Spitzenspiel für den FCO – FC TuRa will die ersten Punkte

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Der Einsatz von Torjäger Engin Duman (weißes Trikot) ist beim FCO fraglich.

Bergkamen - Es ist durchaus ein überraschendes Spitzenspiel, dass am Sonntag ab 15 Uhr in der Bezirksliga 8 im Sendener Stever-Sportpark angepfiffen wird. Denn dann trifft der Tabellenführer VfL Senden auf den Tabellenzweiten FC Overberge. Das punktlose Schlusslicht empfängt zudem Westfalia Wethmar.

Bezirksliga 8: VfL Senden – FC Overberge. Während das einzig ungeschlagene Team der Liga vor Saisonbeginn durchaus ganz weit oben erwartet wurde, ist die Position in der Spitzengruppe „für uns unerwartet“, wie Trainer Marc Woller für seinen FC Overberge meint. Sein Team liegt zwar mit 13 Zählern sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter, hat in der 15 Teams umfassenden Liga allerdings im Gegensatz zum VfL Senden (19) schon einmal ausgesetzt. „Wenn wir das Spiel gewinnen sollten, haben wir eine sehr gute Ausgangssituation. Das schöne ist, dass uns ein Punkt reicht, um den Gegner auf Distanz zu halten“, sagt Sendens Trainer Rainer Leifken.

„Natürlich ist das eine schöne Aufgabe, aber es auch nur eine Momentaufnahme“, lässt sein Kollege Marc Woller keinerlei Euphorie aufkommen, und sagt zusätzlich: „Vielleicht ist es ja auch vorläufig unser letztes Spitzenspiel...“

Seine eher nüchterne Betrachtungsweise hat damit zu tun, dass er dem Gastgeber eine hohe Qualität bescheinigt. „Das ist ein Spiel von zwei Mannschaften, die auf einem unterschiedlichen Niveau sind“, sagt der 46-Jährige: „Senden ist ja eine Art Zweigstelle von Preußen Münster mit deren Drittliga-Spieler Rico Schmitt. Und auch Rabah Abed war schon in der Westfalenliga Torschützenkönig.“ Der VfL sei zudem in allen Mannschaftsteilen gut besetzt.

„Aber wir wollen uns auf keinen Fall als Übermannschaft sehen“, erklärt Leifken. Dazu müsse mit Simon Bömelburg (Auslandssemester) ein wichtiger Spieler ersetzt werden.

Woller ist allerdings auch beeindruckt davon, wie sich sein Team bislang in der Bezirksliga schlägt – vier Siege und ein Remis stehen zu Buche, zuletzt gab es ein 1:0 im Derby gegen den VfL Kamen.

Woller, der den Gegner beobachten lassen hat, erwarte eine schwere Aufgabe: Das kann er mit Zahlen belegen: 22:1 Tore in sieben Spielen bedeuten, dass die Münsterländer im Spiel durchschnittlich drei Tore (wie zuletzt etwa beim 3:0 gegen den SuS Kaiserau) erzielen und in der Defensive sicher stehen.

Leifken versteht nicht so ganz die defensive Haltung von Woller, denn: „Overberge hat eine sehr gute Mannschaft mit vielen starken Einzelspielern. Sie stehen nicht zu unrecht da“

Aus personeller Sicht gibt es noch einige Fragezeichen, die speziell den Angriff der Overberge betreffen: So plagt sich Sebastian Placzek seit längerer Zeit mit Wadenproblemen herum, Engin Duman musste am Sonntag mit einer Bänderverletzung vom Platz. Chris Brügmann, am vergangenen Sonntag Siegtorschütze, lag unter der Woche mit einer Grippe flach, „aber für so ein Spiel wird es schon gehen“, meint Woller.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Stever-Sportpark

TuRa Bergkamen – W. Wethmar. Die Rote Laterne wird beim FC TuRa auch nach dem achten Spieltag leuchten. Dennoch sind die Bergkamener weit davon entfernt, aufgrund der sechs Niederlagen in sechs Spielen zu resignieren. „Die Stimmung und die Moral sind weiterhin gut, was sich auch an der Resonanz bei den Trainingseinheiten zeigt“, schildert Sascha Siegner die aktuelle Situation. So nahmen 14 Spieler am letzten Training teil, ein Beleg für Siegner, dass seine Jungs noch lange nicht aufgesteckt haben.

Wie bei der Niederlage gegen den Werner SC will das Team sich vor allen Dingen auf die Abwehraufgaben konzentrieren und dann immer wieder versuchen, mit Kontern vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Hoffnung, gegen den Tabellenachten der Liga nicht chancenlos zu sein, zieht der Trainer auch aus den Erfahrungen im Pokalspiel beider Teams Anfang August.

Das verloren die TuRaner zwar mit 1:5, aber Siegner sah in der zweiten Hälfte ein ausgeglichenes Spiel.

„Fußballerisch sind wir sicher besser, trotzdem dürfen wir nicht überheblich in das Spiel gehen“, gibt Rolf Nehling als Devise aus. Der sportliche Leiter der Gäste aus Wethmar erwartet einen Sieg seiner Elf, die sich damit wieder nach oben orientieren könnte. „Wir müssen jetzt den Bock umstoßen, sonst verlieren wir den Anschluss an die Spitzengruppe“, gibt er den Spielern mit auf den Weg.

„Realistisch betrachtet wäre ein Punkt für uns schon ein Erfolg“, blickt Spielertrainer Siegner voraus. Er selbst wird am Sonntag nicht auflaufen, weil er sich beim Spiel gegen Ascheberg eine Rippe gebrochen hat. Ebenfalls fällt Thomas Penkalla wahrscheinlich nach einer Zahn-OP aus. Stürmer Sebastian Pawlik ist noch im Urlaub, dafür kehrt aber Daniel Berndt zurück in den Kader. Definitiv länger ausfallen wird Timo Lippmann, der im Spiel beim Werner SC umgeknickt ist und sich dabei den Fuß gebrochen hat.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Nordbergstadion

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