Oberaden reicht Punkt gegen WSC, spezielle Rolle für FCO

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Zwischen dem WSC und Oberaden, hier eine Szene aus dem Hinspiel zwischen Chris Thannheiser (unten) und Andreas Triller, geht es noch um einiges.

BERGKAMEN – „Die Stimmung im Team ist natürlich sehr gut“, sagt Guido Tönnes, Sportlicher Leiter des SuS Oberaden, vor dem Heimspiel gegen den Werner SC. Denn Oberaden reicht am Sonntag (15 Uhr) ein Punkt, um den Klassenerhalt zu schaffen. Overberge könnte in Sachen Klassenerhalt das Zünglein an der Waage sein, TuRa ist zum Zuschauen verdammt.

Bezirksliga 8: SuS Oberqaden – Werner SC. „Ist doch klar, die wollen das gegen uns fix machen, die sind heiß“, weiß auch Kurtulus Öztürk, was seine Mannschaft auf dem Römerberg erwarten wird. Abschenken wird der Sport Club dennoch nichts. „Bei uns ziegt die Kurve klar nach oben. Wir wollen den dritten Platz festigen. Und vielleicht werden wir mit ein bisschen Glück sogar noch Zweiter“, sagt Öztürk, der Oberaden „sowieso zu keiner Zeit der Saison als Abstiegskandidaten“ gesehen hat. Bei nur einer Niederlage in den letzten neun Spielen haben die Grün-Weißen die Basis dafür gelegt, die Liga aus eigener Kraft zu sichern.

Die Gastgeber schöpfen personell fast aus dem Vollen. Nur Innenverteidiger Jonas Hülsmann fehlt verletzt. „Aber Triller und Orhan machen ihren Job da hinten sehr gut“, sagt Guido Tönnes. So wird die Startelf vom Sieg in Bergkamen auflaufen.

Kurtulus Öztürk, dessen Team zuletzt beim TSC Eintracht Dortmund (2:1) und daheim „last minute“ mit 3:2 gegen Langschede gewann, wird umbauen müssen. Eine Leistenverletzung zwingt Hisham Saado zum Zuschauen. Dafür rückt Leon Heese in die Innverteidigung, da für die A-Junioren die Saison beendet ist.

Daniel Durkalic, der zuletzt wegen „Magen-Darm“ fehlte, kommt in den Kader zurück, bleibt aber zunächst auf der Bank. „Yannick Eisenbach hat sich fit gemeldet und trainiert, da sehe ich keinen Grund zu wechseln“, sagt Öztürk. Für den WSC-Trainer ist es auch die Option, für die nächste Saison zu testen. Denn da arbeitet Daniel Durkalic an seinem Meisterbrief – und das vornehmlich in Karlsruhe. „Er wird uns häufiger nicht zur Verfügung stehen“, weiß Kurtulus Öztürk schon jetzt.

So wird Eisenbach – wie zuletzt gegen Langschede in einer 4:3:2:1-Formation – als einzige Spitze vor einer „Doppel-Zehn“ mit Thannheiser und Schwerbrock spielen. Dahinter ergibt sich ein Dreier-Mittelfeld mit Simon auf der Sechs, Marius Nowak auf der rechten und Özkan Saka auf der linken Seite. „Er hat sich einen Platz in der Startelf verdient“, sagt Öztürk, der Marcel Eichhorst auf die Bank beordert. Er hatte gegen Langschede mit zwei Fehlern die Gegentore begünstigt. „Das ist aber keine Bestrafung. Einen schlechten Tag hat jeder mal“, sagt Öztürk, der in der Abwehrkette neben Heese noch Bastian Schöpper in der Innenverteidigung aufbietet und außen mit Schnee und Seifert bewährte Kräfte stehen hat.

FC Overberge – VfL Kamen. Verschafft der FC Overberge dem Ortsnachbarn TuRa Bergkamen die letzte kleine Chance, den Klassenerhalt am letzten Spieltag noch zu schaffen – oder rückt dieses Unternehmen in weite Ferne? Denn bei einem Sieg der Overberger würde der Vorsprung vom VfL Kamen (36 Punkte) zu TuRa Bergkamen (35) bei einem Zähler bleiben, bei einem Sieg in Overberge wäre der Klassenerhalt für die Kamener sicher.

Daniel Frieg macht sich über diese Dinge aber „keinen Kopf“, denn der FCO-Trainer möchte mit seinem Team das letzte Heimspiel vor eigenem Publikum für sich entscheiden. „Wir wollen unsere gute Saison mit zwei Erfolgen abschließen, wir können keine Rücksicht auf die anderen nehmen“, sagt Frieg. Zwar hat Kaiserau durch den Sieg letzte Woche gegen den FCO (3:0) den Klassenerhalt geschafft, doch so chancenlos waren die Gäste gar nicht. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, daran müssen wir anknüpfen und dabei unsere Chancen besser nutzen“, sagt Frieg.

Personelle Lage: Moritz Manka (Gelb-Rot) und Hendrik Gümüser (Rot) sind nach ihren Platzverweisen aus dem Spiel gegen Kaiserau gesperrt. Gümüser muss insgesamt nur ein Spiel zuschauen. Für ihn steht wieder Tim Pelka zwischen den Pfosten, während Mathias Göke die Innenverteidiger-Position von Manka übernimmt. Zudem wurde Yasin Isiktekin bereits am Mittwoch verabschiedet. Frieg: „Yasin arbeitet jetzt beruflich in der Schweiz und wird nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Ergebnisse: Overberge unterlag Kaiserau mit 0:3. Kamen musste sich Alemannia Scharnhorst im Abstiegsduell ebenfalls 0:3 geschlagen geben.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, An der Hansastraße. - sep/gu

TuRa Bergkamen: Andreas Bolst, Trainer des spielfreien FC TuRa Bergkamen, und seine Spieler werden am Sonntag wohl weder in Overberge noch in Oberaden mitfiebern, wenn andere über ihre Ligazugehörigkeit für die kommende Saison entscheiden können. „Wir werden trainieren“, sagt Andreas Bolst, „anschließend werden wir noch ein bisschen grillen und etwas trinken. Wir können es eh’ nicht beeinflussen.“

Die Chance für den FC TuRa (35 Punkte), sich mit einem Sieg am letzten Spieltag beim Werner SC zu retten, besteht weiter, wenn:

1) SuS Oberaden (38 Punkte) und VfL Kamen (36) am Sonntag verlieren werden.

2) Oberaden verliert und Kamen unentschieden spielt.

3) Kamen gewinnt und Oberaden verliert.

4) Oberaden gewinnt und Kamen verliert oder unentschieden spielt.

5) SuS Kaiserau (38 Punkte) sehr, sehr deutlich beim TSC Eintracht Dortmund verliert.

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