TuRa holt Remis, FCO und SuS gehen unter

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Ufuk Türkkan (links) erzielt gegen Ascheberg den 1:1-Ausgleichstreffer.

BERGKAMEN - Am 21. Spieltag in der Bezirksliga 8 gab es ein korrektes Unentschieden zwischen dem FC TuRa und dem TuS Ascheberg. Hingegen kassierten der FC Overberge und SuS Oberaden heftige Heimpleiten.

Bezirksliga (8): FC TuRa – TuS Ascheberg 1:1 (0:0). Tobias Jahncke und Holger Möllers sind sich da einig: „Das Unentschieden geht insgesamt in Ordnung“, sagen beide Trainer nach engagiert geführten, spielerisch aber schwachen 90 Minuten.

Zwei herausgespielte Chancen ergeben sich in der ersten Halbzeit: Nach sechs Minuten steht Dustin Hölscher frei vor dem TuRa-Tor, verzieht aber überhastet. Und nach 30 Minuten spielen sich Manka und Türkkan über die rechte Seite nach vorne, Paracz bekommt die Kugel diagonal zugespielt und stürmt alleine auf Torhüter Kofoth zu, wartet aber zu lange mit dem Schuss.

Ansonsten ergeben sich gefährliche Situationen nur nach zwei schlecht geklärten Eckbällen: Zunächst trifft Aziz Hasan für TuRa aus 20 Metern den Pfosten (39.), dann schießt auf der GegenSabe zunächst an die Latte, bevor auch Schröer im Nachsetzen mit einem Kopfball den Querbalken trifft (45.).

Hatte der TuS in den ersen 25 bis 30 Minuten das Geschehen weitestgehend kontrolliert, steigert sich der FC TuRa über den Seitenwechsel hinweg, kassiert aber in der 54. Minute das 0:1. Nach einem Freistoß von Molina schießt Schröer aus gut 16 Metern nicht hart, aber platziert unten links ein.

Sekunden nach dem Wiederanpfiff ist Engin Duman – zur Pause eingewechselt – erstmals zur Stelle, doch Kofoth pariert glänzend. Schön herausgespielt ist wenige Minuten später der Ausgleich. Cengiz Duman schickt Paracz über links auf die Reise, und nach dessen scharfer Flanke drückt Ufuk Türkkan den Ball über die Torlinie (64.).

TuRas beste Chance danach resultiert aus einem Freistoß: Engin Duman schießt mit Wucht links an der Mauer vorbei ins Torwarteck, wo Kofoth gerade noch die Fäuste an den Ball bekommt. Die Gäste hadern später noch mit dem Unparteiischen, weil er zwei Tore aus Abseitspositionen heraus nicht anerkennt.

FC TuRa: Kurpanik – Torka, C. Duman, Gün, Hasan (46. E. Duman), Paracz, Berndt, Türkkan, Krucinski (82. Braun), Freyermuth, Manka

TuS Ascheberg: Kofoth – Vester, Höhne (69. Winkenstern), Schröer, Hölscher (81. Sandhowe), Molina Rodriguez, Sabe, Tombrock (74. De Sousa), Heubrock, Westhues, Füchtling

Tore: 0:1 (54.) Schröer, 1:1 (64.) Türkkan - gu

Bezirksliga (8): SuS Oberaden – SuS Kaiserau 1:5 (1:2). Oberaden bleibt abgeschlagen am Tabellenende, während Kaiserau für die nächste Saison planen kann. Wie die Zukunft aussehen wird, zeigte sich gestern: Vier A-Jugendliche, die vor einer Woche im Achtelfinale um den Westfalenpokal knapp am FC Schalke 04 scheiterten (1:2), standen am Römerberg im Kader der Gelb-Schwarzen.

Wieder einmal kassierte Oberaden ein frühes Gegentor: Bereits nach zwei Minuten traf Pascal Kupfer mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze aus. Auf der Gegenseite verhalf Kaiserau den Gastgebern zum Ausgleich, denn den Flankenball von Pascal Zimnik köpfte Daniel Milcarek ins eigene Netz (12.). Doch die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Einen Freistoß von Niklas Arnold verwertete Marcel Galonska zur erneuten Führung (28.). Fünf Minuten vor der Pause traf Florin Bittner mit einem Freistoß nur die Latte (40.).

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Marcel Duwe nach klasse Vorarbeit mit der Hacke von Pascal Kupfer auf 3:1. Von den Gastgebern kam hingegen nichts im Spiel nach vorne. Eine Viertelstunde vor Schluss traf Marcel Galonska zum 4:1.

Danach schwächten sich die Gastgeber selber. Felix Nowazik rammte seinen Gegenspieler an der Strafraumgrenze als letzter Mann um, während Torwart Kai Senga einen Kaiserauer Spieler mit dem Ball abwarf. Beide sahen für ihre Aktionen die Rote Karte. Niklas Arnold setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt. „Das hatte mit Fussball nicht viel zu tun“, sagte Oberadens Trainer Michael Pannicke.

SuS Oberaden: Senga – Zimnik (74. Kodas), Triller, Orhan (46. Klai), Nowazik, Köhler, C. Tobio-Lemos, Kaz (46. Holtze), Golly, Günes, Yilmaz

Tore: 0:1 (2.) Kupfer, 1:1 (12.) Eigentor Milcarek, 1:2 (28.) Galonska, 1:3 (46.) Duwe, 1:4 (75.) Galonska, 1:5 (85.) Arnold – Bes. Vork.: Rote für Senga (SuS, 80.) nach Tätlichkeit; Rot für Nowazik nach Notbremse (80.) - sep

Bezirksliga (8): FC Overberge – TSC Eintracht Dortmund 0:7 (0:3). FCO-Trainer André Kracker hatte angesichts des jüngsten 9:0-Erfolges der Dortmunder gegen den SC Dorstfeld von einer Wundertüte gesprochen, die seine Mannschaft da erwarte.

Und der Inhalt, den sein Team am Montag zu Gesicht bekam, bereitete ihm eine bitterböse Überraschung. Denn am Ende gab es für den FCO im Duell zweier Tabellennachbarn die höchste Heimniederlage auf dem neuen Kunstrasenplatz, der ja nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

„Das war ein rabenschwarzer Tag für uns. Wir waren genauso schlecht wie der Schiedsrichter“, war Trainer Kracker bedient und durfte noch froh sein, dass sein Team nicht zweistellig verlore hatte. Kracker machte aber auch den Unparteiischen für die Niederlage mitverantwortlich: „Jede strittige Entscheidung hat er gegen uns gepfiffen.“ Bezüglich des Strafstoßes zum 0:2, den Moritz Manka verursacht haben soll, bestätigte sein TSC-Trainerkollege Dennis Horsching aber die Einschätzung, dass der Pfiff unberechtigt gewesen sei.

Der FCO rutscht als Konsequenz daraus auf den 13. und ersten Nichtabstiegsplatz ab – dennoch beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge weiterhin durchaus beruhigende 14 Punkte.

Der Gastgeber geriet dabei früh in Rückstand. Stegemann durfte durch die FCO-Viererkette spazieren und traf zum 0:1 (7.). Moritz Manka und zweimal Jörg Plattfaut vergaben beste Chancen zum Ausgleich. Vor dem Elfmeter zum 0:2 leistete sich Brügmann eine Gegenspieler-Beleidigung – und musste mit Rot vom Platz (28.). Nach dem 0:3 vor der Pause war die Partie entschieden.

In der zweiten Hälfte vergab der Gast eine Vielzahl an Konterchancen und Lukas Mankas Schuss zum 1:3 wurde wegen Abseits nicht gegeben – zu unrecht, wie die Gastgeber meinten. Als Tim Eckelt den Gast mit einem zu kurzen Rückpass zum 0:4 einlud, ließen die Overberger die Köpfe hängen und kassierten drei weitere Treffer.

FCO: Pelka – Aktas, M. Manka, Eckelt, Göke, Brügmann, Rösener (54. Schnura), Göke, L. Manka, Plattfaut, Metin, Morsel (65. Brelian)

Tore: 0:1 (7.) Stegemann, 0:2 (30.) Foulelfmeter Calmekik, 0:3 (41.) Guthardt, 0:4 (70.) C. Köse, 0:5 (84.) Zawatzky, 0:6 (87.), 0:7 (90.) beide Kopperschläger – Bes. Vork.: Rote Karte für Brügmann wegen Beleidigung des Gegenspielers (FCO, 28.) - fraz

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