FC TuRa, SuS Oberaden und FCO verspielen 2:0-Vorsprung

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Zu früh gefreut: TuRa Bergkamens Co-Trainer Erkan Gökce bejublet mit Matthias Hiltawski den Treffer zun 2:0. Am Ende kam der Gastgeber aber nicht über ein Remis hinaus.

BERGKAMEN -  Durch den Treffer in der Nachspielzeit von Fehmi Öztürk hat der FC TuRa im Bezirksliga-Kellerduell beim 2:2 gegen Union Lüdinghausen trotz einer 2:0-Pausenführung im achten Pflichtspiel in diesem Jahr den ersten Sieg verpasst. Auch SuS Oberaden und der FC Overberge verspielten einen 2:0-Vorsprung.

Bezirksliga 8: FC TuRa Bergkamen – U. Lüdinghausen 2:2 (2:0). Dabei waren die Gastgeber in der 2. Halbzeit zu passiv und schwächten sich in der Schlussphase durch die Ampelkarte gegen Stürmer Engin Duman selber (76.). „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel komplett hergegeben. Gegen einen so harmlosen Gegner das Spiel aus der Hand zu geben, das ist bitter“, sagte TuRa-Trainer Andreas Bolst.

Sein Gegenüber Fabian Leifken sprach von ein „nicht ganz unverdienten Remis.“ Und das, obwohl er vor allem in der 1. Halbzeit „die schlechteste Leistung in diesem Jahr“ gesehen hatte. „Anscheinend hatte nur Bergkamen begriffen, worum es im Abstiegskampf geht“, sagte Leifken weiter.

Denn die ersatzgeschwächten Gastgeber – mit Berndt und Bicak standen zwei Reservespieler in der Startelf – gingen aggressiv in die Zweikämpfe und suchten mutig den Weg nach vorne. Das frühe 1:0 half den Gastgebern, neues Selbstvertrauen nach dem 1:6-Debakel aus der Vorwoche in Nordkirchen zu sammeln. Nach einem Freistoß von Matthias Hiltwaski köpfte Cengiz Duman aus zehn Metern ein (7.). Gegen die völlig indisponierten Gäste, die selbst nach einem eigenen missglückten Abschlag fast durch Bicak ein Kontertor kassierten (42.), fanden überhaupt nicht statt. Die Union-Spieler lamentierten, spielten viele Fehlpässe und kamen nicht in die Zweikämpfe. Nachdem Hiltawski in guter Schussposition einen Mitspieler vergeblich suchte (9.), machte er es nach 18 Minuten besser. Nach einer langen Flanke von Drieling setzte sich Hiltawski im Strafraum durch und traf volley aus acht Metern zum 2:0. Für die Gäste hatte Grewe eine Kopfballchance (24.) und auf der Gegenseite verpasste Engin Duman das 3:0, als er knapp verzog (45.).

So gut TuRa vor der Pause war, so passiv wurden die Rot-Weißen in Hälfte zwei. „Das 2:0 war ein gefährliches Ergebnis. Bei einem 1:0 bist du konzentrierter. Zudem hätten wir vor der Pause das 3:0 nachlegen müssen“, sagte TuRa-Trainer Bolst.

Die erste Chance für Gäste vergab erneut Grewe, der am stark reagierenden Keeper Treppe aus vier Metern scheiterte (58.). Der 30-Meter-Schuss von Daniel Berndt war auch das einzige Offensiv-Zeichen der Gastgeber in Hälfte zwei, wobei Keeper Markus Höning glänzend parierte (66.). Nach einem Freistoß gelang Coerdt im Nachsetzen der 2:1-Anschlusstreffer für den Vorletzten (70.). Nach der unnötigen Ampelkarte gegen Engin Duman, der am gegnerischen Strafraum Heimsath foulte (76.), geriet das Bolst-Team weiter unter Druck. Als dann Treppe fast noch ein Eigentor produzierte, als er den Ball bei einer Rückgabe über die Schulter tropfen ließ (89.), raufte sich nicht nur Bolst auf der Bank die Haare. Und als Voß sich auf rechts durchtankte und für Öztürk in der Mitte auflegte, war das 2:2 in der Nachspielzeit perfekt – und das Haare-Raufen wurde noch einmal stärker. „Jetzt sind wir unten weiter in der Tombola“, fasste Bolst die Auswirkungen der Partie zusammen. Denn der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist auf fünf Punkte geschrumpft.

FC TuRa: Treppe – Drieling, Fluder, Hiltawski, M. Freyermuth, C. Duman, A. Hennig (71. Özdamar), E. Duman, Bicak (90. Röse), Penkalla (79. Torka), Berndt

Tore: 1:0 (7.) C. Duman, 2:0 (18.) Hiltawski, 2:1 (70.) Coerdt, 2:2 (90.+2) Öztürk

Bes. Vork.: Ampelkart für E. Duman (FC TuRa, 76.)

ÖSG Viktoria Dortmund – FC Overberge 2:2 (2:2). Der Tabellenneunte und Tabellensechste trennten sich Unentschieden. Damit stehen beide Mannschaften in der Tabelle weiterhin jenseits von Gut und Böse. In Dortmund verspielte der FCO allerdings eine 2:0-Führung. Für beide Tore sorgte Christopher Brügmann. Auf der Gegenseite erzielte Christopher Brezing ebenfalls zwei Tore.

„Wir haben hier ein super Auswärtsspiel gemacht. Haben gut gepresst und eigentlich nichts zugelassen“, so FCO-Coach Daniel Frieg.

Nach einer knappen Viertelstunde gingen die Gäste aus Overberge in Führung. Nach einer schönen Hereingabe von Lukas Manka erzielte Brügmann sein erstes Tor (15.). Nur wenig später legte der FCO-Stürmer nachund erhöhte auf 2:0 (20.) – eine Kopie des ersten Tores. „Dann kriegen wir zwei Tore, nachdem wir im Spielaufbau den Ball verlieren. Das darf uns nicht passieren“, ärgerte sich Frieg. So stand es 2:2 (25., 30.).

In der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste eine tolle Moral und kamen zum 3:2 durch Matthias Göke – doch der Schiedsrichter hatte ein Foul gesehen. „Ich frage mich, warum. Auch die ÖSG-Spielr haben sich gewundert, aber wir können es nicht ändern. Insgesamt haben uns fünfzehn schlechte Minuten um drei verdiente Punkte gebracht“, sagte Frieg.

FCO: Pelka – Akbulut, Aktas, C. Lemos, O. Lemos, L. Manka, M. Manke, Wulf (62. Eckelt), Göke (80. Morsel), Brügmann (80. Metin), Isiktekin.

Tore: 0:1, (16.), 0:2 (20.) beide Brügmann, 1:2 (25.), 2:2 (30.) beide Brezing - luw

SuS Oberaden – VfL Senden 2:2 (0:0). Der SuS Oberaden hat es verpasst, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung stand die Elf von Bernd Schawohl am Ende nur mit einem Punkt da.

Dabei wäre ein Sieg gegen die zwei Punkte besser stehenden Sendener sehr wichtig gewesen. Immerhin klettert der SuS in der Tabelle durch das Unentschieden sogar einen Platz nach oben. „Es ist nätürlich ärgerlich, wenn man ein 2:0 aus der Hand gibt. Andererseits hatte Senden am Ende sogar die besseren Chancen. Von daher ist das Ergebnis in Ordnung“, befand SuS-Coach Bernd Schawohl.

Im ersten Durchgang verlief die Partie ausgeglichen. Das Geschehen fand fast aussließlich im Mittelfeld statt. Tormöglichkeiten waren Mangelware. Nach dem Seitenwechsel war Oberaden dann zur Stelle. In der 50. Minute spielte André Schmidt einen Doppelpass mit Mike Rothe und traf anschließend zur Führung. Nach dem selben Schema trugen die Gastgeber ihren nächsten Angriff vor. Dieses Mal initierte Rothe den Doppelpass, Lindner legte ab und Rothe erhöhte auf 2:0 (52.). „Das waren zwei super Spielzüge“, lobte der Trainer.

Der Gast aus Senden zeigte sich von dem Doppelschlag allerdings kaum beeindruckt. In der 57. Minute schloss Thorsten Hase einen Konter zum 2:1 ab. Das Spiel wurde nun sehr offen geführt. SuS-Kapitän Andreas Rumpf vergab auf der Gegenseite das 3:1 (62.). In der 65. Minute gelangte Sendens Lukas Morzonek an der Strafraumkante an den Ball. Mit einem sehenswerten Schuss versenkte er den Ball im Eck. In der Schlussphase versuchten beide Mannschaften, das Spiel zu entscheiden. Vorne vergab Rumpf für Oberaden (80.), hinten rettete SuS-Torwart Raphael Kellermann mehrfach in höchster Not.

SuS Oberaden: Kellermann – Potthoff, Hülsmann (29. Kirschberg), Saado, Rumpf, Yilmaz (88. D. Schawohl), Lindner, Schmidt, Günes (75. Weihrich), Hirsch, Rothe

Tore: 1:0 (50.) schmidt, 2:0 (52.) Rothe, 2:1 (57.) Hase, 2:2 (65.) Morzonek - tm/fraz/sep

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