Schlusslicht TuRa holt den zweiten Punkt im Derby – FCO festigt Platz zwei

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Die TuRaner Ergül (links) und Penkalla, der später die Ampelkarte sah, schirmen den Ball von Kamens Özkan Saka ab.

Bergkamen - Der FC Overberge bleibt in der Fußball-Bezirksliga (8) einziger Jäger von Spitzenreiter VfL Senden. Das Team von Marc Woller gewinnt mit 1:0 (0:0) gegen Westfalia Wethmar und festigt damit Rang zwei, zumal bis auf den Werner SC alle weiteren Verfolger Punkte gelassen haben. Im Derby beim Aufsteiger VfL Kamen hat zum Rückrundenende das weiter sieglose Schlusslicht FC TuRa seinen zweiten Punkt in dieser Saison geholt.

Bezirksliga 8: VfL Kamen – FC TuRa 0:0. Den Punktgewinn holte sich TuRa, obwohl der Gast nach der Ampelkarte gegen Thomas Penkalla (47.) lange in Unterzahl spielen musste.

„Das war das schlechteste Spiel von uns in den anderthalb Jahren seit ich wieder hier Trainer bin“, sagte VfL-Trainer Marko Barwig: „So ein Ergebnis kommt heraus, wenn man den Gegner nicht Ernst nimmt. Das war nichts Halbes und nichts Ganzes. Den Punkt nehmen wir gerne mit, denn so ein Spiel kann man auch verlieren.“

Vor der Pause neutralisierten sich beide Teams und es gab viel hoch und weit statt durchdachte Spielzüge. Die beste Chance hatten dabei die Gäste, doch der Frestoß von Murathan Köroglu ging an die Latte (20.).

„In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt“, lobte TuRa-Trainer Sascha Siegner sein Team, dass gegen harmlose Kamener zwischenzeitlich sogar Pressing spielte und versuchte, den Gegner früh im Spielaufbau zu stören.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte schwächte sich der Gast selber. Ein taktischen Foul im Mittelfeld führte zu einer Ampelkarte für Thomas Penkalla (47.). In der Folgezeit zogen sich die Rot-Weißen weit zurück. Pötters Schuss kurz darauf wurde dabei noch abgewehrt (48.). Aber die Gastgeber wussten mit der Überzahl nichts anzufangen. Spielerisch fiel dem Team um Regisseur Mario Lindner nicht viel ein. „Katastrophal“, nannte diesen deswegen VfL-Coach Barwig. Aber auch die Freistöße und Ecken brachten kaum Gefahr. Chancen gab es dennoch vereinzelt. So schoss Marscholek knapp vorbei und Kevin Rothe aus sieben Metern weit drüber (66., 67.). Der Schuss von Hülsmann wurde zudem geblockt und verfehlte das Tor knapp (73.).

Zudem kam immer wieder ein TuRa-Bein dazwischen und auch Keeper Sebastian Treppe war ein sicherer Rückhalt.

Auf der Gegenseite scheiterte der oft seihr eigensinnige Malik Celiktas nach einem Solo aus kurzer Distanz an Kamens Keeper Lassak (78.). Trotz sechs Minuten Nachspiel durch eine Verletzungsunterbrechung für Kamens Priemer gelang der Heimmannschaft nicht mehr der Siegtreffer.

FC TuRa: Treppe – Torka, Topaloglu, Schlej, Manka, Beniz, Celiktas, Penkalla, Gün, Köroglu, Ergül (90.+6 Kurpanik)

Bes. Vork.: Ampelkarte für Penkalla (FC TuRa, 47.), wiederholtes Foulspiel

FC Overberge – W. Wethmar 1:0 (00). Der FCO-Erfolg ist allerdings ein wenig glücklich, zumal Engin Duman das Tor des Tages (51.) wohl aus einer Abseitsposition heraus erzielt.

Das Spiel beider Mannschaften leidet vom Anpfiff an unter dem starken Wind. Da beide Teams gut organisiert sind und sich im Mittelfeld durch intensive Arbeit wenig Räume lassen, wollen sie mit lang gespielten Bällen hinter die gegnerischen Abwehrreihen kommen. Das gelingt jedoch zu selten. Zu lang, zu kurz, zu hoch, zu weit: Die Kugel fliegt überall hin, nur nicht zu ihrem geplanten Abnehmer.

Entsprechend wenig Chancen ergeben sich – hüben wie drüben gibt’s vor der Pause je eine. Die Bessere besitzt die Westfalia. Nach einem Freistoß von Dupke köpft Abwehrchef Mantei völlig freistehend neben das Tor (42.).

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielt Engin Duman das Tor des Tages. Dieses Mal kommt der von Rösener lang geschlagene Ball an. Wethmar fordert den Abseitspfiff, der FCO-Torjäger nimmt die Kugel auf halblinks geschickt an, läuft auf das Tor zu und schiebt Keeper Müller den Ball aus spitzem Winkel durch die Beine.

Nach der Führung zieht sich der FCO zurück und wartet auf Konterchancen. Zunächst muss die Westfalia eigentloich den Ausgleich erzielen, doch FCO-Keeper Patrick Thomas entschärft einen Kopfball von Kösling, den Nachschuss befördert Enoh aus zwei Metern nicht ins Netz, sondern fast ins Seitenaus.

Auf der Gegenseite prüft Lukas Manka mit einem Freistoß aus 30 Metern Torhüter Müller (58.).

Danach wird der Druck der Westfalia so groß, dass sich die Rot-Weißen immer weiter zurückfallen lassen. Allerdings sind die Gäste nicht zwingend genug, bekommen das Spiel über die Außen nicht hin und wursteln sich umständlich durch die Mitte.

Für den FCO ergeben sich zwei Konterchancen: Nach 70 Minuten taucht Jörg Plattfaut frei vor Müller auf, schießt aber den Torhüter an. Das muss eigentlich das 2:0 sein. Und in der Schlussphase ist wieder Plattfaut auf und davon, zielt aber erneut auf Müllers Brust.

FCO: Thomas – Haurand, C. Duman, Haurand, L. Manka, Eckelt (60. Placzek), Rösener, Dworniczak, Göke, Wahl, Plattfaut, Duman (85. Brelian)

Westfalia: Müller – Markowski, Mantei, Enoh, Helmus (85. Holz), Camara, Dupke, Oh, Felsberg (71. Gül), Kösling (83. Sajonz), Krug

Tor: 1:0 (51.) E. Duman

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