Kemminghausen Meister, Wethmar Zweiter

Ausgelassen feierten die Kemminghausener Spieler die Meisterschaft. - Archivfoto: Gudra

Dortmund - Auch der VfL Senden hat den VfL Kemminghausen nicht gestoppt – der ist nun Bezirksliga-Meister und dabei von der Kreisliga A bis in die Landesliga durchmaschiert.

Dahinter hat Wethmar die besten Chancen auf die Vizemeisterschaft und der Teilnahme an der Aufstiegsrunde.

Bezirksiga 8: VfL Kemminghausen – VfL Senden 5:2 (1:0). Das Team von Trainer Giovanni Schiattarella feierte anschließend ausgelassen vor 600 Zuschauern. Kemminghausen, der Stammklub von BVB-Unikat Kevin Großkreutz, blieb damit auch im 29. Saisonspiel ungeschlagen. Die Gäste lagen nach knapp 75 Minuten mit 0:5 zurück, waren aber trotzdem mehr als nur Statisten. „Wir wurden nicht abgeschossen, das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, erklärte der Sendener Trainer Taylan Berik. Nach zehn Minuten gingen die Gastgeber in Führung. Nach dem zweiten Tor durch Dustin Nehm kurz nach der Pause versuchte Senden, den Druck zu erhöhen, geriet aber 0:5 in Rückstand. Dabei gelang Markus Bednarek ein Hattrick binnen 15 Minuten.

Patrick Reckmann und Timo Lemmer verkürzten noch auf 2:5. Die Sendener sind auf Platz sieben Platz zurückgefallen und können den anvisierten fünften Rang nicht mehr erreichen.

Tore: 1:0 (10.), 2:0 (53.) beide Nehm (53.), 3:0 (59.), 4:0 (65.), 5:0 (74.) alle Bednarek, 5:1 (80.) P. Reckmann (80.), 5:2 (85.) T. Lemmer

SV Langschede – Westfalia Wethmar 0:2 (0:0). 75 Minuten mühte sich die Westfalia vergebens. Und es schien bereits so, dass der Sieglos-Fluch gegen die Fröndenberger Vorstädter bestehen bleiben würde. Doch dann kam Dominik Dupke mit einem Geniestreich (76.).

Nach einem Ballgewinn kam die Kugel kurz hinter der Mittellinie in der SVL-Hälfte zu dem Youngster. Der schaute kurz hoch und erkannte, dass Schlussmann Johann zu weit vor seinem Tor stand. Dupke nahm Maß und traf aus 35 Metern gefühlvoll mit einem Heber zum 0:1.

Dieser Treffer war der „Dosenöffner“ für die erwartet ganz schwierige Partie, die Wethmar schließlich verdient mit 2:0 gewann und damit den ersten Pflichtspielerfolg gegen Langschede überhaupt feierte.

Damit verteidigte die Lüggert-Elf den zweiten Platz und kann mit einem weiteren Sieg zum Saisonabschluss gegen den SuS Kaiserau die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga perfekt machen. „Die Jungs haben sich unglaublich reingehauen. Ein großes Lob“, sagte Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling.

Wethmar vergab vor der Pause erste Chancen. Langschede schnürte die Gäste ein und vergab durch Sparenberg das 1:0 (22.). Ab der 30. Minute wurde der Gast stärker: Quierings Schuss wurde von der Linie gekratzt und Steinhofer köpfte knapp vorbei.

Nach der Pause gab es für eine Notbremse an Dupke nur Gelb statt Rot und keinen Strafstoß (48.). Elfmeter gab es wenig später für ein Foul an Holz (59.), doch Püntmann scheiterte am Langscheder Schlussmann. Wenig später sah Langschedes Sparenberg die Ampelkarte. In Überzahl spielte Wethmar weiter Powerplay und kam zu Hochkarätern im Fünf-Minuten-Takt – bis Dupke für die Erlösung sorgte.

„Wir haben hier eine weitere ganz hohe Hürde übersprungen. Jetzt lassen wir uns Platz zwei nicht mehr nehmen“, ist sich Rolf Nehling ganz sicher.

Wethmar: Grenigloh – Holz, Quiering (46. Püntmann), Mantei, Harder, Oh, Steinhofer, Felsberg (72. Nkongo Enoh), de Grood, Dupke, Richter (65. Naujoks).

Tore: 0:1 (76.) Dupke, 0:2 (82.) Püntmann

Bes. Vork.: Püntmann verschießt Foulelfmeter (59., Westfalia), Gelb-Rot für Sparenberg (SVL, 59.)

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