Ernüchternde Bilanz für Bergkamener Bezirksligisten

Der Kamener Samir Zulfic traf für Westfalia Wethmar gegen den FC TuRa Bergkamen zum 1:0

BERGKAMEN - Den berühmten „Satz mit X“ produzierten die insgesamt sechs Fußball-Bezirksligistenaus dem Unnaer Südkreis, darunter die drei Bergkamener, am siebten Spieltag.

Sechs Spiele, sechs Niederlagen, so lautete die bittere Bilanz. Besonders hart erwischte es den SuS Oberaden, der beim FC Nordkirchen mit 1:5 (0:1) verloren hat.

Da half es auch mal wieder wenig, dass die Truppe von Bernd Schawohl vor allem in der ersten Halbzeit klar spielbestimmend war. Erneut machte die schlechte Chancenverwertung alle Hoffnungen zunichte. Baran Günes, Yasin Yilmaz und auch Sascha Liebezeit hätten durchaus die Möglichkeit gehabt, den SuS in Führung zu bringen. „Der Gegentreffer kurz vor der Pause kam natürlich auch zum ungünstigsten Zeitpunkt“, meinte Schawohl. Danach war Nordkirchen aufgewacht und machte nach der Pause schnell den Sack zu. Oberaden wartet als Schlusslicht weiterhin auf den ersten Punkt.

Auch der FC TuRa Bergkamen hat beim 1:4 in Wethmar lange mitgehalten. Auch hier wehrte sich die Truppe von Erkan Gökce, der den verhinderten Andreas Bolst vertrat, lange Zeit tapfer. Der Gegentreffer zum 1:0 durch den ehemaligen Kamener Samir Zulfic schockte die Gäste, auch wenn Samet Ayyildiz später auf 1:2 verkürzte. Mit acht Punkten hat der FC TuRa im Mittelfeld der Tabelle immer noch einen kleinen Vorsprung auf die gefährdete Zone.

Mittendrin im Schlamassel hängt der SuS Kaiserau. Vier Punkte stehen auf dem Konto, und gegen den FC Hannibal langte auch eine 2:0-Pausenführung nicht zum Sieg. Am Ende hatte der Gast mit 3:2 die Nase vorne. „Die Truppe hat 90 Minuten Alarm gemacht. Allerdings nicht auf dem Feld, sondern vornehmlich in Richtung Schiedsrichter“, meinte Trainer Berger. Zudem fühlte er sich durch einen unberechtigten Foulelfmeter und ein vermeintliches Abseitstor zum 2:3-Endstand merklich benachteiligt: „Meine Truppe hat sich von der Hektik anstecken lassen, zumindest die erste Halbzeit war aber sehr gut.“

Über 90 Minuten hilet der SV Langschede gegen Spitzenreiter Werner SC mit. Dass am Ende beim 2:3 erneut eine Niederlage stand, hatte sich der SVL selbst zuzuschreiben. „Werne spielt in der gesamten Partie den gleichen Stiefel. Wir allerdings kriegen das nicht mit und kassieren genau so das spielentscheidende Tor“, ärgerte sich Holger Stemmann. Mit sieben Punkten hinkt Langschede den eigenen Ansprüchen weit hinterher. „Vielleicht liegt genau hier der Schlüssel. Wir sollten wieder den Klassenerhalt als Ziel ausgeben. Möglicherweise holen wir uns so die fehlenden fünf Prozent Aufmerksamkeit in die Köpfe der Spieler zurück“, meint Stemmann.

Weit von den eigenen Zielen entfernt ist auch der FC Overberge. Nach dem 3:4 in Ascheberg muss die Truppe von Daniel Frieg als Tabellenachter mit zehn Punkten kleine Brötchen backen. „Die Niederlage war verdient. Wir haben eine katastrophale Leistung abgeliefert“, erklärte Frieg. Chancen zum Sieg wären genügend vorhanden gewesen, allerdings waren es auch genau so viele individuelle Fehler, die zu den Gegentreffern führten und schlussendlich ein besseres Resultat verhinderten. - db

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