Möllers: „Jeder Verein würde das so machen“

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Holger Möllers

ASCHEBERG - Der Fußball-Bezirksligist TuS Ascheberg verstärkte am Sonntag massiv seine zweite Mannschaft mit Leistungsträgern aus der Ersten.

Ohne Erfolg: Während der TuS mit 0:6 beim Tabellenführer SC Husen-Kurl verlor, unterlag auch die TuS-Reserve im Kreisliga-Abstiegskampf mit 0:3 beim PSV Bork. Holger Möllers trainiert die erste Ascheberger Garnitur und nimmt dieser Maßnahme Stellung.

Standen Sie voll hinter der Entscheidung, so viele Spieler in die Zweite abzugeben?

Holger Möllers: Ja, ich stelle mich da ganz in den Dienst des Vereins. Es ist eine grundsätzliche Überlegung, ob wir versuchen, die zweite Mannschaft mit großer Unterstützung in der Kreisliga A zu halten. Wenn, dann müssen wir aber davon ausgehen, dass auch die letzten Spiele in der Bezirksliga deutlich gegen uns ausgehen werden. Einerseits würden wir uns damit ein bisschen die Saison kaputtmachen, andererseits ist es natürlich schön, eine zweite Mannschaft in der A-Liga zu halten.

Ziehen Sie das so wie am Sonntag bis zum Saisonende durch?

Möllers: Eine Konstellation wie am Sonntag mit einer Mischung aus beiden Mannschaften macht keinen Sinn. Dann stellt sich auch die Frage, ob nicht Spieler beider Mannschaften die Lust verlieren. Wenn, dann sollten wir so viele Spieler runtergeben, wie möglich ist. Dann müsste ich konsequenterweise aber auch bei dieser Mannschaft am Rand stehen. Die Frage ist auch, ob die Jungs aus der Zweiten Spaß haben, weiter in der A-Liga zu spielen und ob alle weitermachen wollen. Noch ist offen, wie wir es in den nächsten Wochen machen werden. Wir klären das in dieser Woche intern ab.

Können Sie verstehen, wenn andere Vereine in der Bezirksliga und Kreisliga die personellen Wechsel als Wettbewerbsverzerrung sehen?

Möllers: Ja, aber was heißt in der Bezirksliga schon Wettbewerbsverzerrung, wenn ich zum Beispiel sehe, dass sich in Kamen viele Spieler abgemeldet haben. Außerdem würde es jeder Verein so machen, wenn er die Möglichkeit hätte, seine zweite Mannschaft im Abstiegskampf zu unterstützen. Für uns wäre es nur schade, wenn wir den guten Namen, den wir uns mittlerweile erarbeitet haben, kaputtmachen würden. Das ist auch eine Frage der Außendarstellung, und da müssen wir uns jetzt innerhalb des Vereins abstimmen.

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