Nur FC TuRa im Soll, FCO hinkt eigenen Ansprüchen hinterher

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Dennis Tost hat seine wenig erfolgreiche zweiwöchige Tätigkeit als Interimstrainer des FC Overberge beendet.

BERGKAMEN -  Nach neun Spieltagen in der Saison 2014/15 müssen die Bergkamener Teams in der Bezirksliga kleine Brötchen backen, wobei der FC TuRa mit seinem Platz im Mittelfeld höchst zufrieden ist und der SuS Oberaden einen Überraschungs-Teilerfolg landete. Aber der FC Overberge hatte sich im Vorfeld der Serie einen besseren Tabellenrang ausgerechnet.

Bestes Bergkamener Team ist derzeit etwas überraschend der FC TuRa Bergkamen. Das Team von Coach Andreas Bolst hat derzeit zwölf Zähler auf der Habenseite und belegt damit den zehnten Rang. Für die TuRaner und deren Trainer läuft die Saison bisher im Plan. Bekanntlich wurde in der Vorsaison am Nordberg erst in allerletzter Sekunde der Klassenerhalt perfekt gemacht. „Mit dem 3:2-Erfolg im Derby beim SuS Kaiserau haben wir uns vorerst aus der Gefahrenzone verabschiedet und uns ins Mittelfeld absetzen können“, freute sich Bolst nach dem Triumph.

Sein Team hatte im Kaiserauer Sportzentrum gleich zweimal einen Rückstand wettgemacht und am Ende durch einen verwandelten Elfmeter von Samet Ayyildiz in der Schlussminute die drei Punkte eingefahren. Ein Ruhepolster ist damit jedoch nicht geschaffen, dennoch fahren die Rot-Weißen nun mit einem sicheren Gefühl und jeder Menge Selbstvertrauen zum nächsten Auswärtsspiel nach Dorstfeld.

Alles andere als selbstbewusst agierte hingegen den sonntägliche Gegner SuS Kaiserau. Selbst die zweimalige Führung konnte der Mannschaft von Alex Berger das Sieger-Gen nicht zurückgeben. Nicht viel ist mehr da von der großen Euphorie der Rückrunde der vergangenen Saison, die der SuS mit 30 Punkten auf dem dritten Rang der Rückrunden-Tabelle abschloss. Mit vier Zählern dümpelt Kaiserau weiterhin im Tabellenkeller und liegt nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen Schlusslicht SuS Oberaden.

Das sendete allerdings am Sonntag ein weiteres Lebenszeichen. Nach dem Sieg gegen die TSC Eintracht Dortmund folgte nun erneut am Römerberg ein 0:0 gegen den starken Aufsteiger VfL Kemminghausen. „Da hat man wieder gesehen, dass wir mit jedem Gegner mithalten können“, freute sich Coach Bernd Schawohl. „Mit ein wenig mehr Glück wäre sogar ein weiterer Dreier drin gewesen.“ Ein starkes Debüt im Dress der Grün-Weißen lieferte Cengiz Kaz ab. Der routinierte Neuzugang, der vom SC Fröndenberg-Hohenheide gekommen war, gab nach Ablauf seiner einjährigen Sperre seinen Einstand in der Meisterschaft und übernahm als Kapitän gleich Führungsaufgaben. „Er war direkt der Chef auf dem Platz und hat die Truppe dirigiert“, lobte auch Schawohl.

Einen Feldverweis zu beklagen hatte der FC Overberge. Beim Spiel in Wethmar erwischte es Mittelfeldmann Oscar Tobio Lemos mit einer Ampelkarte wegen Meckerns. Absolut überflüssige Karte, denn eigentlich hatte der Schiri auf Freistoß für Overberge entschieden. Tobio Lemos machte seinem Unmut aber weiter Luft und provozierte damit den Gelb-Roten Karton. „Damit hat er uns gewiss keinen Gefallen getan“, meinte auch Dennis Tost, der am Sonntag letztmals den etatmäßigen Coach Daniel Frieg auf der Bank des FCO vertrat. Tobio Lemos ist der Gelbsünder der Liga, der vor zwei Wochen bereits nach fünf Verwarnungen beim Spiel in Ascheberg eine Sperre absaß.

Zwar unterlag Overberge beim Ligafavoriten mit 1:2, zeigte aber dennoch eine deutliche Leistungssteigerung – vor allem in Unterzahl. „Wenn wir so in den kommenden Partien auftreten, dann werden wir wieder punkten“, hofft Tost. Zähler sind auch dringend nötig, denn bislang stehen davon lediglich zehn zu Buche. Nicht nur den eigenen Ansprüchen hinkt der FC Overberge hinterher, auch die Abstiegszone ist nur noch drei Punkte entfernt. - db

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