Das große Zittern in der Bezirksliga 8

Drunter und drüber ging es phasenweise im Hinspiel, das der FC TuRa beim SuS Oberaden durch Tore von Samet Ayyildiz und Matthias Freyermuth bei einem Gegentreffer von Andreas Rumpf mit 2:1 gewann. Hier klärt TuRa-Keeper Treppe mit einer Faust.  Foto: Gudra

WERNE -  Drei Spieltage stehen in der Fußball-Bezirksliga (8) noch aus, aber nur eines ist sicher: Nichts ist sicher für die Hälfte der Klubs in dieser 17er-Liga, denn sie sind allesamt noch in akuter Abstiegsgefahr. Ab Platz neun, besetzt mit dem TSC Eintracht Dortmund, bis hinunter zum Liga-16., Union Lüdinghausen, tobt der Abstiegskampf. Drei der vier Plätze im Fahrstuhl nach unten sind noch frei; einzig der Königsborner SV steht als Absteiger in die Kreisliga A (Unna-Hamm) fest.

Der Werner SC ist auf der Zielgeraden der Saison noch ein wichtiger Faktor. Denn in den beiden letzten Spielen der Saison warten zunächst der SuS Oberaden, dann der FC TuRa Bergkamen als Gegner.

Dass der FC TuRa, mit bereits 30 Spielen auf dem ersten Abstiegsplatz liegend, dermaßen in Schwierigkeiten geraten könnte, war eigentlich nicht abzusehen. Als der Werner SC Anfang Dezember am Nordberg gastierte und in letzter Minute mit 1:0 siegte, war es noch ein Verfolgerduell im Schatten von Spitzenreiter SC Husen-Kurl.

Nach der Winterpause begann der sportliche Sturzflug der Bergkamener. Die 1:2-Niederlage beim SuS Kaiserau leitete eine Serie von elf Spielen in Folge ohne Sieg ein – bei vier Unentschieden und sieben Niederlagen. Erst am 11. Mai mit dem 1:0 daheim gegen TSC Eintracht Dortmund war der Bann wieder gebrochen – macht seit dem 16. Februar in der Summe gerade einmal sieben Punkte.

Ganz anders der SuS Oberaden. Als Bernd Schawohl Ende Februar das Team kurz nach der 0:2-Heimniederlage gegen Wethmar von Frank Lewandowski übernommen hatte und in Folge drei klare Niederlagen kassierte, wurden die Grün-Weißen neben Königsborn als sichere Absteiger gehandelt. Dann aber gab es in den nächsten sieben Spielen nur eine Niederlage (2:4 in Overberge), zwei Unentschieden und vier Siege – zuletzt ein 1:0 daheim gegen den Tabellendritten SV Langschede.

15 Punkte nach der Winterpause, 14 davon unter Bernd Schawohl, haben dafür gesorgt, dass die Oberadener – wenn auch punktgleich mit dem FC TuRa – direkt über dem Strich platziert sind. Und nun das: Am Sonntag stehen sich die beiden Bergkamener Vereine im direkten Duell gegenüber – für TuRa-Trainer Andreas Bolst das „erste Endspiel, da ist ein Punkt schon zu wenig für uns.“

Einen extremeren Absturz als der FC TuRa erlebt aktuell noch der VfL Kamen. Der Meisterschaftskandidat aus der Hinrunde zeigt Auflösungserscheinungen und hat seit dem 2:0 gegen Kaiserau am 23. März keinen Punkt mehr geholt. So hoffen die Verantwortlichen der beiden Bergkamener Klubs, das Kamen weiter durchgereicht wird, während der Abstand der ÖSG Viktoria aus Dortmund und der Lüdinghauser Union zu den rettenden Plätzen mit vier bzw. fünf Punkten bereits zu groß für eine Rettung ist.

Aber ein Blick auf das Restprogramm zeigt: Selbst 39 Punkte könnten für eine Rettung zu wenig sein; schließlich ist auch das Torverhältnis von Bedeutung. - gu

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