Halbe Liga zittert um Ligaverbleib – FC TuRa und Oberaden vor direktem Duell

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Aller Einsatz – wie hier von Hakan Kula (Mitte) – half nichts: Der FC rutschte auf einen Abstiegsplatz.

BERGKAMEN -   Im Abstiegskampf wird die Situation für das Bergkamener Duo FC TuRa und SuS Oberaden immer bedrohlicher. Der SV Langschede greift nach dem 1:0 gegen den FC TuRa wieder ins Aufstiegsrennen ein.

Im Kreisderby bekleckerten sich die Fröndenberger am Wochenende zwar alles andere als mit Ruhm, aber man schaffte eben das, was die Konkurrenz nicht zustande brachte – einen Sieg.

Bergkamener Derby im Keller ab 17 Uhr

Während beim SVL nach dem Sieg die Freude überwiegt, sieht es für den FC TuRa nach der Pleite an der Ruhrbrücke zappenduster aus. Da Kontrahent Alemannia Scharnhorst (36 Zähler) gegen Kaiserau mit 1:0 gewann, zogen die Dortmunder vorbei an der Truppe von Coach Andreas Bolst, die nun mit 35 Punkten auf dem ersten von vier Abstiegsrängen liegt.

„Eigentlich hat die Mannschaft gar nicht schlecht gespielt. Es war Leben drin, wir haben taktisch gut gestanden und auch über weite Strecken dagegen gehalten“, sagte der TuRa-Coach. Was fehlte, waren letztlich die Punkte. Zu allem Überfluss haben die Bergkamener auch bereits 30 Partien absolviert und dürfen somit nur noch zweimal ran. Nächster Gegner ist ausgerechnet der SuS Oberaden, der ebenfalls 35 Punkte aufweist und am vergangenen Spieltag in der 17er-Liga spielfrei hatte und zum Abschluss Titelanwärter Werner SC.

Der von Bernd Schawohl trainierte SuS Oberaden geht also ausgeruht in die Begegnung am Bergkamener Nordberg, die erst um 17 Uhr angepfiffen wird. „Das ist für uns Überlebenskampf pur. Da reicht definitiv kein Punkt, da müssen wir siegen“, fordert Bolst einen Dreier.

Der einstige Aufstiegsfavorit VfL Kamen ist mit 36 Zählern ebenfalls noch mittendrin im Abstiegskampf. Dabei zeigte die personell gebeutelten Kamener beim Gastspiel in Senden nach 0:3-Rückstand eine tolle Moral, was fehlte war aber erneut ein zählbarer Erfolg. Die zwei Treffer von Kapitän Samir Zulfic waren lediglich noch Ergebniskosmetik. Dreimal müssen die VfLer in der Saison noch ran, gegen Scharnhorst und die ebenfalls noch nicht gerettete TSC Eintracht aus Dortmund (38 Punkte) darf man dabei im Jahnstadion kicken. Zwischendrin liegt ein Auswärtsspiel beim FC Overberge. „Wir arbeiten weiter daran, die nötigen Punkte noch einzufahren. Ich bin optimistisch, da wir in jedem der letzten Spiele gleichwertig waren“, gibt Franke die Hoffnung nicht auf.

Während somit insgesamt neun Teams involviert sind im Abstiegskampf, steht der FC Overberge lange jenseits von Gut und Böse. Bestes Bergkamener Team ist die Mannschaft von Daniel Frieg schon und auch Platz fünf ist nur zwei Punkte entfernt. „Ein Ziel, was wir noch erreichen wollen“, erklärte der Trainer die Saison auch nach dem 2:2 gegen Absteiger Königsborn noch nicht für beendet. „Wir dürfen die Partien allerdings nicht so herschenken wie zuletzt, zumal es bei den letzten drei Spielen in Kaiserau, gegen Kamen und in Wethmar für den Gegner jeweils um einiges geht.“

Erfreulich, dass beim FCOpersonell wieder Alternativen zur Verfügung stehen. So wurden gegen den KSV bereits Matthias Osmanski, Sebastian Golly und Dustin Berndt eingewechselt, die zuvor lange verletzt waren. Negativer Höhepunkt war aber die neuerliche Ampelkarte für Oscar Tobio Lemos, die sich der Mittelfeldakteur zudem wegen zweimaligen Meckerns einhandelte. - db

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