FC TuRa und SuS Oberaden verpassen Befreiungsschlag

Angreifer Samet Ayyildiz gab am Sonntag sein Comeback beim FC TuRa. - Foto: Hillebrand

BERGKAMEN -   Nach der Niederlage im Derby gegen den FC Overberge muss der SuS Oberaden wieder mehr um den Ligaerhalt zittern, gleiches gilt für den FC TuRa Bergkamen, der nicht über ein enttäuschendes 2:2 gegen Alemannia Scharnhorst als schlechteste Rückrunden-Mannschaft hinaus kam.

Beendet ist die Erfolgsserie des SuS Oberaden. Vier Partien hatten die „Grün-Weißen“ zuvor nicht verloren und dabei zehn Zähler eingesammelt. Ausgerechnet im Derby gegen den FC Overberge setzte es für die Mannschaft von Bernd Schawohl eine deutlich 2:4-Klatsche.

„Das kommt dabei heraus, wenn man eigentlich gar nicht auf dem Platz steht. Kein Zweikampfverhalten, keine Leistungsbereitschaft, kein Willen“, ging der Coach mit seinen Spielern sehr hart ins Gericht. Durch die Pleite fiel der SuS mit 31 Punkten auf den 13. Tabellenrang zurück. Noch kein „Unglücksplatz“, denn das wäre immer noch der erste Rang, der zum Verbleib in der Liga berechtigen würde. Allerdings ist die ÖSG Viktoria Dortmund dem SuS arg auf die Pelle gerückt, und hat lediglich noch drei Punkte Rückstand.

So gut wie sicher auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga dabei ist dagegen der FC Overberge. Durch den Derbysieg in Oberaden weist die Truppe von Trainer Daniel Frieg mittlerweile 41 Punkte auf und kann damit nur noch theoretisch auf einen Abstiegsplatz rutschen. „Einen Sieg bräuchten wir noch, um ganz sicher zu gehen. Wenn wir aber so gut auftreten, wie in den ersten 60 Minuten im Derby, dann werden wir den auch noch einfahren.“

Am Sonntagabend steigt nächstes Derby

In der Tat zeigte sich der FCO am Römerberg in starker Form und hatte zwischenzeitlich sogar mit 4:0 in Führung gelegen. Mit einer ähnlich guten Leistung könnte es schon am kommenden Wochenende daheim ab 18 Uhr im nächsten Nachbarschaftsduell gegen den in diesem Jahr weiter sieglosen FC TuRa Bergkamen zum endgültigen Klassenverbleib reichen.

Die Mannschaft von Andreas Bolst hat den Klassenerhalt dagegen noch lange nicht gesichert und liegt mit 32 Punkten als Zwölfter zwischen Oberaden (31) und Kaiserau (33). In der sonntäglichen Partie gegen den direkten Kontrahenten Alemannia Scharnhorst (27) hätte eigentlich der erste Sieg der Rückrunde eingefahren werden sollen.

Klappte nicht ganz, aber dennoch präsentierte sich TuRa zumindest von seiner kämpferischen Seite. Zweimal holten die Bergkamener einen Rückstand auf, beide Male zeichnete Torjäger Engin Duman für die Treffer verantwortlich. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen und endlich das gezeigt, was man im Kampf um den Ligaerhalt bringen muss“, erkannte auch Trainer Andreas Bolst.

Dennoch war über 90 Minuten eine große Verunsicherung zu spüren, kaum ein Pass kam an und in der Abwehr hatten Cengiz Duman und Lukas Fluder so große Probleme mit ihren Gegenspielern, dass sie zur Pause ausgewechselt wurden.

Dabei hätte es fast sogar zum Sieg gereicht, doch schaffte es Samet Ayyildiz nicht, drei Minuten vor Schluss die Hereingabe von Engin Duman an seinem Gegenspieler vorbei aus drei Metern über die Linie zu drücken. Ayyildiz gab dabei in der zweiten Hälfte sein Comeback nach langer Verletzungspause und gibt Trainer Andreas Bolst mehr Möglichkeiten im Offensivspiel, dass ansonsten ausschließlich auf Top-Torjäger Engin Duman ausgerichtet ist.

In eben jenen Abstiegskampf könnte auch noch der VfL Kamen abrutschen. 36 Punkte hat der VfL auf dem Konto, acht Punkte Vorsprung sind es damit zurzeit noch auf den sonntäglichen Gegner, der aber auch bereits ein Spiel mehr ausgetragen hat. „Ich mache mich noch nicht verrückt. Einen Sieg sollten wir noch landen, dann sind wir wohl endgültig durch. Das packen wir“, rechnete Übergangs-ÜbungsleiterFranke vor. - db

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