2:2 in Ascheberg – Kleiner Rückschlag für WSC

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Intensiv ist auch dieses Kreisderby geführt worden. Hier setzt sich Rodriguez im Kopfballduell gegen Joel Simon durch.

ASCHEBERG - Nach neun Punkten und 15:0 Toren aus den ersten drei Spielen trifft den Werner SC im Titelkampf der Fußball-Bezirksliga (8) ein erster kleiner Rückschlag.

Durch das 2:2 (0:2) beim TuS Ascheberg fällt der Sport Club in der Tabelle auf Rang drei zurück. Am Ende ist es aber ein Sieg der Moral, denn der WSC kämpft sich in einer intensiv geführten Begegnung nach einem 0:2-Rückstand in das Spiel zurück und besitzt in der Nachspielzeit sogar die Mega-Chance zum 3:2.

87 Minuten muss Necati Bacak das Los des Bankspielers ertragen, kommt für die Schlussminuten ins Spiel. „Was soll ich noch ändern“, fragt er die Kollgen, kriegt sofort zurück: „Eine Chance ist noch für dich.“ Und was für eine: Chris Thannheiser bringt in der dritten Minute der Nachspielzeit den Ball von links flach und hart herein, erreicht Bacak damit am zweiten Pfosten. Der hat völlig freie Bahn, schießt aber aus fünf Metern überhastet am Tor vorbei.

Nichts ist es mit dem 3:2-Siegtreffer und der Krönung einer starken Leistung auf dem schwer zu bespielenden Naturgrün an der Nordkirchener Straße.

An diesen müssen sich die Werner erst noch gewöhnen, und das nutzt Ascheberg aus. 90 Sekunden sind gespielt, da schickt Oscar Franco Cabrera den Kollegen Heubrock über halblinks mit einem Zuckerpass auf die Reise. Dessen Querpass findet Hendrik Füchtling, der aus zehn Metern flach zum 1:0 trifft. Zwei Minuten steht Heubrock auf halbrechts wieder im Blickpunkt. Seinen Schuss wehrt Torhüter Rockel mit Mühe ab, Bultmann setzt den Nachschuss links neben das Tor.

Dann kommt der Sport Club besser in die Partie. Schwerbrock prüft Torhüter Kofoth zunächst mit einem Freistoß aus 25 Metern (19.), dann steht Daniel Durkalic zweimal im Blickpunkt: Seinen ersten Kopfball klärt Drees auf der Linie. Von der Unterkante der Latte springt der Ball ins Feld zurück (28.). Und als Durkalic auf Flanke von Schwerbrock den Ball ins Tor köpft, steht er nach Meinung von Schiri Sahin im Abseits (38.).

Dazwischen sorgt Hendrik Füchtling für das 2:0 (36.). Es ist ein Treffer der Marke „Tor des Monats“. Mit einem tollen Seitfallzieher aus zehn Metern nutzt er einen Fehler von Rockel, der den Ball nach einer Rechtsflanke in die Strafraummitte abwehrt.

Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Werner mehr und mehr das Kommando: Julian Rohlmann, gerade für Jussef Saado im Spiel, bereitet den Anschlusstreffer mit einem Schuss aus 16 Metern vor, Chris Thannheiser staubt ab (63.). Und als Laurin Sabe sich gegen Thannheiser nur mit einem Foul zu helfen weiß, verwandelt Schwerbrock den Elfmeter zum längst verdienten 2:2-Ausgleich (75.). Zweimal muss Kofoth noch gegen Thannheiser (77.) und Leenders (80.) retten, denn den Gastgebern geht die Puste aus. Entsprechend groß ist der Frust, als Bacak nicht zu Sieg trifft – aber ebenso groß später auch der Trost für den Stürmer.

TuS: Kofoth – Vester, Drees, Bultmann, Molina Rodriguez, Sabe, Franco Cabrera, Vogt (60. Hölscher), Winkenstern (80. Westhues), Heubrock (90. Tombrock), Füchtling

WSC: Rockel – Giffey, H. Saado, Seifert – Simon – Leenders (88. Bacak), Schwerbrock, Thannheiser, Schnee – J. Saado (60. Rohlmann), Durkalic

Tore: 1:0 (2.) Füchtling, 2:0 (36.) Füchtling, 2:1 (63.) Thannheiser, 2:2 (75.) Fouelfmeter Schwerbrock

Trainermeinung:

Holger Möllers (TuS): „Wenn wir nur das mit in die zweite Halbzeit genommen hätten, was wir in der ersten gezeigt haben... Am Ende können wir glücklich sein, dass es beim 2:2 geblieben ist. Wir haben nach der Pause das Spiel mehr und mehr aus der Hand gegeben. Werne hat Druck gemacht und immer an sich geglaubt. Es war das erwartete Kampfspiel auf dem Rasen hier.“

Kurtulus Öztürk (WSC): „Der Necu (Bacak, d.Red.) weiß selber, was er da für eine Chance vergeben hat. Natürlich ist er total enttäuscht. Ich habe noch in der Halbzeit gesagt, dass für uns noch etwas drin ist. Und am Ende waren wir dem 3:2 näher als Ascheberg. Ich muss meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen. In Ascheberg noch ein Nullzwei aufzuholen, das schafft nicht jeder.“ - gu

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