Trübe Aussichten am Nord- und Römerberg – FCO siegt

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Thomas Penkalla (links) vergab die große Chance zum 1:0 in der 48. Minute für den FC TuRa Bergkamen – eine Schlüsselszene, wie sein Trainer Andreas Bolst nach dem Spiel meinte. So behielt der TuS Aschberg mit Hendrick Westhues am Ende die Oberhand.

BERGKAMEN -   Mit deutlichen 0:5- und 1:5-Klatschen verliert der FC TuRa Bergkamen und der SuS Oberaden. TuRa verlor auch das vierte Spiel des Jahres und steckt nun mittendrin im Abstiegskampf. Hingegen hat der FC Overberge nach dem zweiten Sieg in Serie sich im Mittelfeld etabliert.

Bezirksliga 8: FC TuRa Bergkamen – TuS Ascheberg 0:5 (0:0). Gegen den TuS Ascheberg präsentierte sich das Team vor allem in der zweiten Hälfte mut- und ideenlos, die Ascheberger trumpften hingegen groß auf.

Für Trainer Andreas Bolst war die Schlüsselszene in diesem SPiel ganz schnell ausgemacht. In der 48. Minute verloren die Gäste in der Vorwärtsbewegung den Ball, TuRa schaltete blitzschnell um, so dass Thomas Penkalla plötzlich frei auf TuS-Keeper Tobias Kofoth zulief. Doch er ließ sich durch „Abseits, Abseits“-Rufe auf und nebem dem Spielfeld irritieren und vertändelte den Ball, so dass Kofoth ihn nur noch aufnehmen musste. Damit war die große Chance auf das 1:0 dahin.

So war Ascheberg endgültig in der zweiten Halbzeit angekommen, nachdem sie die Gastgeber schon in der ersten Hälfte phasenweise dominiert hatten. TuRa verlor ab der 20. Minute den Zugriff auf das Spiel und auch die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld. Höchstens über Freistöße kam TuRa gefährlich vor das Ascheberger Tor, die Gäste spielten sich hingegen die Chancen heraus. Kahlkopf (30.) und Heubrock (31.) vergaben die verdiente Führung.

Doch nach der von Andreas Bolst als Schlüsselszene beschriebenen Chance von Penkalla (48.) brauchten die Gäste nur zwei Freistöße als Dosenöffner. Niklas Bultmann trat einen Freistoß von halbrechts scharf vor das Bergkamener Tor, Treppe verpasste und Daniel Berndt kam am zweiten Pfosten vor dem langen Daniel Schröer nicht mehr weg und lenkte den Ball ins eigene Tor – das 0:1.

Trainer Andreas Bolst reagierte und wechselte mit Samet Ayyildiz für Hakan Kula einen zweiten Stürmer ein. Doch die erhoffte Offensivkraft brachte das nicht. Im Gegenteil: Hendrik Heubrock verunglückte ein Freistoß von der linken Seite, doch den Abpraller von der Sechzehnerlinie schnappte sich Andreas Kahlkopf und drosch ihn ins rechte untere Eck.

Nachdem Alexander Hennig in der 75. Minute mit Verdacht auf eine Innenbandverletzung vom Feld getragen wurde, konnte TuRa nur noch zu zehnt weiter spielen, Bolst hatte sein Wechselkontigent schon aufgebraucht. Ascheberg hatte dadurch leichtes Spiel. Nach einer Passstaffete über Heubrock und Schröer traf letzterer zum 0:3 (80.), Hendrik Füchtling und Hendrik Heubrock legten noch zum 0:5-Endstand nach. TuRa hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon voll seinem Schicksal ergeben und zeigte keine Gegenwehr mehr.

„Bei uns wird zurzeit jeder kleine Fehler bestraft, wir sind nicht stabil genug. Es geht jetzt gegen den Abstieg, keine Frage. Doch da darf uns nicht die Willenskraft fehlen wie in diesem Spiel“, erklärte Bolst.

TuRa: Treppe – C. Duman, Grass, A. Hennig, Penkalla, Berndt (68. M. Hennig), Hiltawski, Kula (60. Ayyildiz), M. Freyermuth, Braun, C. Freyermuth

TuS: Kofoth, Höhne (84. Penner), Drees, Falke, Schröer, Kahlkopf (82. Hölscher), Bultmann, L. Sabe, Heubrock (84. Tombrock), Westhues, Füchtling

Tore: 0:1 (53./ET) Braun, 0:2 (66.) Kahlkopf, 0:3 (80.) Schröer, 0:4 (83.) Füchtling, 0:5 (84.) Heubrock - lel

SuS Oberaden – SC Husen-Kurl 1:5 (0:1). Eine Viertelstunde reichte Husen-Kurl am Römerberg, um das Spiel zu entscheiden. Lange Zeit war kein Unterschied zu erkennen, wer an der Spitze der Liga steht und wer um den Klassenerhalt kämpft. Am Ende ist das Ergebnis für die Mannschaft von Trainer Bernd Schawohl deutlicher, als es der Spielverlauf aussagt.

Von Beginn an war viel Tempo im Spiel. Oberaden verteilte den Ball gut in den eigenen Reihen, Husen war über lange Bälle gefährlich und ließ den Außenseiter erst einmal gewähren. Der erste Abschluss ging auf das Konto von SuS-Kapitän Andreas Rumpf, doch sein Kopfball war zu unplatziert (10.).

Mit der ersten gefährlichen Aktion traf der Tabellenführer dann gleich zur Führung. Nach einem zu kurzen Befreihungsschlag landete der Ball vor den Füßen von Marcel Müller, dieser passt den Ball kurz zu Odai Rodrigues Dos Santos, der den Ball nur noch einschieben brauchte (29.). Oberaden ließ sich von dem Gegentreffer nicht beirren und versuchte weiter nach vorne zu spielen, doch meistens fehlte der letzte entscheidende Pass.

Nach dem Seitenwechsel machte Oberaden weiter Druck und wollte unbedingt den Ausgleich, Husen-Kurl beschränkte sich auf das Kontern. Bis auf einen harmlosen Abschluss von Rothe sprang aber nichts heraus. In der 72. Minute spielen die Gäste einen Konter dann aber gut aus und prompt stand es 0:2. Nach schöner Kombination kam Andre Holtmann an den Ball und lupfte ihn locker ins lange Eck.

Ein paar Minuten später war es dann Marcel Müller, der aus kurzer Distanz zum 0:3 einschob (78.). Vier Minuten danach erhöht Müller sogar auf 0:4. Oberaden schaffte nur noch durch Deniz Kilinc den Ehrentreffer zum 1:4 (86.). In der Nachspielzeit traf Husen letztlich zum Endstand. „Das Ergebnis ist eindeutig zu hoch ausgefallen, es war kein klarer Unterschied zu erkennen“, sagte Bernd Schawohl.

SuS: Schäfers – Potthoff, Kirschberg, Hirsch, Türkkan, Rumpf, Rothe, Schmidt (76. Wandl), Kocapinar, Lindner, Schawohl

Tore: 0:1 (29.) Rodrigues Dos Santos, 0:2 (72.) Holtmann, 0:3 (78.) M. Müller, 0:4 (82.) M. Müller, 1:4 (86.) Kilinc, 1:5 (90.) Busse

FC Overberge – Union Lüdinghausen 1:0. Der FC Overberge distanziert sich durch den Sieg deutlich von den Abstiegsrängen. Der Vorsprung auf den viertletzten Platz beträgt inzwischen zwölf Punkte.

Dabei hatte der FC Overberge gegen den Vorletzten große Mühe. Union Lüdinghausen, bis gestern im Kalenderjahr 2014 noch ungeschlagen, präsentierte sich als unangenehmer Gegner. Die Mannschaft von Fabian Leifken störte den FCO früh. Dadurch hatten die Gastgeber besonders im ersten Durchgang große Probleme im Aufbauspiel. „Die erste Hälfte ging klar an Lüdinghausen“, gab auch Overberges Trainer Daniel Frieg zu. Die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte dennoch der FCO. Aktas spielte Lukas Manka frei. Der schob de Ball anschließend am herauseilenden Torhüter Markus Höning ebenso vorbei wie am rechten Torpfosten.

Auch nach dem Wechsel bliebn die Partie offen. lüdinghausen verteidigte nicht mehr so konsequent, kam dafür aber auch zu bessern Gelegengeiten. In der 51. rettete Packheiser mit einen starken Reflex gegen Schultes Kopfball.

Overberge versuchte zwar mit der Einwechslung von Basyigit mehr Spielwitz ins Offensivspiel zu bekommen, blieb aber harmlos. Einzig drei Weitschüsse von Chris Brügmann brachten das Lüdinghauser Tor zeitweilig in Gefahr (61., 66. 75.).

Eigentlich hätte Lüdinghausen durch Brügmanns Versuche gewarnt sein müssen. dennoch ließen ihm die Union-Verteidiger in der 82. Minute wieder zu viel Platz. Diesmal traf Brügmann sehenswert aus 16 Metern genau in den linken Torwinkel.

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Lüdinghausen setzte alles auf eine Karte. Coerdt verpasste zwei Mal knapp (85., 86.). In der 87. Minute sah Alexander Walter Rot wegen eines Kopfstoßes gegen Niklas Uellendahl. Als Aktas kurz darauf verletzt raus musste, war das Einwechselkontingent bereits erschöpft. Mit nur neun Mann kam der FCO kaum noch aus der eigenen Hälfte. In der vierten Minute der Nachspielzeit vergab wiederum Robin Coerdt. Danach war Schluss. „Hauptsache drei Punkte“, fasste Frieg zusammen.

FCO: Pelka – Aktas, Golly (46. Basyigit), O. Tobio-Lemos, L. Manka, Osmanski (26. Tolga Akbulut), Köhler, Walter, Brügmann, Isiktekin, Morsel (85. Kandzioch)

Tor: 1:0 (82.) Brügmann

Bes. Vork.: Rote Karte (87.) Walter (FCO) wegen Tätlichkeit - tm/lel/sep

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