SVH-Frauen: Nun soll’s klappen mit dem Aufstieg

Laura Brockmeier ((links) erzielte 136 Tore in der vergangenen vier Spielzeiten. Foto: Lenfers-Lücker

Herbern - Der SV Herbern ist Herbstmeister in der Fußball-Bezirksliga 7 der Frauen. Nach zweiten, dritten und vierten Plätzen seit 2010 wollen die Herberner Spielerinnen in dieser Saison aufsteigen.

Und das unabhängig von der Tatsache, dass es am vergangenen Sonntag im ersten Spiel der Rückrunde daheim gegen den Verfolger VfL Wolbeck mit dem 1:2 die ersten Saisonniederlage für den Spitzenreiter gab.

Denn der SVH hat ein großes Ziel: Er will den Nimbus als die scheinbar „Unaufsteigbaren“ besiegen. Diese Bürde begleitet die SVH-Frauen mittlerweile seit über fünf Jahren. In dieser Spielzeit sind die Herbernerinnen aber auf dem allerbesten Weg zum heiß ersehnten Aufstieg. Mit 37 Punkten aus zwölf Spielen stehen sie an der Tabellenspitze – mit drei Zählern Vorsprung auf Wolbeck und Amelsbüren.

Für die SVH-Frauen bringt der Blick auf die Tabelle nichts Neues. Seit ihrem Aufstieg in der Saison 2009/10 mischen die Blau-Gelben Spielzeit für Spielzeit ganz oben in der Bezirksliga mit. Zweiter (2011), Vierter (2012), Dritter (2013), Zweiter (2014), Vierter (2015) – eine Konstanz, mit der jeder Bundesligist, abgesehen vom FC Bayern, überaus zufrieden wäre. „Wenn es danach geht, sind wir in dieser Saison einfach mal dran“, meint Co-Trainer Malte Gärtner, der die Herberner Damen zusammen mit Frank Große-Budde und Frank Steincke trainiert.

„Wir sind nicht das erste Mal Herbstmeister. Doch davon können wir uns nichts kaufen“, sagt Gärtner. Dass es in dieser Saison nicht wieder zu einem kleinen Einbruch in der Rückrunde kommt, dafür sieht der Herberner Übungsleiter gute Gründe. „In diesem Jahr haben wir eine unglaubliche mannschaftliche Geschlossenheit. Das ist unser größtes Plus im Aufstiegsrennen.“ Nach Ansicht Gärtners rage keine Spielerin aus dem Team heraus.

Was nicht heißt, dass es beim SV Herbern nicht auch starke Einzelspielerinnen gibt. Auf Torjägerin Laura Brockmeier, die in den vergangenen vier Spielzeiten insgesamt 136 Tore schoss und auch jetzt schon wieder bei 14 Treffern steht, können sich die Herbernerinnen seit Jahren verlassen.

Auch Angreiferin Mareike Wenge hat bereits zehn Treffer gesetzt. Im Mittelfeld sorgen Katja Wellmann und Marina Roters im Zentrum für die nötige Spielkultur. In der Abwehr gewährleisten die zu Libera und Torhüterin umfunktionierten Routiniers Mieke Hüttig und Annika Börding defensive Stabilität. „Diese zentrale Kompaktheit wird durch unsere jungen Wilden auf den Außenbahnen optimal ergänzt“, so Gärtner. Dies zeigt auch die schnell abgeschlossene Integration der aus dem Mädchenbereich aufgerückten Spielerinnen Nadine Marek, Anna-Lena Hüsemann und Annika Brochtrup.

„Während der Hinrunde haben wir uns die besten Voraussetzungen geschaffen, die wir je hatten“, freut sich Gärtner.

„Wenn man zur Winterpause ganz oben steht, will man seine Position bis zum Ende der Saison auch nicht mehr hergeben“, sagt Gärtner, und: „Nichtsdestotrotz ist der Aufstieg kein Muss. Falls es aber doch so kommt, nehmen wir es gerne mit. Ich denke, dass wir auch in der Landesliga ganz gut mithalten könnten.“

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