Kara und die Preußen 1:4 im DFB-Pokal gegen Bayern München

Münsters Rogier Krohne (2.v.r) jubelt mit Münsters Jens Truckenbrod (r) und Münsters Mehmet Kara (3.v.l) über seinen Treffer zum 1:4. Foto: Jonas Güttler/dpa

MÜNSTER -  Als Fernanda Brandao im Juni die Paarung SC Preußen Münster gegen FC Bayern München aus dem Lostopf zog, war die Freude bei Mehmet Kara, Oberadener Fußballspieler in Diensten des Münsteraner Drittligisten, groß.

Am Sonntag spielte Kara dann in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals über 90 Minuten gegen den Rekordmeister. Auch wenn die Überraschung am Ende ausblieb (Endergebnis 1:4), machte Kara auf der linken Offensivseite eine gute Partie. Dort hatte es der 30-Jährige vor allem mit Weltmeister Jerome Boateng zu tun. Diesen brachte Kara in der 89. Minute in die Bedrouille und leitete so den Münsteranerner Ehrentreffer ein. Karas Flanke sprang an Boatengs Hand und der Unparteiische entschied auf Strafstoß.

In der Anfangsphase der Partie sah es danach aus, als könne der SC Preußen den Titelverteidiger vor Probleme stellen. Nachdem Mario Götze aber in der 19. Minute zum 0:1 getroffen hatte, hatte der Favorit das Geschehen im Griff. „Ich bin Fußballer und will immer gewinnen. Aber dann darfst du gegen Bayern keine Fehler machen“, hatte Kara seiner Elf durchaus eine kleine Chance eingeräumt. „Es ist natürlich schon brutal gegen die zu spielen. Die sind schon richtig gut“, erkannte er die Klasse des Gegners an. Doch auch die Preußen konnten durchaus mit ihrem Auftritt zufrieden sein. „Das hat uns der Trainer auch schon in der Halbzeit gesagt“, so Kara.

Angetan war der Mittelfeldspieler insbesondere von der Stimmung im Preußenstadion. Mit 17 000 Zuschauern war das Spiel natürlich restlos ausverkauft. „Das war schon ein unbeschreibliches Gefühl“, schwärmte er. Beim Trikottausch ergatterte der gebürtige Bergkamener schließlich ein besonderes begehrtes Souvenir. „Thomas Müller war so nett mit mir zu tauschen. So ein Trikot bekommt man auch nicht jeden Tag“, freute sich Mehmet Kara.

Am kommenden Samstag wartet auf Kara und seine Preußen bereits der nächste Höhepunkt. Dann tritt Münster zum Derby in Osnabrück an. - tm

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