Frieg rechnet mit Spielern ab – Nur FC TuRa im Soll

Emre Gül brachte den FC TuRa mit seinem Treffer zum 1:0 gegen den TSC Eintracht auf die Siegerstraße. - Foto: Eickmann

BERGKAMEN - Die erste Serie der Bezirksliga ist Geschichte, die Klubs gehen in die wohl verdiente Winterpause. Zeit also, um einen ersten Rückblick zu wagen. Haben sich die Hoffnungen und Wünsche erfüllt, wer darf zufrieden Weihnachten feiern, wem stehen nach dem Winter ungemütliche Stunden der Vorbereitung bevor und wen hat es aus heimischer Sicht besonders hart erwischt?

Zufrieden können die Trainer, Spieler und Verantwortliche des FC TuRa Bergkamen sein. Wurde in der Vorsaison am letzten Spieltag noch so eben der Sturz in die Kreisliga A vermieden, so hat sich TuRa im Sommer mächtig berappelt. Vor allem in der Defensive überzeugten die Bergkamener, in acht von 16 Spielen blieb das Team von Andreas Bolst ohne Gegentor. Fast schon folgerichtig stellen die Nordberg-Kicker damit die drittbeste Defensive der Liga. Vollauf zufrieden ist Übungsleiter Bolst dennoch nicht: „Fünf oder sechs Punkte mehr hätten wir holen müssen. Vor allem gegen die Spitzenteams haben wir immer sehr gut ausgesehen.“

Allerdings habe im Abschluss mehrfach die letzte Konsequenz gefehlt, oder man habe den möglichen Erfolg durch Unkonzentriertheiten hergeben müssen. „Aber da wissen wir wenigstens, was es 2015 zu verbessern gilt“, hat Bolst auch für das kommende Jahr schon konkrete Vorstellungen.

Tief gefrustet gehen hingegen die Kicker des FC Overberge in die Pause. Zum Abschluss einer verkorksten ersten Serie bezog die Truppe des scheidenden Coaches Daniel Frieg mit dem 2:6 bei Aufsteiger FC Hannibal nochmal ordentlich Prügel und fiel damit auf den 13. Platz zurück, der gerade noch so den Klassenverbleib bedeuten würde. Nach 16 Spielen stehen für das hoch gehandelte Ensemble nur 18 Zähler zu Buche, was anhand der Klasse des Kaders definitiv zu wenig ist. „Ich habe den Spielern anscheinend eine viel zu große Komfortzone gelassen. Es ist mir nicht gelungen, die Truppe weiterzuentwickeln“, nimmt Frieg einen Teil der Schuld auf sich.

SuS Oberaden hat 14 Punkte Rückstand

„Dennoch darf das kein Alibi für die Mannschaft sein. 85 Prozent des Kaders haben ihr wahres Leistungsvermögen nicht abgerufen. Da muss die Frage gestellt werden, ob es eine Kopfsache ist oder aber ob die Qualität fehlt.“ Die Antwort darauf wird der neue Mann an der Seitenlinie des FCO finden müssen, der ab 1. Januar 2015 die Chefrolle von Daniel Frieg übernimmt. Gespräche laufen im Hintergrund auf Hochtouren.

Den „neuen Boss“ bereits gefunden hat der SuS Oberaden. Michael Pannicke übernimmt zur Rückrundenvorbereitung gemeinsam mit seinem „Co“ Ingo Silberbach am Römerberg. Allerdings mutet das, was die beiden Übungsleiter zu bewältigen haben, schon wie ein mittelgroßes Himmelfahrtskommando an. Vier Punkte auf dem Konto, abgeschlagen Tabellenletzter und 14 Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Das sind die Fakten, mit denen sich die neuen Leute in Oberaden auseinandersetzen müssen. Nur die größten Optimisten denken da noch an den Klassenverbleib, intern wird man sich bei den „Grün-Weißen“ wohl schon mit dem Neustart in der Kreisliga A beschäftigen.

Zwar sollen in der Winterpause Verstärkungen geholt werden, ob diese anhand der oben genannten Fakten aber zu einem Engagement überredet werden können, erscheint fraglich. - db

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