Freudiges Wiedersehen für Zulfic und Duman

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Zamir Zulfic, hier noch im Dress von Westfalia Wethmar, erzielte gegen den VfL Kamen einen lupenreinen Hattrick.

BERGKAMEN - Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte motiviert auch in den Amateur-Ligen die Kicker ganz besonders. In der Staffel 8 der Bezirksliga schlugen zwei „Ehemalige“ besonders hart zu.

Samir Zulfic und Engin Duman fügten ihren Ex-Vereinen mit ihren Toren schmerzliche Niederlagen zu.

In Kamen stellte Samir Zulfic eindrücklich seine Torjägerqualitäten unter Beweis. Bis vor zwei Spielzeiten trug der Bosnier noch das VfL-Trikot und wechselte dann über Wethmar zum TuS Hannibal. Und für diesen stellte mit einem lupenreinen Hattrick binnen 33 Minuten eindrucksvoll seinen Torriecher unter Beweis. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause vermochte Aufsteiger Kamen diesen Rückstand nicht mehr aufzuholen und musste sich den Dortmundern 2:3 geschlagen geben.

Eine Niederlage, die den Kamenern einige Sorgenfalten auf die Stirn treibt, denn mit zehn Zählern steht der Aufsteiger gerade noch über dem „Strich“. Der VfB Lünen liegt direkt hinter den Kamenern mit sechs Punkten auf dem ersten Abstiegsrang.

Bitter war für das sieg- und punktlose Schlusslicht TuRa Bergkamen auch das Wiedersehen mit Engin Duman. Der Angreifer, der in der Sommerpause vom Nordberg an die Hansastraße gewechselt ist, kehrte mit dem FC Overberge zurück und steuerte zum 8:2-Erfolg ebenfalls einen Hattrick bei. Duman war noch schneller als Zulfic. Er brauchte für den Dreierpack nur 23 Minuten. Zu groß war die Overberger Dominanz im Bergkamener Stadtteilduell.

Die Pleite machte Bergkamens Spielertrainer Sascha Siegner mächtig zu schaffen (WA berichtete). Bestens gelaunt verließ hingegen Overberges Marc Woller den Nordberg. Seine Truppe hatte den Gegner in allen Belangen beherrscht und die Partie zumindest bis zum 5:0-Halbzeitstand auch nach den Vorstellungen des Coaches geführt. „In Halbzeit zwei haben sich dann wohl einige Unkonzentriertheiten eingeschlichen“, meinte Woller mit Blick auf die beiden Gegentreffer.

Dennoch bleibt der FCO mit 19 Punkten erster Verfolger des Spitzenreiters aus Senden. Sechs Zähler beträgt der Rückstand; allerdings hat Overberge in der 15er-Liga ein Spiel weniger ausgetragen. Am Freitag kann der FCO im vorgezogenen Spiel gegen den FC Nordkirchen (19.30 Uhr, Hansastraße) noch näher heranrücken.

Vorgezogen auf Samstag (16.30 Uhr) wird auch das Spiel des SuS Kaiserau gegen den VfB Lünen. „Wir gehen damit dem BVB-Spiel gegen Augsburg aus dem Weg, nachdem wir gemerkt haben, dass uns bei parallel laufenden Spielen von Dortmund oder Schalke die Zuschauer fehlen“, erklärt Alex Berger. Eine für den Kaiserauer Trainer unglückliche Situation, da die ewigen Verlegungen den Spiel-Rhythmus durchkreuzen. Berger: „Früher gehörte der Sonntag den Amateuren. Leider wird aus Kommerz-Gedanken von der DFL (..) immer rücksichtsloser eingegriffen. Und die nächste Spielplanreform steht bereits in den Startlöchern.“

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