Ascheberg belohnt sich beim 4:3 gegen Overberge

Der TuS Ascheberg hatte bei Ecken oft die Lufthoheit im Overberge Strafraum. Hier scheitert allerdings Torschütze Hendrick Westhues knapp, FCO-Keeper Hendrik Gümüser. -  Foto: Zöllner

ASCHEBERG -  Sieben Tore, zwei verschossene Elfmeter der Gastgeber und eine hektische Schlussphase mit fünf Minuten Extra-Zeit sowie vielen Emotionen. Die mit 4:3 (3:2) durch den TuS Ascheberg gegen den FC Overberge gewonnene Partie hatte vieles zu bieten.

Beide Teams traten stark ersatzgeschwächt an und brauchten etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Das gelang zunächst den Gästen besser. Vergab Haluk Metin nach zwölf Minuten noch freistehend gegen TuS-Keeper Kofoth (12.), machte es Jörg Plattfaut nach 25 Minuten besser. Er nahm den Ball mit Schulter oder Oberarm mit und traf platziert mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel. „Wenn der Schiedsrichter gepfiffen hätte, hätten wir nicht gemeckert“, sagte FCO-Trainer Daniel Frieg zu dieser Situation. Es sollte später aber noch eine Reihe weiterer strittiger Szenen geben.

Gastgeber wollen unbedingt de Erfolg

Für die Gastgeber – zuletzt fünmal in Serie sieglos – war dies wie ein Weckruf. Erst traf Hendrick Westhues per Kopf nach einer Ecke zum 1:1 (32.). Nachdem de Sousa verpasste (34.), traf Henrik Füchtling nach Traumpass von Molina zum 2:1 aus spitzem Winkel (36.). Direkt im Gegenzug vergab Plattfaut freistehend das fast sichere 2:2 (27.). Besser machte es erneut Füchtling mit seinem Doppelpack bei einer Kopie des 2:1. Der FCO kam noch vor der Pause zum 3:2, als nach Plattfaut-Flanke Chris Brügmann volley aus fünf Metern traf.

Zur Pause wechsele der Gast zweimal. Dabei sollte Ahmet Aktas für Golly die Defensive stabilisieren, war aber mit seinen unkonzentrierten Kurzpässen eher ein Sicherheitsrisiko. Und anstelle einer Overberger Offensive machten weiter die engagiert auftretenden und Zweikampf starken Ascheberger Druck und suchten die Entscheidung. Nach einem zu kurzen Rückpass von Aktas musste Gümüser gegen Füchtling Kopf und Kragen riskieren (55.) und parierte noch den Schuss von de Sousa (63.).

Als Füchtling dann gegen Gümüser einfädelte, entschied Schiedsricher Roger Roy Gas aus Oer-Erkenschwick auf Strafstoß. Den Schoss Vogt schließlich weit über das Tor (68.).

Nach einem Konter gegen weit aufgerückte Overberger – so ließ Alex Walter seine Seite komplett verwaist – fiel schließlich das 4:2. Nach einem lange Ball auf Füchtling bediente der Angreifer den mitgelaufenen Henrik Heubrock, der überlegt einschob (72.).

Und als Christian Tobio Lemos im Strafraum Vogt umtrat, trat nun der Spanier Jorge Molina zum Elfmeter an – Overberge droht ein Debakel (73.). Der lupfte den Ball an die Latte und köpfte anschließend die Kugel ins Netz. Da aber ein Elfmeterschütze nicht zweimal hintereinander den Ball berühren darf, wenn keine weitere Person zwischenzeitlich am Ball war, wurde das Spiel mit indirekten Freistoß für den FCO fortgesetzt.

Diese Nachlässigkeiten wurden prompt bestraft. Mit einem abgefälschten Freistoß aus 18 Metern sorgte Marco Wahle für den 4:3-Anschlusstreffer (78.).

Die intensive Schlussphase wurde nickelig und war von vielen kleinen Fouls geprägt. Und beinahe hätte der FCO die Chance zum Ausgleich bekommen, doch der Rempler gegen Moritz Manka in der Nachspielzeit im Ascheberger Strafraum blieb ungeahndet.

TuS: Kofoth – Höhne (30. Winkenstern), Drees, Bultmann, Molina, Franco, Vogt, Heubrock (82. Kahlkopf), Westhues, Füchtling (93. Hölscher), de Sousa

FCO: Gümüser – Golly (46. Aktas), Eckelt, Plattfaut (69. C. Tobio Lemos), M. Manka, Rösener (46. Morch), Göke, Walter, Brügmann, Wahle, Metin

Tore: 0:1 (25.) Plattfaut, 1:1 (32.) Westhues, 2:1 (36.), 3:1 (38.) beide Füchtling, 3:2 (43.) Brügmann, 4:2 (72.) Heubroock, 4:3 (78.) Wahle

Bes. Vork.: Vogt schießt Foulelfmeter über das Tor (TuS, 68.), Jorge lupft Ball an die Latte (TuS, 73.) - fraz

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