Bergkamener Bezirksligisten mit großen Sorgen

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Gleich der erste Test im neuen Jahr mit der 3:5-Niederlage gegen TuRa II (Spielszene) machte den Oberadenern deutlich: Es wird schwierig mit dem Erhalt der Bezirksliga.

BERGKAMEN -   Alle drei Bergkamener Bezirksligisten gehen mit großen Sorgen in die Rückrunde – und nach dem Rücktritt von Andreas Bolst beim FC TuRa mit neuen Trainer in die zweite Saisonhälfte. Während Schlusslicht Oberaden kaum noch zu retten ist, gilt nach durchwachsner Vorbereitung beim FC TuRa und FC Overberge das Hauptaugenmerk auf den Klassenerhalt.

SuS Oberaden: Als abgeschlagenes Schlusslicht der Bezirksliga 8 geht der SuS Oberaden in die zweite Saisonhälfte. Dabei ist am Römerberg vieles neu: Mit Michael Pannicke und seinem „Co“ Ingo Silberbach kam ein neues Trainerduo für Bernd Schawohl; zudem kam ein halbes Dutzend neuer Spieler. Ebenso viele haben die Grün-Weißen allerdings auch verlassen.

Zwar geht es im ersten Spiel nach der Winterpause im Kellerduell gleich gegen den Vorletzten TuS Eving-Lindenhorst (der hat sechs Zähler mehr auf der Habenseite). Aber so vermessen zu sein, vom Beginn einer Aufholjagd zu sprechen, ist Pannicke nicht: „Wenn man in der Hinrunde nur vier Punkte holt, kann man nicht groß von Zielen reden“, sagt er, und: „Unser Ziel ist es, so viele Punkte zu holen, wie es eben geht.“

Zu wenig Zeit für Michael Pannicke

Die sechs Wochen in der Vorbereitung bewertet der neue Coach als positiv. „Als wir gekommen sind im Dezember, war die Truppe kurz vor dem Auseinanderbrechen. Jetzt haben wir im Schnitt 14 Mann beim Training und die Stimmungslage hat sich deutlich verbessert“, sagt Pannicke. Er hätte gerne mehr Zeit gehabt, um seine Vorstellung vom Fußball umzusetzen, „so zwölf oder sogar 18 Wochen, aber das geht ja nicht.“ Aus seinem 18 Spieler umfassenden Kader ziehen alle mit, derzeit ist nur Yasin Klai im Urlaub (aber auch der ist am Sonntag zurück).

Die Testspiele zeigten auch eine weitere Einschätzung Pannickes: „Wir wissen auch, dass es mit dem Potenzial für die Bezirksliga schwierig bei uns ist.“

So gab es im ersten Test unter Pannicke gegen den B-Ligisten FC TuRa Bergkamen II eine 3:5-Pleite. Immerhin gab es ein 4:0 gegen den SuS Rünthe, allerdings auch zwei weitere Niederlagen gegen A-Ligisten (0:2 gegen SG Massen, 0:4 gegen Preußen Lünen).

Da die Generalprobe gegen Lüdinghausen am vergangenen Sonntag vom Gast abgesagt wurde (es war der dritte Spielausfall in der Vorbreitung), folgt am heutigen Donnerstag ab 19 Uhr daheim gegen BV Brambauer II ein kurzfristig vereinbarter weiterer Test.

FC TuRa Bergkamen: Als bester Bergkamener Bezirksligst beendete TuRa Bergkamen die Hinserie auf Platz neun mit 21 Punkten. Dennoch sind die Verantwortlichen mit der Vorbereitung unzufrieden. Trainer Andreas Bolst sagte vor seinem Rücktritt, sie sei „nicht akzeptabel“ und ungenügend abgelaufen.

Es gab viele Verletzte, krankheits- und berufbedingte Ausfälle und – viel schlimmer – mangelnde Einstellung bei einigen Spielern.

Zudem ging auch Kapitän Matthias Freyermuth von Bord – ihn zog es aus beruflichen Gründen nach Bielefeld. Obwohl sonst der Kader zusammenblieb, wird es wohl noch ein bisschen dauern, bis die Nordbergkicker wieder in Tritt kommen.

Lediglich einen Sieg gab es in vier Testspielen – dieser gelang gegen den SV Südkirchen. Weitere Testspiele mussten wegen zu vieler Ausfälle sogar abgesagt werden.

FC Overberge: Auch beim FC Overberge gab es im Winter einen Wechsel auf der Trainerbank. Daniel Frieg hörte aus beruflichen Gründen auf, der Werner André Kracker übernahm. Zudem lief es in der Hinrunde auch nicht so wie gewünscht, so dass das Ziel beim FCO weiterhin lautet: Klassenerhalt.

Die Vorbereitung bezeichnete Kracker als schwierig. Er musste nicht nur ein neues Team kennen lernen, sondern auch neue Spieler integrieren. Mit Oscar Tobio-Lemos, Sebastian Golly und Christian Tobio-Lemos verließen drei Spieler den Verein im Winter, dafür wurden Spieler geholt, die jung sind und Perspektive haben – zum Beispiel Steven Schnura vom SuS Rünthe oder Daniel Friebe vom VfK Nordbögge. Insgesamt wurden vier Neue verpflichtet, zudem durfte sich der eine oder andere Reservespieler beweisen.

Trotzdem war die Traininbgsbeteiligung alles andere als optimal, so dass zum Beispiel taktische Varianten nicht einzustudieren waren. „Wir haben weiterhin enormes Verletzungspech. Unser Ziel kann es jetzt mit dem Kader nur sein, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern“, sagt Kracker angesichts eines Polsters von acht Punkten zum ersten Abstiegsrang.

In den Testspielen gab es Höhen und Tiefen: Mal schlug der FCO einen Landesligisten (SSV Mühlhausen) mit 3:2, dann gab’s als Gegenstück ein 1:3 gegen einen A-Ligisten (SG Massen). Insgesamt ist die Bilanz jedoch positiv mit fünf Siegen in sieben Spielen. „Die Ergebnisse interessieren mich aber kein Stück“, sagt André Kracker, und: „Wichtig ist, dass wir am Sonntag gegen den Werner SC gerüstet sind, sonst könnte das schon böse enden.“ -  sep/fraz

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