FC TuRa kann nur noch hoffen – Oberaden fast gerettet

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Hingefallen, um wieder aufzustehen? Der FC TuRa Bergkamen, hier mit dem glücklosen Angreifer Thomas Penkalla (links) im Zweikampf gegen Oberadens Pascal Hirsch, taumelt nach der 1:2-Derbypleite dem Abstieg in die Kreisliga A entgegen.

BERGKAMEN - „Ich weiß, dass du besonders leidest“, sagte TuRa-Ehrenvorsitzender Ewald Schürmann zu seinem Nachfolger Horst-Günther Siegmund, der nach der 1:2-Derbypleite gegen den SuS Oberaden den kaum abwendbaren Gang in die Kreisliga A vor Augen hat.

Stimmen im Umfeld kritisieren den neuen Chef, weil er an Trainer Andreas Bolst festgehalten hat. Siegmund verteidigt sich: „Diese personellen Sorgen waren doch nicht absehbar.“ Zu Beginn der Saison hatten die Kicker vom Nordberg mit Engin Duman, Yasin Gider und Bastian Sudhaus einen Traum-Angriff. In der „heißen Phase“ steht kein Stürmer zur Verfügung. Sudhaus schon im Winter wieder weg, Gider früh verletzt und dann kam beim 1:0 gegen Eintracht Dortmund - übrigens der bislang einzige Sieg im Jahr 2014 - auch das Aus der „Lebensversicherung“ Engin Duman. Er zog sich bei einem unnötigen Zusammenprall mit dem gegnerischen Torwart eine Knieverletzung zu - Verdacht auf Kreuzbandriss. In dieser Woche gibt es nach einer Kernspintomografie die endgültige Diagnose.

So fehlte den TuRanern auch die Durchschlagskraft im Angriff im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Oberaden. „Das war nicht bezirksligareif“, meinte der ratlose Trainer Andreas Bolst nach den ersten blutleeren 45 Minuten. Danach nahmen seine Schützlinge zwar den Kampf an, versuchten ihr Glück aber meistens nur aus der Distanz. Das Anschlusstor von Hiltawski in der Nachspielzeit kam viel zu spät. Dem SuS Oberaden reichte damit eine durchschnittliche Leistung zum wahrscheinlich entscheidenden Sprung ans „rettende Ufer“. Yasin Yilmaz und Ufuk Türkkan ließen die Grün-Weißen schon früh jubeln.

Frühe Führung verleiht dem SuS Sicherheit

Danach verwaltete der SuS den Vorsprung, ohne wirklich in Gefahr zu kommen. Der Sportliche Leiter Guido Tönnes meinte: „Das lassen wir uns nicht mehr nehmen.“ Lediglich einen Zähler benötigen die Römerberg-Kicker aus den letzten beiden Spielen, um auf der ganz sicheren Seite zu sein. Gegen den Werner SC (H) oder dann beim Schlusslicht Königsborner SV (A) sollte das für die Schawohl-Elf nur noch Formsache zu sein.

Der FC TuRa ist nun auf Schützenhilfe angewiesen, hat zudem am kommenden Wochenende spielfrei und nur noch die Partie beim Werner SC in der Hinterhand. Dieses Spiel muss gewonnen werden - und dann heißt es Hoffen. Hoffen, dass der VfL Kamen seine Pleitenserie fortsetzt. Acht Spiele haben die „Blauen“, die zur neuen Saison vom Ex-TuRa-Trainer Marko Barwig übernommen werden, hintereinander verloren. Beim FC Overberge und gegen den TSC Eintracht Dortmund steht der VfL unter Druck, nicht mit den Pleiten Nummer neun und zehn in die Kreisliga A absteigen zu müssen. „Wir sind noch nicht abgestiegen“, gab sich TuRa-Trainer Andreas Bolst direkt nach dem Derby gegen den SuS Oberaden kämpferisch. - awa

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