WSC-Trainer Öztürk kündigt an: „Werden nicht locker lassen“

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Dennis Seifert (rechts, gegen Dorstfeld) ist für Trainer Öztürk der Mann der Hinrunde.

Werne -  Nur zwei seiner 15 Spiele hat der Werner SC in der aktuellen Spielzeit der Fußball-Bezirksliga 8 bis zum Beginn der Winterpause verloren, läuft aber als Remis-König dennoch der Musik hinterher.

Acht Punkte trennen den Liga-Dritten vom Zweiten, FC Overberge. Und bis zum Spitzenreiter VfL Senden sind es bereits 13 Zähler. „Ich bin dennoch zufrieden“, sagt Trainer Kurtulus Öztürk in seiner Halbzeit-Bilanz.

Dabei misst er den jüngsten Siegen in Husen-Kurl (3:2) und beim TSC Eintracht (3:0) großen Wert bei. „Damit haben wir uns ein wenig abgesetzt“, sagt Öztürk, dessen Team drei Punkte vor dem Vierten, TuS Hannibal, liegt. Und der stellt sich zum ersten Spiel des neuen Jahres am 21. Februar im Lindert vor.

„Natürlich ist es etwas frustrierend“

„Natürlich ist es etwas frustrierend. Ich hätte statt unserer sechs Unentschieden lieber drei Siege und drei Niederlagen dafür stehen gehabt“, sagt der Werner Trainer. Dies wären schließlich auch drei Punkte mehr gewesen als die aktuell 27. Dass insgesamt fünf Elfmeter gegen sein Team das Punktekonto zusätzlich belastet haben, ärgert ihn ebenfalls. So fehlen zwei Zähler aus dem Spiel in Nordkirchen (2:2) sowie drei aus dem Spiel gegen Overberge, das nach 1:0-Führung durch zwei späte Foulelfmeter verloren wurde.

Viele Forschritte bei jungen Spielern

„Wichtig für mich: Wir wissen, wo wir uns in der Rückrunde verbessern müssen. Und dass die Mannschaft selber weiß, dass noch Luft nach oben ist, stimmt mich positiv“, sagt Kurtulus Öztürk. Und so bekommt die Konkurrenz eine Kampfansage mit in die Pause: „Unser Ziel ist es, eine deutlich bessere Rückrunde zu spielen. Und das haben wir auch in den letzten beiden Jahren geschafft. Wir werden nicht locker lassen“, sagt Öztürk.

Zufrieden mit der Hinrunde ist Öztürk vor allem deshalb, weil er bei den meisten Spielern weitere Fortschritte gesehen hat – diese vor allem bei den jungen. Insgesamt mache das Kollektiv die Stärke des WSC aus, sagt Öztürk.

Dabei hat Kapitän Chris Thannheiser sich zu einem echten Führungsspieler entwickelt. Und Dennis Seifert ist für den Trainer der Spieler der ersten Halbserie. „Ganz egal, wo ich ihn hingestellt habe: Er hat das super gemacht, hat sich technisch verbessert und ein gutes Auge für die Situation“, sagt Öztürk über seinen Defensivmann, der eigentlich mehr für das Grobe zuständig ist – und der auch da unaufgeregt seinen Job zur vollsten Zufriedenheit verrichtet.

Team spielt extrem variabel

Mit Joel Simon und Marvin Bruland sieht Öztürk die wohl beste Doppel-Sechs der Liga in seinem Team. Als dieses Duo zuletzt ausgefallen ist, da übernahmen Dennis Klossek und der eigentlich als Spitze eingeplante Jussef Saado – und zwar nahtlos gut. „Und dass Durkalic statt in der Spitze auf der rechten Seite gespielt hat, wird auch nicht das letzte Mal sein“, sieht der Trainer weitere Positionsveränderungen.

Bisher wurde viel Wert auf eine stabile Defensive mit Viererkette und Doppel-Sechs gelegt. Damit hat der WSC die zweitbeste Abwehr. Doch Sicherheit kostet Offensivkraft: So traf Daniel Durkalic, Liga-Torschützenkönig der Saison 2014/2015, erst zweimal. Und in sieben der 15 Spiele bisher erzielte der WSC nur einen oder noch weniger Treffer.

Einzig beim 8:1 gegen den VfB Lünen und beim 4:1 im Hinspiel gegen Eintracht Dortmund ließ es der Sport Club so richtig krachen. Aktuell stehen 34 Tore und 17 Gegentreffer in der Statistik.

Mit Dominik Hennes, 22, vom Landesligisten Lüner SV ist bereits eine Offensivkraft verpflichtet worden. „Und trotz seiner 14 Tore erwarte ich auch von Erkan Baslarli mehr, denn er hatte einen Großteil der Vorbereitung nicht mitgemacht und ist in der Hinrunde nie so richtig fit geworden“, sagt Öztürk.

Personell wird es mit dem Einstieg in die Rückrunden-Vorbereitung wieder gut aussehen. Bruland, Zilligen, Simon und Stöver steigen am 17. Januar zum Trainingsauftakt wieder ein; nicht zu vergessen auch die lange Zeit verletzte Nummer eins, Daniel Rafalski. Ob mit Michael Rockel auch der zweite verletzte Schlussmann wieder voll einsteigen wird, hänge davon ab, wie stark er beruflich eingespannt ist, sagt Öztürk. Beide sind zuletzt durch Sebastian Vorwick glänzend vertreten worden.

Auch Leon Heese für die Innenverteidigung und Janis Leenders für die Offensive sind wieder Kandidaten für eine Rückkehr ins Team. Aber auch hier hat das Studium Vorrang.

„Insgesamt“, sagt Öztürk mit dem abschließenden Blick zurück auf die erste Serie, „ist es gut zu sehen, dass ich mich hier wirklich auf jeden Spieler verlassen kann. Besser kann es ein Trainer nicht haben.“

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