bezirksliga-Staffelleiter Lothar König war in dieser Partie ebenfalls vor Ort und somit Zeuge des Vorfalls.

Somit scheint die Angelegenheit klar zu sein. „Das Spiel wird für uns gewertet werden, da bin ich mir ziemlich sicher“, mutmaßte der Sportliche Leiter Rolf Nehling.

SC Husen-Kurl – TuS Ascheberg 6:0 (3:0). Die Ascheberger kamen beim Tabellenführer in Husen-Kurl deutlich unter die Räder. Die Hausherren festigen damit die Tabellenführung. Die in der Tabelle bereits im Niemandsland stehenden Ascheberger gaben einigen A-Jugendlichen die Chance, Bezirksliga-Luft zu schnuppern. Der TuS steht nach der Niederlage weiter auf Rang sechs in der Tabelle.

„Wir haben was ausprobiert und das hat nicht funktioniert. Mehr ist dazu eigentlich auch gar nicht zu sagen“, sagte ein unzufriedener Ascheberg-Coach Holger Möllers.

Die Hausherren erwischten einen Traumstart und gingen bereits nach sechs Minuten mit 1:0 in Führung. Nach knapp zwanzig Minuten erhöten die Gastgeber auf 2:0 (23.). Ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel viel das dritte Tor (41.). Im zweiten Spielabschnitt änderte sich nichts am Spielverlauf, doch diesmal dauerte es etwas länger bis der TuS den nächsten Gegentreffer hinnehmen mussten (75.).

In der Schlussphase schraubten die Hausherren das Ergebnis noch einmal in die Höhe. Zunächst legte Husen- Kurl das 5:0 nach (87.), ehe ein Elfmeter für den Endstand sorgte.

TuS: Lewandowski – Höhne, Penner (85. Keiter), Drees, Wobbe, Hartwig (70. Lohmann), Hölscher, Kahlkopf, Heitmann, Naber, Broek (78. Castella)

Tore: 1:0 (6.), 2:0 (23.), 3:0 (41.), 4:0 (75.), 5:0 (87.), 6:0 (89.) Foulelfmeter - gu/luw

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