Gumprich geht zum FC TuRa Bergkamen

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Kurt Gumprich (links) wechselt als Trainer zum FC TuRa, Rainer Littau bleibt beim Werner SC als Trainer.

Bergkamen -  Der akut abstiegsbedrohte Bezirksligist FC TuRa Bergkamen hat am Montagabend seinen neuen Trainer vorgestellt.

Kurt Gumprich übernimmt ab dem 12. Januar mit dem Trainingsauftakt die Aufgabe bei seinem neuen Verein. Am Sonntag hatte sich der 59-Jährige von seiner bisherigen Mannschaft, dem A-Kreisligisten Werner SC II, verabschiedet.

Die Zusammenarbeit ist auf 18 Monate angelegt und somit nicht als klassischer Einsatz eines „Feuerwehrmannes“ zu sehen – und damit auch unabhängig davon, ob TuRa die Klasse hält oder in die Kreisliga A absteigen wird.

„Mich reizt an der Aufgabe, bei einem Bezirksligisten zu trainieren und dort gegebenenfalls die tabellarische Schieflage zu korrigieren. Und zudem kann ich mit dem Fahrrad zum Sportplatz fahren“, begründet der in Overberge wohnende Gumprich seine Entscheidung.

Klassenerhalt ist das Ziel beim Schlusslicht

Der Vorsitzende des FC TuRa, Horst-Günter Siegmund, hatte zusammen mit seinen Vorstandskollegen überlegt, wer als Nachfolger für den am Sonntag vor einer Woche nach dem 0:0 in Kamen entlassenen Sascha Siegner in Frage kommt.

„Da sind wir dann irgendwann auf Kurt Gumprich gekommen. Wir haben vorgefühlt, ob er zur Rückrunde aus seinem Vertrag beim Werner SC heraus kommt“, beschreibt Siegmund die Entscheidungsfindung, und freut sich über seine Neuverpflichtung: „Kurt kennt sich auf den heimischen Plätzen aus und wird mit seinem Netzwerk versuchen, einige Spieler zu uns zu holen.“

Denn den Klassenerhalt – so unrealistisch der auch aktuell sein mag – haben die Kicker vom Nordberg auch angesichts von elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bei noch 13 ausstehenden Spielen nicht abgeschrieben. „Solange wie es rechnerisch möglich ist, werden wir nichts unversucht lassen. Aber wir wissen auch, dass das sehr schwer wird“, sagt Siegmund weiter.

Erkan Gökce bleibt Co-Trainer

Für Gumprich ist auch wichtig, dass er selber das Sagen hat. Denn auch wenn die Zusammenarbeit beim Werner SC mit Kurtulus Öztürk als Trainer der Bezirksliga-Mannschaft weitgehend sehr gut verlaufen sei: „Nun kann ich selber entscheiden, wer spielt.“

An seiner Seite beim FC TuRa wird weiter als „Co-Trainer“ Erkan Gökce fungieren, der diese Rolle bereits unter Siegner und davor unter Andreas Bolst und Marko Barwig loyal ausfüllte. Gökce betreute die TuRaner am vergangenen Sonntag bei der 1:6-Niederlage in Senden. Er wird die Mannschaft auch beim Warsteiner Masters in der eigenen Friedrichsberghalle am 9. und 10. Januar betreuen.

Gumprich wollte erst einmal abwarten, wie die Reaktion der Mannschaft ausfällt und wie groß der Kader für die Rückrunde bleibt. Sein neuer Boss Siegmund erklärte, dass die mit Sascha Siegner nach Bergkamen gekommenen Timo Lippmann und Wilhelm Schlej die Saison bei den Rot-Weißen beenden wollen.

Für Gumprich ist der FC TuRa auch ein bisschen eine Herzensangelegenheit. Denn es soll für den Vorruheständler die letzte Trainerstation werden bei dem Verein, für den er von seinem 21. bis 26. Lebensjahr selber kickte.

Frühere Stationen des neuen TuRa-Coaches waren zweimal BR Billmerich, VfK Weddinghofen, SV Stockum und der SC Capelle.

Wichtig ist für Gumprich auch, dass er bei seinem bisherigen Verein WSC II für seinen Nachfolger „ein bestelltes Feld“ hinterlässt. „Der Klassenerhalt mit 19 Punkten ist gesichert“, sagt Gumprich, „der Vorbereitungsplan steht. Der Neue braucht also nur anzufangen.“

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