SuS-Vorsitzender Wenzel: „Team zeigt nicht erhoffte Leistung“

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Heinz Wenzel

BERGKAMEN - Frank Lewandowski ist seit Montag kein Trainer mehr beim SuS Oberaden. Heinz Wenzel, Fußball-Chef beim Bergkamener Bezirksligisten, erläutert im aktuellen Gespräch mit WA-Mitarbeiter Dirk Berkemeyer. die Beweggründe.

Herr Wenzel, die Partie gegen Wethmar war Frank Lewandowski letzte auf der Oberadener Trainerbank. Warum?

Wenzel: Wir im Vorstand waren uns einig, dass wir nun handeln müssen. Die Mannschaft hat sich auf dem Platz angeschrien und nicht die erhoffte Leistung gezeigt. Das haben wir gesehen, aber auch unsere Zuschauer. Das lief in die falsche Richtung. Wir haben nun zwei Wochen Zeit, einen neuen Coach zu finden.

Das heißt, dass es noch keinen Nachfolger für Lewandowski gibt?

Wenzel: Nein, den gibt es definitiv noch nicht. Wir haben ein Anforderungsprofil erstellt und werden den neuen Mann nun nach unseren Kriterien sichten. Es gibt vier Kandidaten, diese werden wir nun eingehend beleuchten und uns dann möglicherweise bis zum Wochenende entscheiden.

Welche Kriterien muss der neue Mann erfüllen?

Wenzel: Vor allem muss er sich mit dem Verein identifizieren und unser Jugendkonzept mittragen. Wir bauen auf unsere eigene Jugend. Das war übrigens auch ein Problem der jetzigen sportlichen Leitung. Wir haben fünf A-Jugendliche hochgeschrieben, aber die kamen nicht zum Einsatz. Trotz einiger personeller Engpässe wurden dann Spieler aus den Alten Herren hochgezogen. Wir haben Jugendspieler genau deswegen an andere Klubs verloren, weil sie bei uns keine Perspektive gesehen haben.

Es wurde kolportiert und seitens des Vorstandes auch gesagt, dass die Chemie zwischen Lewa und dem Team nicht mehr gestimmt habe…

Wenzel: Das ist so nicht korrekt wiedergegeben. Im Gegenteil. Zwischen Mannschaft und Trainer lief es immer super. In unseren Augen aber dann auch einfach zu gut. Da war der Blick für die Realität dann vielleicht nicht mehr so gegeben, wie es nötig gewesen wäre. Wir waren uns schon vor längerer Zeit einig, dass wir mit Lewandowski ab Sommer nicht mehr weitermachen würden.

Die plötzliche Absetzung des Coaches hat in der Mannschaft hohe Wellen geschlagen. Die Kommentare lassen den Vorstand nicht in einem positiven Licht erscheinen.

Wenzel: Das haben wir natürlich mitbekommen, aber da müssen wir uns nun zusammenraufen. Es sind einige wenige, die da ihre Meinung kundgetan haben. So ist das eben in der digitalen Medienwelt heutzutage.

Und was passiert, wenn die Anti-Stimmung anhält, und die Spieler nun nicht mehr ihre Knochen hinhalten wollen für den SuS?

Wenzel: Dann werden wir die hochgeschriebenen A-Jugendlichen hochziehen, und unser Team mit Spielern aus der 2. Mannschaft und den Alten Herren auffüllen.

Das würde der Klassenerhalt natürlich ernsthaft in Gefahr bringen…

Wenzel: Wenn es so kommen sollte, werden wir in der nächsten Saison einen Neuanfang in der Kreisliga A starten. Auch hier ist sich der Vorstand einig. Wir haben vorher alle Pros und Contras abgewogen, bevor wir uns zu diesem Schritt entschieden haben.

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