2:2 – Werner SC tritt auf der Stelle

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Vollversammlung im Nordkirchener Strafraum.

Werne - Der Werner SC ist in der Fußball-Bezirksliga (8) seit sechs Partien ohne Niederlage, tritt aber weiterhin auf der Stelle: Das 2:2 (0:0) beim FC Nordkirchen ist im achten Spiel bereits das fünfte Unentschieden.

Vor gut 200 Zuschauern am Schloss muss die Begegnung schon zur Pause entschieden sein: Zehn klare Chancen bei den Gästen, null bei den Gastgebern zeigt die Strichliste. Das Dilemma setzt sich nach dem Seitenwechsel fort. Aus dem Spiel heraus geht nichts, Thannheiser und Baslarli brauchen ruhende Bälle, um ins Netz zu treffen.

Der WSC spielt mit Leon Heese für den erkrankten Dennis Seifert in der Innenverteidigung, auch Thannheiser und Zilligen rotieren wieder in die Startelf. Das Team von Kurtulus Öztürks verteidigt in seinem 4-4-2 recht hoch und lässt den FCN kaum zur Entfaltung kommen.

Frank Janson soll bei den Gastgebern das durch Tom Gebhardts Verletzung entstandene Torhüterproblem lösen – immerhin ein Keeper mit Regionalliga-Erfahrung. Doch Janson ist die fehlende Trainings- und Spielpraxis anzumerken. Er wird zum Problem, fordert manch’ heikle Situation heraus. Zudem bekommen seine Vorderleute unter dem Werner Druck nur selten einen geordneten Spielaufbau hin. So bekommt der Sport Club Chancen über Chancen auf dem Silbertablett serviert:

6. Minute: Baslarli überläuft Dennis Gerleve, sein Schuss wird zur Ecke abgewehrt.

8. Minute: Freistoß Rohlmann, Faustabwehr Janson genau auf Baslarli, Gerleve entschärft dessen Schuss auf der Torlinie.

12. Minute: Baslarli sieht, dass Janson zu weit vor seinem Kasten steht, schlenzt die Kugel aus 28 Metern über den Keeper hinweg ans Lattenrkreuz.

14. Minute: Saado läuft alleine auf Janson zu, verstolpert aber den Ball.

17. Minute: Flanke Saado von rechts, Rohlmann schießt gegen Jansons Laufrichtung um Zentimeter am Pfosten vorbei.

20. Minute: Jansons Abwurf landet direkt bei Thannheiser, Nordkirchens Keeper bügelt den Fehler wieder aus.

21. Minute: Kopfball Rohlmann nach Flanke Thannheiser – und so weiter, und so weiter, und so weiter...

So wird das nichts mit einer entspannten zweiten Halbzeit für Kurtulus Öztürk. Immerhin geht sein Team anch 57 Minuten verdient in Führung. Steffen Klüsener kriegt bei Thannheisers Flanke den Ball an die Hand, Schiri Skorupa zeigt sofort auf den Punkt. Der Flankengeber schnappt sich den Ball, verwandelt den Elfer sicher unten rechts. Die Freude währt zwei Minuten. Dann verfummelt Klossek – für den verletzten Zilligen ins Spiel gekommen – den Ball im Mittelfeld, statt den sicheren Pass nach Außen zu Thannheiser zu spielen. Schwerbrock spielt den Konter auf Raphael Lorenz, Giffey steht falsch zum Mann und foult. Wieder gibt’s Elfmeter: Rafalski ahnt die Ecke, der Gefoulte verwandelt mit Glück zum Ausgleich.

Auf der Gegenseite rettet Schwerbrock auf der Linie, dann gibt’s nach Foul an Klossek einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor: Erkan Baslarli nimmt Maß und schießt den Ball mit Gewalt unter die Latete und ins Netz (70.). Doch wieder bringt sich der WSC in Not. Schnee verliert auf rechts das Duell mit zwei Nordkirchenern. Den Konter über seine ungesicherte rechte Seite nutzt Freddy Nolte – von Heese festgehalten – mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich (76.) Nordkirchen zeigt in der Schlussphase eine erstaunlich gute Physis, besitzt durch Kaiser zwei Minuten später sogar die Chance zum 3:2.

FCN: Janson – Wessels, Klüsener, Gerleve, Mikuljanac (63. Kaiser), Jaber (75. Mangels), Schwerbrock, Torlop, Nolte, Lorenz, Wilde

WSC: Rafalski – Schnee, Giffey, Heese, Zilligen (46.Klossek) – Rohlmann (79. Stöver), Simon, Bruland, Thannheiser – Baslarli, Saado

Tore: 0:1 (58.) Foulelfmeter Thannheiser, 1:1 (61.) Foulelfmeter Lorenz, 1:2 (70.) Baslarli, 2:2 (76.) Nolte

Trainermeinung:

Heiko Ueding (FCN): Das Spiel hatte null Qualität, war schlecht von beiden Mannschaften. Der Werner SC hat es vor der Pause nicht verstanden, aus unseren Fehlern Tore zu machen. Nach hinten heraus haben wir unsere körperlichen Stärken ausgespielt. Unter dem Strich ist das in Ordnung, wenn du zweimal einen Rückstand wettmachst.

Kurtulus Öztürk (WSC): Ich sage, dass wir in allen Belangen besser waren. Nur das Ergebnis stimmt nicht. Das waren zwei völlig unnötige Ballverluste, die zu den Gegentoren führen. Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden durchaus als Erfolg empfunden, nun fühlt es sich an wie eine Niederlage. Wir müssen das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden.

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