Bergkamener Derby ist richtungsweisend

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Bernd Schawohl

BERGKAMEN - Das nächste Bergkamener Derby steht in der Bezirksliga (8) vor der Tür: Am Sonntag (17 Uhr, Nordberg) empfängt der FC TuRa den SuS Oberaden. Auch der FC Overberge steht vor der Partie gegen den Sc Dorstfeld unter Druck.

Bezirksliga 8: FC TuRa Bergkamen – SuS Oberaden. Für beide Mannschaften ist es ein Spiel mit großer Bedeutung. Schon in der vergangenen Saison schafften beide nur mit Mühe den Klassenerhalt.

Die Gastgeber erhoffen sich mit der späteren Anstoßzeit einige Zuschauer mehr als zum Standardtermin um 14.30 Uhr.

Für SuS-Trainer Bernd Schawohl ist es sogar eine Rückkehr in die Vergangenheit, neun Jahre war der jetzige Oberaden-Trainer als Übungsleiter beim Nachbarn beschäftigt. „Ich freue mich immer, die Leute wiederzusehen. Wir haben immer noch Kontakt. Am Sonntag aber wird die Freundschaft für 90 Minuten ruhen, wenn ich versuchen werde mit meiner Mannschaft einen wichtigen Sieg einzufahren“, sagt Schawohl.

Sein Trainerkollege Andreas Bolst sieht die Begegnung als richtungsweisendes Spiel für beide Seiten an. Denn während Oberaden mit vier Punkten das Schlusslicht ist, möchte TuRa den Anschluss an das Mittelfeld schaffen. Im Moment rangiert die Mannschaft auf Platz zwölf mit 13 Punkten. „Mit einem Sieg können wir einen Riesenschritt machen und uns von der Abstiegsregion lösen. Für Oberaden ist das Derby eine der letzten Chancen, den Anschluss zu schaffen“, erklärt Andreas Bolst.

Gegen den Spitzenreiter aus Werne hielt Oberaden gut mit, machte aber im entscheidenden Moment Fehler, die der WSC gnadenlos ausgenutzt hat. „Wir bestrafen uns immer selber, zudem sind die Tore zu einem ungünstigen Zeitpunkt gefallen. Wir müssen eine gute Leistung endlich einmal mit einem Sieg belohnen“ sagt Schawohl, dessen Team gegen den Sport Club aber die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt hat,

Bei den Gastgebern fehlt Matheusz Paracz nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Kapitän Matthias Freyermuth ist wieder nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub ein Kandidat für die Startelf. Bei Oberaden fehlt Andreas Triller nach seinem erneuten Platzverweis, ansonsten hat Schawohl den gleichen Kader wie gegen Werne zur Verfügung.

Die Gastgeber holten zuletzt ein beachtliches 3:3 in Nordkirchen. Oberaden kassierte eine 0:2-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Werner SC.

FC Overberge – SC Dorstfeld. Beim FCO läuft es längst nicht wie erwartet. Nur fünf Punkte trennen die Rot-Weißen von den Abstiegsplätzen. Da ist ein Erfolg über Dorstfeld fast schon Pflicht. Doch die vielen Verletzten und die nur für 30 Minuten überzeugende Vorstellung bei der Pleite in Kaiserau machen wenig Hoffnung. Überhaupt hat Daniel Frieg festgestellt, dass seine Mannschaft bisher keinen Rückstand aufgeholt oder in einen Sieg umgewandelt hat. „Auch eine Frage von Moral“, sagt der FCO-Trainer, der nach dem Kaiserau-Spiel Konsequenzen angedroht hatte – nur: mit welchem Personal?

Dorstfeld und dessen Trainer Volker Rieske kennt Frieg seit vielen Jahren. „Eine bärenstarke Truppe“, sagt er über den Tabellenvierten, der gerne offensiv spielt und darüber ebenso gerne seine Abwehrarbeit vergisst. 32 Tore haben Andreas Berning und Kollegen geschossen, aber auch 26 kassiert. Letzterer ist der Wert eines Abstiegskandidaten. „Vielleicht kommt uns so ein Gegner gerade gelegen“, sagt Daniel Frieg.

Lukas Manka, Oscar Tobio-Lemos, Tolga Akbulut, Norbert Kaczmarek, und Mateusz Janusz führen die Liste der Ausfälle an. Fraglich ist für Sonntag auch der Einsatz von Marco Wahle und Ahmet Aktas.

Der FCO gewann das letzte Heimspiel mit 2:1 gegen Langschede, verlor zuletzt 0:4 beim SuS Kaiserau. Dorstfeld siegte zuletzt auswärts mit 4:1 bei TuRa Bergkamen und daheim mit 2:1 gegen Senden.

Anstoß: Sonntag, 14.30 Uhr, Hansastraße - gu

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