Giovanni Schiattarella: „Mehr als nur ein Großkreutz-Klub“

Giovanni Schiattarella

WERNE/ASCHEBERG - Wenn der Bezirksliga-Aufsteiger VfL Kemminghausen irgendwo auftaucht, ist Weltmeister Kevin Großkreutz meistens dabei. „Er ist eine Identifikationsfigur und ein Sympathieträger für den Verein“, schwärmt VfL-Spielertrainer Giovanni Schiattarella. So wird der VfL Kemminghausen in erster Linie als Großkreutz-Klub wahrgenommen.

Dabei ist dem Aufsteiger aus Dortmund in der Fußball-Bezirksliga 8 auch sportlich eine gute Rolle zuzutrauen – das haben die Grün-Weißen am Sonntag beim 1:1 in Ascheberg bewiesen. Schiattarella selbst hat mit dem ASC Dortmund in der Westfalenliga gekickt. Der 32-Jährige kennt Edelfan Kevin Großkreutz schon seit mehr als 13 Jahren. Im Interview spricht VfL-Spielertrainer Giovanni Schiattarella über die Saison und seine Ziele.

Sie sind mit zwei Unentschieden in die Saison gestartet. Ist das in Ordnung?

Giovanni Schiattarella: Als Neuling haben wir gegen zwei Mannschaften gespielt, die schon länger in dieser Gruppe sind. Wir haben uns ganz gut verkauft. Mit ein bisschen Glück hätten wir beide Spiele auch gewinnen können.

Der VfL Kemminghausen wird von einigen Trainerkollegen hoch gehandelt. Zurecht?

Schiattarella: Um Einschätzungen abzugeben, ist es noch zu früh. Weil wir immer der Großkreutz-Verein sind, werden wir oft auch höher eingeordnet, als wir uns tatsächlich verstärkt haben. Von unseren acht Neuzugängen haben sieben noch nie höher als Bezirksliga gespielt. Sie haben ein Durchschnittsalter von 21,5. Nur Torwart Dennis Wegner ist aus der Oberliga von Westfalia Rhynern gekommen. Der hat aber seine komplette Jugend und das erste Seniorenjahr in Kemminghausen gespielt, wohnt hinterm Platz und ist 35 Jahre alt.

Was ist Ihr Saisonziel?

Schiattarella: Wir haben eine junge Mannschaft, und das merkt man auch im Spiel. Ich hoffe, dass wir mit unten gar nichts zu tun bekommen. Ob es für oben reicht, also zwischen Platz drei und sechs, weiß ich nicht. Mit einem gesicherten Mittelfeldplatz können wir rechnen.

Ist es nervig, dass Ihr Verein immer mit Kevin Großkreutz in Verbindung gebracht wird?

Schiattarella: Nein, er ist eine Identifikationsfigur und ein Sympathieträger für den Verein. Er hat halt nicht vergessen, wo er herkommt. Er ist fast immer beim Training und bei den Spielen dabei.

Sein Image in der Öffentlichkeit ist nicht das beste. Was ist er wirklich für ein Typ?

Schiattarella: Kevin steht halt in der Öffentlichkeit, aber er ist ganz normal geblieben. Er ist ein Junge von nebenan. Er ist ein ganz feiner Kerl und überhaupt nicht abgehoben.

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