FCO gehen die Spieler aus – Oberadens Abstieg steht fest

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TuRas Patrick Krucinski (hinten, im Zweikmapf mit Langschedes Hauke Reimann) war der Matchwinner für die auswärtsstarken Bergkamener, die mit dem SVL gleichgezogen haben

BERGKAMEN - Durch den Erfolg im Kreisderby in Langschede hat TuRa Bergkamen in der Tabelle zum SVL aufgeschlossen. Beide Teams kämpfen nun um die Spitzenposition der heimischen Vertreter.

In der dreigeteilten Tabelle ist sieben Runden vor Schluss die erste Entscheidung schon gefallen. Schlusslicht SuS Oberaden kann selbst ein Wunder nicht mehr zum Klassenverbleib verhelfen. Die restlichen Teams aus der Umgebung sind allerdings sicher gerettet.

Selbst von Heimniederlagen lässt sich TuRa Bergkamen in der derzeitigen Verfassung nicht aus der Bahn werfen. Im Kreisderby an der Langscheder Ruhrbrücke kehrte die Truppe von Erkan Gökce schnell wieder zurück in die Erfolgsspur und setzte sich knapp mit 1:0 durch. Patrick Krucinski avancierte zum Helden des Spiels und machte mit seinem Tor den Erfolg klar.

TuRas Emre Gül muss operiert werden

Allerdings wurde die Partie von der schweren Verletzung Emre Güls überschattet. Der TuRa-Akteur riss sich eine Sehne in der Schulter und muss operiert werden. „Das hat uns natürlich alle mitgenommen“, erklärte Coach Gökce. „Der Junge selbst hat es aber locker aufgenommen und schon in der Notaufnahme gefragt, wann er denn wieder kicken könnte.“

Nur noch knapp vor den Bergkamenern platziert ist der SV Langschede nach der Niederlage im direkten Duell. Beide Mannschaften weisen als Neunter und Zehnter 32 Punkte auf, der SVL hat die leicht bessere Tordifferenz.

Gleich neunmal schlug es gar im Kasten des SuS Oberaden ein. Bei der torhungrigen TSC Eintracht in Dortmund wurde das Tabellenschlusslicht ordentlich gerupft. Dabei musste der SuS arg gebeutelt in die Partie gehen. Gerade noch elf gesunde Spieler standen Coach Michael Pannicke zur Verfügung. Der etatmäßige Ersatzkeeper Lars Lucas musste gar von Beginn an im Feld ran. „Da haben einige Säulen gefehlt, das konnten wir nicht kompensieren“, musste der Trainer feststellen. 21 Zähler beträgt der Rückstand des Schlusslichtes nun schon zum rettenden Ufer. Sieben Spiele sind es noch, 21 Punkte wären somit noch holbar – allerdings müssten auch noch 49 Tore Differenz aufgeholt werden – völlig illusorisch.

So langsam aber sicher in richtige Personalnöte gerät in der Schlussphase der Saison auch der FC Overberge. Beim 2:1-Erfolg über den TuS Eving-Lindenhorst kassierte die Truppe von André Kracker die nächsten zwei Feldverweise. Moritz Manka erwischte es nach einem vermeintlichen Schlagen mit der Roten Karte, Tim Eckelt bekam wegen einer Unsportlichkeit die Ampelkarte gezeigt. In der letzten Minute des Spiels ließ sich der FCO-Akteur zu einem Fauxpas der besonderen Art hinreißen: Eving war mit Mann und Maus aufgerückt, Eckelt eroberte den Ball und lief mutterseelenallein auf das bereits verwaiste Tor der Gastgeber zu. Anstatt den Ball im Kasten zu versenken, fing er auf dem Weg dorthin zu jubeln an. Ein klarer Tatbestand der Unsportlichkeit, zu ahnden mit der Gelben Karte. Da Eckelt bereits verwarnt war, folgte die Ampelkarte. „Ich werde unter der Woche mal den Platzwart fragen, ob der noch eine Sporttasche hat“, nahm Kracker die Personallage mit Humor. - db

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