Erste Resignation bei Bernd Schawohl

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Oberadens Trainer Bernd Schawohl.

BERGKAMEN -  Dank des 2:0-Erfolges im Derby gegen Kaiserau dürfte der VfL Kamen die letzten Zweifel am Klassenerhalt weggewischt haben. TuRa Bergkamen und Overberge haben hingegen noch einen respektablen Abstand zum Tabellenkeller, in dem Kaiserau, Oberaden und Königsborn mittendrin hängen.

Im einzigen Derby vom 23. Spieltag der Bezirksliga setzte sich am Ende nicht die bessere, sondern die vermeintlich glücklichere und clevere Truppe durch. Das war im speziellen Fall der VfL Kamen, der am Ende ein 2:0 gegen den SuS Kaiserau bejubeln konnte. Mit 36 Zählern entledigten sich die Kicker von Ahmet Kahya damit wohl allen Sorgen um den Klassenverbleib. Am kommenden Wochenende hat der VfL in der 17er-Liga spielfrei, bevor es in der darauf folgenden Woche zum Auswärtsspiel nach Wethmar geht.

Erste resignierende Tendenzen waren nach dem Spiel am Sonntag auch bei Oberadens Neu-Trainer Bernd Schawohl zu erkennen. Der SuSÜbungsleiter wirkte nach dem glatten 0:3 bei der ÖSG Viktoria ein wenig ratlos, wie es denn nun am Römerberg weitergehen soll. Durch die Niederlage in Dortmund steht der SuS nicht nur weiterhin auf einem Abstiegsrang, mit 21 Zählern zogen die Gastgeber zudem auch mit dem SuS gleich. „Wir haben die Partie komplett hergeschenkt und durch individuelle Patzer zwei schnelle Gegentreffer bekommen, das war nicht wirklich Bezirksliga-Niveau“, fand Schawohl deutliche Worte. „Aber das kommt eben dabei heraus, wenn Woche für Woche 47- und 50-Jährige gegen 20-Jährige spielen müssen“. Große Hoffnungen setzt der Übungsleiter auf eine schnelle Genesung von Benny Weihrich, der vielleicht schon gegen Nordkirchen am Sonntag wieder mit von der Partie sein könnte. Auch Andreas Triller und Johannes Hülsmann könnten schon bald wieder für mehr Alternativen sorgen.

Endlich wieder zurück in der Erfolgsspur ist hingegen der FC TuRa Bergkamen. Beim Spitzenreiter in Husen-Kurl überraschte die zuvor mit vier Niederlagen in Serie behaftete Truppe von Andreas Bolst und holte beim 3:3 einen im Vorfeld nicht unbedingt erwarteten Zähler.

FC TuRa erreicht „gefühlten Sieg“

„Wenn man beim Spitzenreiter und dann noch auf Asche Remis spielt und dabei dreimal einen Rückstand aufholt, dann ist das quasi wie ein gefühlter Sieg“, brachte es auch der Bergkamener Übungsleiter auf den Punkt. Bemerkenswert dabei vor allem, dass der FC TuRa gegen die robust und körperbetont agierenden Husener mit viel Leidenschaft und Kampfeswillen dagegen hielt.

Allerdings sah Thomas Penkalla in der Schlussphase die Ampelkarte sah und muss nun am Sonntag gegen die ÖSG Viktoria Dortmund zuschauen.

Einen weiteren Sprung nach vorne verpasste hingegen der FC Overberge nach zuletzt zwei Siegen beim Gastspiel in Senden. Das Team von Trainer Daniel Frieg zeigte beim 1:3 eine desolate Vorstellung.

„Trotz der vielen Verletzten haben wir immer noch ein Team aufs Feld schicken können, was den Anspruch haben sollte, in der Bezirksliga mithalten zu können“, verdeutlichte der Coach. „Was wir dann aber abgeliefert haben, das war mehr als schlecht. Da fehlte einfach alles. Wenn wir so weitermachen, wird es nochmal richtig eng.“ - dh

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