Abstiegskampf für TuRa und Oberaden immer spannender

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Und schon wieder: Engin Duman, Stürmer des abstiegsbedrohten Bezirksligisten FC TuRa Bergkamen sah in der Schlussphase im Spiel gegen Union Lüdinghausen die Ampelkarte durch Schiedsrichter Tim Zahnhausen und fehlt damit am Ostermontag beim VfL Senden. „Er muss endlich mal erkennen, dass er mit seiner Spielweise der Mannschaft und dem Verein schadet“, kritisierte Trainer Andreas Bolst seinen Stürmer.

BERGKAMEN - Im Abstiegskampf der Bezirksliga 8 zittern der SuS Oberaden und der FC TuRa Bergkamen mächtig weiter – auch wenn ihnen am vergangenen Wochenende Teilerfolge gelungen waren.

Deutlich besser als noch vor Wochen sieht die Situation hingegen für den SuS Oberaden aus. Seit drei Pflichtspielen hat die Truppe von Trainer Bernd Schawohl nicht mehr verloren und fuhr am Sonntag gegen Senden beim 2:2 einen weiteren Zähler ein.

Ein Punktgewinn der mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet werden kann. Positiv ist in jedem Fall die Tatsache, dass der SuS mit nunmehr 28 Punkten schon Zwölfter ist. Negativer Aspekt zum einen, dass der SuS zwischenzeitlich sogar mit 2:0 in Führung gelegen hatte. Zudem zog sich Jonas Hülsmann eine schwere Verletzung zu und muss nun wohl längere Zeit pausieren.

Trainer Bolst kritisiert Engin Duman

Personell arg gebeutelt ist auch der FC Tura Bergkamen, der den Klassenverbleib mit 31 Punkten ebenfalls noch lange nicht in trockenen Tüchern hat. Beim 2:2 gegen das Kellerkind aus Lüdinghausenfuhr das Team von Trainer Andreas Bolst aber zumindest einen Zähler ein. Nach einer frühen 2:0-Führung war aber auch das eigentlich zu wenig. „In der ersten Halbzeit hat Lüdinghausen nicht den Hauch einer Chance gehabt. Um so bitterer, dass es am Ende unentschieden ausgeht“, weiß auch der Trainer. Zudem erwies Engin Duman seinen Kameraden einen Bärendienst, als er sich in der 75. Minute die Ampelkarte einhandelte. Damit fehlt TuRas bester Angreifer am Ostermontag beim richtungsweisenden Spiel in Senden. „Er muss endlich mal erkennen, dass er mit seiner Spielweise der Mannschaft und dem Verein schadet“, kritisierte Trainer Andreas Bolst seinen Stürmer.

Die dritte heimische Mannschaft, die trotz eines 2:0-Vorsprungs nicht zu einem Erfolg kam, war der FC Overberge. Ein Doppelpack von Chris Brügmann hatte dem Aufsteiger beim TSC Eintracht Dortmund eigentlich früh den Weg in die richtige Richtung geebnet. Dass es am Ende dennoch nichts wurde mit einem Dreier, lag einmal mehr an der hohen Eigenfehlerquote der Gäste. „Vor beiden Toren schießen wir die entscheidenden Böcke und laden den Gegner quasi zum Toreschießen ein“, befand Trainer Daniel Frieg, der sich mit seinem Team im gesicherten Mittelfeld befindet.

Beim VfL Kamen platzte am Dienstagabend die Bombe, als Spielertrainer Ahmet Kahya von seinem Amt zurücktrat. „Das Vertrauensverhältnis zum Vorstand ist nachhaltig gestört“, so der Coach. Bereits in den vergangenen Wochen rumorte es heftig hinter den Kulissen im Jahnstadion.

Seit Januar wartet die Mannschaft auf zugesagte Prämien. Für den bisherigen Spielertrainer ist das Thema VfL Kamen nun endgültig abgehakt, wie der Rest seiner Truppe auf die neue Faktenlage reagiert ist indes unklar.

Ob und wieviele Spieler des eh schon dünnen Aufgebotes am Ostermontag zur Auswärtspartie ausgerechnet beim Tabellenführer SC Husen-Kurl antreten, steht noch in den Sternen. - db

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