Acht spanische Gastspieler sorgen beim TuS für Tiki-Taka

Spieler vom spanischen Verein Arenas de Armilla (Granada) absolvieren in Ascheberg mit TuS-Spielern für vier Wochen gemeinsam die Saison-Vorbereitung.

ASCHEBERG - Der spanische Fußball ist nicht out – zumindest nicht beim TuS Ascheberg. Acht ambitionierte Kicker aus Granada absolvieren die Saisonvorbereitung des deutschen Bezirksligisten mit. Die Idee zu dem ungewöhnlichen Gastspiel entstand während des Spanien-Urlaubs von TuS-Trainer Holger Möllers.

Tiki-Taka in Ascheberg – mit Unterstützung aus Spanien absolvieren die Bezirksliga-Fußballer des TuS Ascheberg ihre Vorbereitung auf die kommende Saison. Acht Spieler von Arenas de Armilla, einem Drittdivisionär aus Granada, trainieren nun für vier Wochen mit der Mannschaft von Holger Möllers, um neue Eindrücke in Deutschland zu sam

Die Idee zu dem spanischen Gastspiel entstand im Sommer 2013, als Möllers mit seiner Familie Urlaub in Granada machte. Dort traf der TuS-Trainer die mit ihm befreundete Brasilianerin Elexandra Malz, die lange in Dortmund gelebt hatte und den Aschebergern seinerzeit ihren Landsmann Edu vermittelt hatte. Malz lebt nun in Spanien und gründete dort vor einigen Jahren den Fußballclub Arenas de Armilla. Ob es möglich wäre, einigen ihrer Spieler praktische Eindrücke vom Fußballtraining in Deutschland zu vermitteln, fragte Malz. Möllers sagte zu.

Ein Haus in Capelle angemietet

Bis zu vier Mal in der Woche trainieren die acht Spanier – sieben Feldspieler und ein Torwart – nun mit den Ascheberger Fußballern. Untergebracht sind sie in einer Wohnung in Capelle, die ihr Verein für sie angemietet hat. Ihr Präsident mit dem für Fußballfans klangvollen Namen Augusto Delgado Torres hat sein Quartier in Davensberg bezogen.

Deutsch spricht keiner aus der spanischen Delegation, zu der auch ein Betreuer und ein Pressesprecher gehört. Aber das ist kein Problem. In ihrer Freizeit werden die Iberer von Elexandra Malz betreut, die ebenfalls vor Ort ist und den Gästen bereits Münster und das Westfalenstadion Dortmund gezeigt hat. Auf dem Trainingsplatz wiederum übersetzt TuS-Spieler Rodrigo de Sousa, der sich als portugiesisch sprechender Brasilianer problemlos mit den Spaniern verständigt.

Gerade einmal 17 Jahre alt ist der Jüngste Spanier, mit 26 Lenzen ist Rechtsverteidiger Victor Almohano der Älteste. Er ist das erste Mal in Deutschland. Und es gefalle ihm, sagt er – nicht nur das Münsterland, sondern auch das Training in Ascheberg. „Es ist anders als bei uns“, sagt Almohano. „Hier wird mehr Wert auf die Physis gelegt, auf die Kondition. Das Spiel ist auch schneller. Bei uns in Spanien werden mehr die Taktik und das Spielerische gefördert.“

Möllers passen die Iberer gut ins Konzept

Doch nicht nur die Spanier, sondern auch die Gastgeber sollen profitieren. Holger Möllers und Co-Trainer Martin Eickmeyer passen die Spanier gut ins Konzept, denn viele ihrer eigenen Spieler sind noch im Urlaub oder verletzt. Die Iberer sorgen für gute Trainingsbeteiligung – und das auf hohem Niveau. Die Spanier könnten problemlos in der deutschen Westfalenliga spielen, so Möllers. „Die sind nicht schlecht, die Jungs.“

Wie gut sie sind, davon können sich die Ascheberger wohl in den nächsten Wochen bei den Testspielen des TuS überzeugen. Der Verein bemüht sich zurzeit um eine Gastspiellizenz für die Spanier. - cb

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