Dunkle Wolken in Overberge – TuRaner sauer auf Schiri

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Overberges Dennis Tost ist die Enttäuschung kurz nach dem 0:4-Gegentreffer deutlich anzusehen.

BERGKAMEN -   Nach dem 11. Spieltag der Bezirksliga 8 brauen sich über den FC Overberge immer dunklere Wolken zusammen. Prekär wird es vor dem Derby am Sonntag ab 17 Uhr bei TuRa Bergkamen auch für den SuS Oberaden.

Der SuS Kaiserau war einer der großen Gewinner der abgelaufenen Spielrunde in der Staffel 8. Im Derby gegen den FC Overberge ballerte sich die Truppe von Alex Berger beim 4:0 nicht nur den angestauten Frust von der Seele, sondern nahm mit acht Zählern gleichzeitig auch wieder Witterung zum unteren Mittelfeld der Tabelle auf.

Fast schon Ratlosigkeit herrschte hingegen beim Gegner FC Overberge vor. Die Truppe von Daniel Frieg war völlig von der Rolle und zeigte sich in desolater Verfassung. „So darf man sich nicht präsentieren. Wir haben so viel individuelle Klasse in unserem Kader und bringen es als Mannschaft nicht zusammen“, hatte Frieg den entscheidenden Grund der Niederlage schnell ausgemacht. „Wir werden unter der Woche einige Entscheidungen treffen. So darf es nicht weitergehen“, kündigte der Übungsleiter markante Veränderungen an. Die dürften auch in Sachen Saisonziel angebracht sein, denn mit weiterhin 13 Zählern hat der FCO fünf Punkte Vorsprung auf den SuS Kaiserau auf dem ersten Abstiegsrang.

Die gleiche Punktzahl wie der FCO weist auf Rang zwölf des Rankings der FC TuRa Bergkamen auf. Die Truppe von Andreas Bolst musste sich beim FC Nordkirchen mit einem 3:3 zufrieden geben. Hätte im Vorfeld wohl jeder Verantwortliche am Nordberg auch ohne großes Murren getan, gilt der FCN doch als ein Spitzenteam der Liga. Nach dem Spiel hatte sich viel Wut angestaut. „Ich habe schon viele Spiele und auch viele Schiedsrichter gesehen in meinem Leben. Das aber, was der Unparteiische am Sonntag auf das Feld gebracht hat, gehörte mit zum Schlechtesten“, fand Vorsitzender Horst-Günter Siegmund deutliche Worte. Vor allem die Ampelkarte für Matthäus Paracz, die ihn nun die Teilnahme im Derby gegen Oberaden kostet, erhitzte die Gemüter. „Der Schiri hat ihn in der 86. Minute aufgefordert beim Einwurf nach vorne zu gehen. Hat er gemacht und brav nachgefragt, ob das nun korrekt sei. Daraufhin gab der Schiri dann die Ampelkarte“, echauffierte sich der oberste TuRaner.

Erneut viel Lob, aber wieder keine Punkte erntete der SuS Oberaden nach dem 0:2 gegen den Werner SC. Die Truppe von Bernd Schawohl bot dem souveränen Tabellenführer am Römerberg zwar lange Zeit Paroli, stand am Ende aber erneut mit leeren Händen da. Vier Punkte zieren somit weiterhin das Oberadener Punktekonto, Eving-Lindenhorst auf dem ersten Nichtabstiegsplatz hat neun Zähler vorzuweisen.

Nun steht für den SuS nun das Stadtderby beim FC TuRa an, anhand der Konstellation ist hier das Verlieren bereits verboten. „Die Mannschaft hat sich nach dem 1:8 gegen Hannibal wieder gefangen und lange Zeit mitgehalten“, sah SuS-Trainer Bernd Schwaohl positive Ansätze, wobei speziell die „Alten“ wie der 42-jährige Abwehrchef Lars Kirschberg und der 35-jährige Orhan Özkan neben dem CO-Trainer Michael Steinhofer überzeugten. Einen Bärendienst erwies seinem Team allerdings Andreas Triller, der im ersten Spiel nach seiner Sperre wieder vom Platz flog für ein unnötiges Foul an der Mittellinie. - db

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