Nach Seppenrade: Geht nun auch der VfL Senden?

Der VfL Senden – hier das Bezirksliga-Team im Spiel gegen FC Overberge, denkt über einen Kreiswechsel nach.

SENDEN -  Dem Fußballkreis Lüdinghausen droht weiterer Aderlass. Beim VfL Senden wird ab sofort offen diskutiert, ob der Großverein den kleinen Kreis verlassen soll. Das berichtet eine in Senden erscheindende Tageszeitung.

Sollten die Sendener die Entscheidung für einen Wechsel treffen, dürfte der Antrag nach den bisherigen Erfahrungen vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen problemlos genehmigt werden.

Der Kreis Lüdinghausen würde dann den dritten Verein verlieren nach Westfalia Wethmar (zur Saison 2013/14 in den Kreis Unna/Hamm) und Fortuna Seppenrade (zur kommenden Saison in den Kreis Ahaus/Coesfeld). Und auch dieser Abgang würde gerade den Nachwuchsbereich treffen. Der VfL hat 23 Jugendteams zum Spielbetrieb gemeldet, davon vier Mädchenmannschaften. Das ist in etwa der Verlust, den der Kreisjugendausschuss auch durch Wethmar und Seppenrade zu verkraften hat. Außerdem kicken für Senden drei Herren- und zwei Damenmannschaften um Punkte sowie eine Altherrenmannschaft in Freundschaft.

Eine vereinsinterne Kommission, die in Kürze gebildet wird, soll sich mit einem möglichen Wechsel, vorzugsweise in den Fußballkreis Münster, intensiv befassen. Das wurde am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung auf Anregung des Jugend-Vorsitzenden Christian Arends beschlossen.

Die Kommission diskutiere ergebnisoffen, so Gerhard Buchholz. Eine Vorentscheidung sei noch nicht gefallen, betont der alte und neue VfL-Vorsitzende.

Weil Fortuna Seppenrade wechselt, sei das Thema für den VfL wieder aktuell geworden Man müsse davon ausgehen, dass der Kreis Lüdinghausen früher oder später aufgelöst werde. Nun wolle man als Verein lieber selbst aktiv werden, wird Buchholz zitiert.

Wenn, dann sei ein Wechsel in den Kreis Münster zurzeit die erste Option. „Das werden wir aber in Ruhe prüfen. Egal, in welchem Kreis wir spielen, wir liegen ja immer in Randlage“, sagte Buchholz.

Kein Wechsel in diesem Sommer

Die genaue Zusammensetzung der Kommission sei ebenso noch offen wie der Zeitplan. „Wenn wir einen Antrag stellen sollten, dann auf keinen Fall zur nächsten Saison“, sagt Buchholz. Jugendleiter Arends will nach eigenen Angaben zunächst in einer kleinen Umfrage unter den VfL-Trainern ein Stimmungsbild einfangen. „Am Ende spricht die Kommission eine Empfehlung aus“, erklärt der Initiator, „und der Vorstand soll dann eine Entscheidung fällen.“ - red

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