Yilmaz und Günes Oberadens Hoffnungsträger, FC TuRa in Gefahr

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Yasin Yilmaz überzeugte beim 2:1-Erfolg des SuS Oberaden in Lüdinghausen erneut.

BERGKAMEN - Während für den SuS Oberaden im Abstiegskampf der Bezirksliga endlich wieder die Sonne lacht, brauen sich über den FC TuRa Bergkamen neue dunkle Wolken zusammen. Beim VfL Kamen rückt das Sportliche hingegen immer weiter in den Hintergrund.

Der SuS Oberaden holte sich am Wochenende beim 2:1-Erfolg in Lüdinghausen weiter Selbstvertrauen im Abstiegskampf der Bezirksliga. Dabei waren die Sieggaranten mit Yasin Yilmaz und Baran Günes ausgerechnet zwei Akteure, die vor dem großen „Knall“ im Winter noch keine große Rolle gespielt haben. „Es freut mich natürlich besonders, dass gerade die Jungs aus der zweiten Mannschaft den Sprung nach oben geschafft haben“, erklärte Trainer Bernd Schawohl. In diese Riege hinein gehört übrigens auch noch Keeper Raphael Kellermann, der sich mittlerweile ebenfalls etabliert hat. „Auch am Sonntag war er ein super Rückhalt und hatte einen riesengroßen Anteil am Erfolg“, zollte Schawohl seinem Torwart ein Extralob.

Trainer Bolst redet nach 1:6 Klartext

Durch den Erfolg beim direkten Kontrahenten steht der SuS mit zurzeit 27 Punkten wieder „über dem Strich“. Umso wichtiger werden nun die kommenden zwei Partien, denn gegen Senden (29 Zähler) und in Scharnhorst (26) warten zwei weitere direkte Kontrahenten auf die „Grün-Weißen“.

Bedrohlich wird die Situation noch einmal für den FC TuRa Bergkamen. Beim FC Nordkirchen brachen bei den Bergkamenern nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage mal wieder alle Dämme (1:6). „Das war zu keiner Zeit bezirksligatauglich. So kann es für uns nochmal richtig eng werden“, fand Trainer Andreas Bolst drastische Worte für die Leistung seines Teams.

Egal in welchem Mannschaftsteil, das Team ließ einfach alles vermissen. Lediglich Ersatztorwart Christopher Kurpanik und Alt-Herren-Akteur Daniel Berndt nahm der Trainer bei seiner Kritik aus. „Es muss nun langsam mal jeder verstehen, dass wir noch lange nicht durch sind. Bei einigen habe ich das Gefühl, dass sie noch nicht kapiert haben, was die Stunde geschlagen hat.“ Ein nüchterner Blick auf die Tabelle könnte da weiterhelfen. Vom derzeitigen zehnten Tabellenrang sollte sich kein TuRaner blenden lassen, denn mit 30 Punkten haben die Kicker vom Nordberg gerade noch ein „Pölsterchen“ von vier Zählern auf den ersten Abstiegsrang. Bei neun noch ausstehenden Spieltagen sicher kein Ruhekissen. Zudem war Bergkamen schon 24 Mal am Ball, einige tiefer platzierte Teams haben in der 17er-Liga erst 23 Spiele absolviert.

Wohl alle Abstiegssorgen los ist der VfL Kamen, dennoch kommt die Truppe von Spielertrainer Ahmet Kahya einfach nicht zur Ruhe. Dabei gleichen die Verhältnisse, die sich derzeit rund um das Jahnstadion abspielen, immer mehr einer Provinz-Posse. Dass der VfL durch den Ausfall von Mike Rockel beim Spiel in Wethmar ein Torwartproblem bekommen würde, war bereits im Vorfeld klar. Deswegen bemühten sich Kahya und Co. rechtzeitig um die Dienste eines Keepers der zweiten Mannschaft. Dieser hatte auch bereits sein Engagement zugesagt, zum Treffpunkt erschien er jedoch nicht. „Ich war schon ein wenig erstaunt, dass er plötzlich bei der zweiten Mannschaft aufgelaufen ist“, so Kahya. „Selbst das wäre aber noch kein Problem gewesen, denn wir hatten geplant, ihn nach der Halbzeit auswechseln zu lassen und nach Wethmar zu holen. Das scheiterte wegen einer Hochzeitseinladung.“ Feldspieler André Gretenkort stellte sich beim 3:5 somit mit geliehenen Torwarthandschuhen in den Kasten. - db

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