Umbaumaßnahmen gefragt bei den Bergkamener Bezirksligisten

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Matthias Freyermuth (rechts) erlitt eine schwere Kopfverletzung, konnte das Krankenhaus aber wieder verlassen.

BERGKAMEN - Großer Jubel herrschte am Sonntag nach Spielschluss beim SuS Kaiserau vor. Die Hausherren hatten mit dem 3:1-Erfolg im SuS-Derby und Kellerduell der Bezirksliga 8 gegen Oberaden am 5. Spieltag den heiß ersehnten ersten Dreier der Saison eingefahren.

„Diesmal haben wir wirklich nicht gut gespielt, aber dafür gewonnen“, nahm es SuS-Coach Alex Berger mit dem nötigen Humor. Vier Punkte haben die Kaiserauer nun auf der Habenseite, stehen damit aber immer noch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Abstiegsrängen. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz hält sich das Team gerade noch vor der Alemannia aus Scharnhorst „über dem Strich“. Beim Auswärtsspiel in Kemminghausen am Sonntag gilt es also nachzulegen.

Beim Gegner SuS Oberaden machte Trainer Bernd Schawohl einmal mehr die Chancenverwertung als Manko aus. „Schon ganz früh in der Partie können wir in Führung gehen. Leider treffen wir wieder nicht und geraten wenig später in Rückstand“, erklärt der Übungsleiter.

Allerdings weiß Schawohl genau, was es nun zu tun gilt: „Es war uns klar, dass wir bei dem Anfangsprogramm unten reinrutschen können. Nun ist es so gekommen und es wird nun unter der Woche wieder die Hauptaufgabe sein, die Mannschaft aufzurichten.“ Bis zum kommenden Sonntag muss der Coach seine Jungs wieder auf Vordermann haben, dann stellt sich mit dem SC Dorstfeld eine Mannschaft am Römerberg vor, die derzeit auf Rang neun der Tabelle beheimatet ist und den eigenen Ansprüchen weit hinterherläuft.

Alles andere als zufrieden mit dem Ergebnis war auch Trainer Andreas Bolst von TuRa Bergkamen. Zwar holte sein Team beim 0:0 in Ascheberg einen Punkt, war dabei aber über 90 Minuten das klar bessere Team. Pechvogel des Tages im Münsterland war Matthias Freyermuth. Zunächst hätte der Offensiv-Mann die TuRaner bei vier Großchancen spielentscheidend in Führung bringen können, danach ging er mit einer Platzwunde vorzeitig K.o. „Das könnte noch bitter für uns werden, denn da droht ein längerfristiger Ausfall“, orakelte Bolst. Immerhin ist der Kapitän bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Auch Thomas Penkalla musste mit einer Sprunggelenksverletzung vorzeitig runter, Matthäus Paracz beleidigte in der Nachspielzeit einen Zuschauer und sah dafür die Rote Karte. Damit drohen dem FC TuRa vor der sonntäglichen Partie gegen Eving-Lindenhorst gleich mehrere Umbauarbeiten im Team.

Nicht in vollzähliger Belegschaft zu Ende spielte auch der FC Overberge bei Eintracht Dortmund. Dennis Morch sah in der 78. Minute die Ampelkarte und muss nun im nächsten Heimspiel gegen Alemannia Scharnhorst pausieren. Den Feldverweis ließ Trainer Daniel Frieg aber nicht als Grund für die 1:3-Niederlage gelten. „Wir haben schlichtweg die ersten 20 Minuten komplett verpennt“, haderte der Trainer.

Die TSC Eintracht nutze das mit zwei Treffern konsequent aus und brachte am Ende diesen Vorsprung über die Zeit. Zwar war Overberge in der Folge mächtig am Drücker.

Zudem mussten auch noch Marco Wahle und Tolga Akbulut vorzeitig verletzt vom Feld, so dass von dieser Seite weitere Ungemach drohen könnte. - db

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