Werner SC siegt glücklich bei TuRa, Ascheberg holt Remis

Der WSC siegte beim FC tuRa

BERGKAMEN - Der Werner SC hat das Nachbarschaftsderby in der Bezirksliga (8) beim FC TuRa Bergkamen mit 1:0 (0:0) gewonnen. Der TuS Ascheberg kam in Scharnhorst zu einem 2:2-Remis.

Bezirksliga 8: FC TuRa Bergkamen – Werner SC 0:1 (0:0). Das Tor des Tages erzielt Marc Schwerbrock in der 88. Minute mit einem Elfmeter nach Foul von Ünal Mert an Kai Wintjes.

Der Werner Sieg ist sehr, sehr glücklich, denn in der gesamten Spielzeit hat der WSC sich keine Torchance erspielt.

Spielertrainer Kurtulus Öztürk geht die Partie betont defensiv an. Er selbst bildet mit Leon Heese die neue Innenverteidigung, vorne fällt neben Janis Leenders auch noch Daniel Durkalic mit Knieproblemen aus. Der verlust der beiden besten Torschützen wirkt sich auf das gesamte Spiel aus. So stehen die Werner ziemlich tief – alleine schon deshalb, um TuRa-Torjäger Engin Duman wenig Räume zu geben.

Immerhin kommen die Gastgeber zu zwei richtig guten Gelegenheiten. Zunächst köpft Ayyildiz nach Flanke von Grass am langen Pfosten vorbei (26.), Dann steht Duman nach einem Stockfehler von Wintjes frei, doch wehrt Öztürk den Schuss gerade noch zur Ecke ab (32.).

Keine 30 Sekunden nach em Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit Schock für den WSC: Kapitän Joel Simon knickt um, muss mit Verdacht auf eine schwere Bänderverletzung im Knöchel ins Krankenhaus. Das kostet zunächst Stabilität, und als Duman aus der Drehung den Pfosten trifft (61.) und vier Minuten später erst Öztürk überläuft, dann aus spitzem Winkel das Tor nicht trifft, ist die Führung für die Gastgeber eigentlich überfällig.

Doch die Werner gewinnen ihre Sicherheit zurück, während der FC TuRa im Spiel nach vorne zunehmend unpräziser wird. Als Eisenbach drei Minuten vor dem Ende den Ball im Mittelfeld gewinnt und Wintjes auf rechts in Szene setzt, zieht dieser mit vollem Tempo in den Strafraum, wo ihn Ünal Mert übermotiviert von den Beinen holt. Schiri Tolanboga (Hagen) zögert nicht mit dem Pfiff, Marc Schwerbrock verwandelt wenig später vom Schützen aus gesehen unten rechts zum 0:1.

Keine 60 Sekunden später steht Wintjes erneut im Blickpunkt: Nach einem Eckball köpft Thannheiser auf das eigene Tor, Wernes Sechser rettet auf der Linie für Gebhardt. Wichtiges Detail dazu: Wintjes soll eigentlich schon längst auf der Bank sitzen weil er kurz vor der Gelb-Roten Karte steht und der Unparteiische ihn bereits ein letztes Mal ermahnt hat. Öztürk zögert die Auswechslung aber Minute um Minute hinaus.

Bitter für TuRa: Es ist das vierte Mal in dieser Hinrunde, dass die Mannschaft von Andreas Bolst mit 0:1 verliert – davon das dritte Mal nach Scharnhorst und Overberge durch ein Elfmetertor. Die Bergkamener rutschen dadurch auf Platz acht ab. Der WSC hat nicht das erste Mal den „Last-Minute-Dusel“ und klettert deshalb auf den dritten Rang.

TuRa Bergkamen: Treppe – Braun, Mert, Ayyildiz, M. Freyermuth, C. Duman (90.+2 Ehlenberger), Grass, E. Duman, Krucinski, Penkalla (78. Hiltawski), Madanoglu

WSC: Gebhardt – Thannheiser, Schwerbrock, Telgmann (46. Eisenbach), Kozlik, Öztürk, Schnee, Heesse (90.+2 Bartsch), Simon (52. Saka), Seifert

Tor: 0:1 (88.) Foulelfmeter Schwerbrock

Alemannia Scharnhorst – TuS Ascheberg 2:2 (1:0). Der Punktgewinn beim Tabellensechsten war für den TuS Ascheberg am Ende leistungsgerecht.

„Wir haben uns in der ersten Hälfte schwer getan, sind nicht ins Spiel gekommen, nicht in die Zweikämpfe“, erklärte Trainer Holger Möllers die ersten 45 Minuten. Zur Pause lag Scharnhorst demtsprechend durch einen Treffer von Sylla (12.) vorne. Aschebergs einzige Möglichkeit hatte Bultmann in der achten Minute an die Latte gesetzt.

„Nach dem Wechsel haben wir dann mehr Leidenschaft gezeigt“, war Möllers mit dem Auftritt nach der Pause zufrieden. In der 56. Minute setzte Drees eine Flanke von de Sousa per kopf ins Netz. Kurz darauf der nächste Kopfballtreffer: Westhues verwertete Bultmanns Freistoß-Flanke zum 1:2. Scharnhorst zeigte in der Folgezeit Moral und drängte auf den Ausgleichstreffer. In der 82. Minute brachte Benedikt Vester seinen Gegenspieler zu Fall. Kapitän Yusuf Öztekin traf anschließend vom Punkt zum Endstand.

TuS: Kofoth – Vester, Drees (70. Hölscher/85. Schöpe), Falke (35. Heubrock), Schröer, Bultmann, Sabe, Winkenstern, Westhues, Füchtling, de Sousa

Tore: 1.0 (12.) Sylla, 1:1 (56.) Drees, 1:2 (67.) Westhues, 2:2 (82.) Foulelfmeter Öztekin

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