Schawohl spricht seinen „Abgängen“ Vertrauen aus

Mateusz Janusz (l.) feierte beim FCO am Sonntag sein Debür. Foto: Zöllner

BERGKAMEN -  Es wird spannend im Abstiegskampf der Liga. Am 24. Spieltag haben die „Kellerkinder“ fast alle gepunktet, es „droht“ also ein spannendes Saisonfinale. Gleiches gilt im Aufstiegskampf, wo der Werner SC und der SC Husen-Kurl gegeneinander unentschieden spielten. Wethmar verlor in Kaiserau, Langschede war der Profiteur nach dem 2:1 gegen Lüdinghausen .

Ein deutliches Lebenszeichen im Kampf um den Klassenverbleib sendete der SuS Oberaden mit dem 3:2 (2:1)-Erfolg gegen zuvor starke Nordkirchener. „Das war extrem gut, was die Mannschaft da gespielt hat“, lobte Trainer Bernd Schawohl sein Team. Nur wenige Stunden nach dem Sieg geriet der „Dreier“ aber schon wieder zur Nebensache, denn auf der Vereinshomepage des VfL Kamen war zu lesen, dass sieben Oberadener in der kommenden Saison ins Jahnstadion wechseln würden. „Die Spieler hatten mir das bereits am Donnerstag mitgeteilt“, wirkte Schawohl nicht überrascht von der Tatsache.

Dennoch kam zumindest der Zeitpunkt der Bekanntgabe überraschend, denn immerhin sind noch neun Partien zu absolvieren, in denen es für den SuS um nicht viel weniger geht, als um den Klassenerhalt. „Warum der VfL den jetzigen Zeitpunkt gewählt hat, weiß ich nicht. Ich jedenfalls habe nach wie vor ein gutes Verhältnis und volles Vertrauen zu den Spielern. Sie haben mir versichert, dass sie bis zum Saisonende alles für Oberaden geben werden“, sagt der Übungsleiter. Überdies war auch der SuS nicht untätig in Sachen Personal. Acht Spieler des aktuellen Kaders haben ihre Zusage für die kommende Saison bereits gegeben, zudem stehen vier Neuzugänge parat, die aber erst später namentlich vorgestellt werden.

FC TuRa geht langsam die Puste aus

Auch ohne Einsatz am Wochenende beherrschte der VfL Kamen die Schlagzeilen. „Wir haben einfach eine Wasserstandsmeldung zu unserer Personalplanung abgegeben. Da steckten keine Hintergedanken drin“, erklärte Fußballchef Andre Hoffmann die Bekanntgabe seiner Neuzugänge.

„Weitere Gespräche werden geführt, aber wir müssen nicht unbedingt einen Kader von 20 oder 21 Spielern aufbauen. Auch Akteure aus der Reserve werden ihre Chancen bekommen“, verdeutlichte Hoffmann. Gleichzeitig scheint der schwelende Konflikt in Bezug auf die nicht geflossenen Zahlungen an die aktuellen Akteure der ersten Mannschaft beigelegt zu sein. Am Montag gab es ein klärendes Gespräch mit allen Gremien, laut Hoffmann steht einer reibungslosen Weiterführung der Saison damit nichts mehr im Wege.

Mit kleinen Schritten nähert sich der FC TuRa Bergkamen dem Klassenerhalt. Gegen die ÖSG Viktoria holten die Bergkamener dank einer Energieleistung beim 2:2 einen weiteren Punkt, sind aber mit 30 Zählern immer noch im Kampf gegen den Abstieg involviert. Dabei ist es vor allem der personelle Aderlass, der den Verantwortlichen am Nordberg ein wenig die Laune verdirbt.

„Uns geht merklich die Puste aus, aber wir werden die nötigen Punkte schon irgendwie holen“, hofft Co-Trainer Erkan Gökce auf weitere Erfolgserlebnisse. Verlassen kann sich der FC TuRa dabei fast schon generalstabsmäßig auf Engin Duman. Wieder einmal war es der Top-Torjäger, der sein Team mit seinem Tor im Rennen hielt. Und das gegen eine Dortmunder Mannschaft, die mit 22 Punkten tief im Abstiegsschlamassel hängt, aber zuletzt durch gute Leistungen aufhorchen ließ.

Frieg freut sich über Premiere von Janusz

Auf der Suche nach guten Leistungen ist hingegen der FC Overberge. Dennoch dürften die „Minimalisten“ von Trainer Daniel Frieg mit dem Klassenerhalt nicht mehr viele Probleme haben. 36 Punkte stehen derzeit auf dem Konto des Aufsteigers, gegen die Alemannia aus Scharnhorst kamen trotz dürftiger Leistung am Sonntag beim 2:0-Erfolg drei weitere hinzu. Erfreulich war auch die Tatsache, dass mit Marteusz Janusz ein Akteur aus der zweiten Mannschaft seine Chance in der Overberger Offensive genutzt hat.

„Er hat in den Tests gegen die erste Mannschaft immer gut gespielt und hat auch am Sonntag gut agiert“, freute sich Frieg über das geglückte Debüt seines Neulings.

Allerdings gab es für den Coach auch weitere Negativ-Nachrichten zu verarbeiten. Dustin Berndt und Sebastian Golly sollten sich in der Reserve nach ihren Blessuren Spielpraxis holen, beide verletzten sich aber erneut. - db

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