Intensives Remis zwischen WSC und Wethmar

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Verbissen geführte Zweikämpfe – wie hier zwischen Baslarli (links) und Mantei – gab es im verfolgerduell der Bezirksliga 8 zuhauf.

Werne - Der Werner SC bleibt in der Fußball-Bezirksliga (8) auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen, tritt bei der Verfolgung der führenden Teams aber auf der Stelle. In einem verbissen geführten Duell trennt sich der Sport Club am Samstag vor 200 Zuschauern im Lindert mit einem 1:1 (1:1) von Westfalia Wethmar.

Mit Blick auf die wenigen Torchancen war es ein korrektes Ergebnis. Fünf Punkte sowie Wethmar und Nordkirchen liegen zwischen dem WSC und FC Overberge auf Platz zwei.

Beide Mannschaft betreiben schon in den ersten Sekunden einen enormen Aufwand im Mittelfeld, beginnen einen verbissenen Kampf um jeden Quadratzentimeterr Raum und gehen mit enormer Wucht in die Zweikämpfe. So suchen Werne wie Wethmar andere Wege, um hinter die gegnerischen Reihen zu kommen. Lang gespielt Diagnonalbälle kommen zum Einsatz.

Beim WSC geht dieser Versuch schon mit dem ersten Angriff auf. Giffey spielt quer über den halben Platz nach links auf Rohlmann. Baslarli bekommt den Ball, düpiert seinen Gegenspieler mit einer simplen Täuschung und bringt den Ball – halb Flanke, halb Schuss – scharf vor das Tor. Jussef Saado hält den Fuß in die Flugbahn und trifft am ersten Pfosten flach und unhaltbar zum 1:0 (3.).

Zwischen der Führung für die Gastgeber und dem Ausgleich liegen 28 Minuten – pardon! – Abnutzungskampf im Mittelfeld. Dann bekommt Wethmar auf der linken Seite ein bisschen Raum und nutzt diesen sofort. Alzerreca Mora flankt ungestört auf Mohamed Camara, der Vorwick mit einem Kopfball keine Chance lässt.

Danach wird es hektisch, zumal Schiedsrichter Kokott mit der Intensität der Zweikämpfe inzwischen überfordert ist und zu viel durchgehen lässt. Bruland läuft gegen Camara heiß und als Dupke den Ball aus zwei Metern unter dem Gejohle des Werner Anhangs in den Unterleib kriegt, gibt’s die erste Rudelbildung – auch, weil Wethmars Physio Goran Miletic WSC-Angreifer Baslarli getreten haben soll. Der Rest der ersten Halbzeit besteht aus purer Hektik, zumal der Westfalia ein Abseitstor nicht anerkannt wird.

Nach dem Seitenwechsel – in der Pause werden die Bereiche hinter den Trainerbänken von Zuschauern geräumt – geht es verbissen und hektisch weiter. In der 66. Minute gibt’s tatsächlich mal eine Torchance, doch Baslarli zirkelt den Ball aus acht Metern um Zentimeter am Pfosten vorbei ins Toraus. 13 Minuten später taucht Baslarli frei vor Torhüter Glaap auf, verstolpert aber. Wethmar protestiert vergebens auf Abseits. Die Gäste fühlen sich von Kokott eh schon benachteiligt. Trainer Lüggert nimmt nach einem harten Einsteigen von Zilligen durchaus ruhig und sachlich Kontakt zum Schiri auf – und darf dafür gleich den Innenraum verlassen.

In der Nachspielzeit haben beide Team sogar die Chance, den Lucky Punch zu setzen. Zunächst Wethmar, doch Vorwick reißt bei einem 22-Meter-Kracher von Dupke die Fäuste hoch. Auf der Gegenseite bekommt der WSC noch einen Eckball. Rohlmann bringt den Ball in Richtung Fünfer, Bruland köpft mit Wucht knapp einen Meter über das Tor. Der Werner Mittelfeldmann ist nach dem Abpfiff nicht mehr zu bremsen, sorgt für die nächste Rudelbildung. Felsberg soll ihn angespuckt haben. Für Fußballer ein schlimmeres Vergehen als viele Fouls...

Werne: Vorwick – Zilligen, Seifert, Giffey, Schnee – Rohlmann, Bruland, Simon, Thannheiser – Baslarli, Saado (67. Stöver)

Wethmar: Glaap – Markowski, Mantei, Enoh (62. Quiering), Camara, Dupke, Oh (81. Gül), Mora, Felsberg, Krug (62. Helmus)

Tore: 1:0 (3.) Baslarli, 1:1 (31.) Camara

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