Neue Besen kehren gut bei den Bergkamener Bezirksligisten

Oberadens Winter-Neuzugang Sebastian Golly (vorne, hier noch im Dress des FC Overberge) traf am Sonntag gleich im ersten Spiel beim 3:1 gegen den TuS Eving-Lindenhorst. - Foto (A): Wagner

BERGKAMEN - Neue Besen kehren gut – unter diesem Motto hakten zumindest zwei der drei Bergkamener Bezirksligisten das erste Meisterschaftswochenende ab.

Oberaden siegte im Kellerduell mit Neu-Coach Michael Pannicke 3:1 in Eving, der FC TuRa holte mit dem neuen Gespann Erkan Gökce und Tobias Jahncke einen Punkt in Senden (2:2). Lediglich der FC Overberge verlor beim Debüt von Andre Kracker. Der Gegner war mit dem Tabellenzweiten Werner SC aber alles andere als Kanonenfutter.

Oberaden sendet Lebenszeichen

Beim Tabellenschlusslicht SuS Oberaden übernahm Pannicke gemeinsam mit seinem Co-Trainer Ingo Silberbach und sorgte gleich im ersten Pflichtspiel für ungewohnte Glücksgefühle. 3:1 gewann das bis dato abgeschlagene Schlusslicht und rückte mit sieben Zählern nun bis auf drei Punkte an den Gegner TuS Eving-Lindenhorst heran. Die Alemannia aus Scharnhorst ist ebenfalls nur noch drei Punkte entfernt. „Das war natürlich ein toller Start für uns, mehr aber auch nicht“, warnte Pannicke: „Wir sind jetzt nicht so vermessen und blasen zum großen Angriff. Wir wissen den Erfolg einzuschätzen und sind uns unserer prekären Lage durchaus bewusst.“

Den Schock des überraschenden Rücktritts von Coach Andreas Bolst hat Nachbar TuRa Bergkamen offenbar gut verdaut. „Natürlich war am Dienstag nach Bekanntgabe der Entscheidung die Stimmung entsprechend schlecht. Aber seit Donnerstag galt der Fokus dem Spiel in Senden“, fasste Neu-Trainer Gökce die Gefühlslage der Nordberg-Kicker zusammen. In Senden boten die Rot-Weißen dem mit einem höherklassigen Akteur „aufgemotzten“ Kader (Rico Schmider) durchweg Paroli. Nach der Pausenführung durch Emre Gül gerieten die TuRaner in Rückstand, zeigten darauf aber die richtige Reaktion. „Die Truppe hat sich nicht aufgegeben und mit viel Kampfkraft noch das 2:2 geschafft“, freute sich Gökce. Mit dabei war unter anderem auch Alex Braun, der ursprünglich kürzer treten wollte. Und auch der frühere Kapitän Matthias Freyermuth, der eigentlich aus beruflichen Gründen nach Bielefeld gezogen ist und deshalb eigentlich aufgehört hat, machte am Sonntag mit. „Matthias hat sich bereit erklärt, bei Bedarf auszuhelfen“, erklärte Tobias Jahncke, der zusammen mit Gökce das TuRa-Team trainiert.

Ampelkarte wirft den FCO aus der Bahn

Noch nicht von Erfolg gekrönt war hingegen das Auftreten des dritten Bergkamener Klubs. Gegen den Werner SC musste sich der FC Overberge beim Debüt von Andre Kracker mit 0:3 geschlagen geben. Das Ergebnis sagte aber nicht viel über den Spielverlauf aus und fiel nach Meinung des Coaches auch deutlich zu hoch aus. „Wir haben das gegen den Tabellenzweiten ganz anständig hinbekommen und nicht viel zugelassen. Leider hat uns die Ampelkarte von Marco Wahle aus der Bahn geworfen.“

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Partie mit einem Spielstand von 0:1 ausgeglichen. Der Werner SC zeigte einmal mehr seinen absoluten Killerinstinkt und machte mit einer optimalen Torausbeute den letztlich deutlichen Dreier klar. - db

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