Bezirksliga 8: Duelle auf Augenhöhe eine letzte Chance

+
Auf die Tore des Langzeitverletzten Engin Duman hoffen die TuRaner am Montag gegen Ascheberg.

BERGKAMEN -  Drei Heimspiele haben am Ostermontag die drei Bergkamener Fußball-Bezirksligisten zu bestreiten. Während der FC Overberge und der FC TuRa ihre Aufgaben entspannt angehen können, fragt Michael Pannicke, Trainer des Schlusslichtes SuS Oberaden mit dem Hit der Handball-WM der Kölner Band Die Höhner: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Bezirksliga (8)

SuS Oberaden – SuS Kaiserau

Die Situation: Ein Nachbarschaftsduell steht für das abgeschlagene Schlusslicht an. Elf Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bereits 15 Punkte. „Wir müssen ja irgendwann mal damit anfangen, zu punkten“, sagt Trainer Michael Pannicke trotzig, der die Hoffnung auf den Klassenerhalt immer noch nicht aufgeben möchte. Aber er weiß auch: „Kaiserau hat einen Lauf.“

Für das Spiel am Montag hat Pannicke mit seiner Elf „ein paar Dinge probiert“ im taktischen Bereich, mit denen er Kaiserau überraschen möchte. Dennoch sei die Basis für einen möglichen Erfolg eine stabile Deckung, „gerade gegen Kaiserau“, so Pannicke,

Personelle Lage: Die ist weiter angespannt. Almir Halilovic hat sich am Sonntag in Langschede einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Auch Sascha Liebezeit fällt mit einem Meniskuseinriss für lange Zeit aus. Fraglich ist zudem der Einsatz des unter der Woche kranken Christian Tobio Lemos.

Ergebnisse: Der SuS Oberaden verlor zuletzt mit 0:3 beim SV Langschede, SuS Kaiserau schlug den FC Nordkirchen mit 3:1. Der von Alexander Berger trainierte Tabellennneunte ist zudem in der Rückrunde als Drittplatzierter in dieser Wertung ungeschlagen und hat zehn Punkte gesammelt.

Anstoß: Montag, 15 Uhr, Römerbergstadion

FC TuRa – TuS Ascheberg

Die Situation: Eine unbequeme Aufgabe hat am Ostermontag der FC TuRa Bergkamen zu erledigen. Mit dem TuS Ascheberg gibt eine Truppe seine Visitenkarte am Nordberg ab, die zurzeit eine deutlich ansteigende Formkurve aufweisen kann.

„Bergkamen ist für mich so ein bisschen eine Wundertüte“, sagt Aschebergs Trainer Holger Möllers angesichts der bisherigen gemischten Auftritte der Gastgeber in diesem Jahr: „So wie bei uns. Aber ich glaube, wir hatten die schwereren Gegner.“

Damit holte der TuS vier Punkte gegen die vermeintlichen Spitzenteams der Liga und kletterte in der Tabelle auf Rang sieben. TuRa belegt mit 25 Punkten Platz zehn und könnte sich mit einem Heimerfolg schon vieler (Abstiegs-)Sorgen entledigen. Und TuRa-Trainer Erkan Gökce will zumindest einen Punkt: „Wir spielen zuhause und wollen die Punkte möglichst hier behalten. Ein Unentschieden wäre aber notfalls auch okay.“

Dazu muss aber vor allem die Effizienz vor dem Tor stimmen. Zuletzt beim 1:0-Sieg in Scharnhorst war das genau das Problem der Bergkamener.

Auch Holger Möllers erwartet wieder „ein Duell auf Augenhöhe. Wenn es gut für uns läuft, gewinnen wir. Wenn wir nicht alles reinhauen, verlieren wir.“

Personelle Lage: Um mit größerer Effizienz vor dem gegnerischen Tor zu agieren, könnte Angreifer Engin Duman helfen, der zurück im TuRa-Kader ist. Emre Gül fällt genau so aus wie Keeper Sebastian Treppe.

Der Gast muss am Nordberg gleich auf drei gelb-gesperrte Akteure verzichten: Sebastian Drees, Fabian Vogt und Oscar David Cabrera fehlen. Möllers har hierzu auch seine eigene Meinung: „Die Gelbsperren finde ich für den Amateurbereich als etwas zu hochgriffen. Wir haben ja eher kleinere Kader. Allerdings können sich jetzt die Spieler beweisen, die zuletzt auf der Bank waren.“

Ergebnisse: Nach einem 1:5 beim Aufstiegsfavoriten in Kemminghausen bekamen die neue Stärke des TuS zuletzt der TuS Hannibal (1:2) und der Werner SC (2:2) zu spüren. TuRa holte ebenfalls vier Punkte in diesem Jahr: Nach dem 2:2 in Senden gab es ein 0:4 gegen Overberge und ein 1:0-Sieg in Scharnhorst.

Anstoß: Montag, 15 Uhr, Nordbergstadion

FC Overberge – TSC Eintr. DO

Die Situation: Der nächste FCO-Gegner ließ am Sonntag mit einem 9:0-Kantersieg gegen SC Dorstfeld aufhorchen. Die Eintracht hat sich damit genauso wie der FCO von den Abstiegsrängen abgesetzt. Overberge hat nun 14 Punkte Vorsprung, der TSC Eintracht zwölf. „Das ist eigentlich ein unerklärliches Ergebnis, das ich nicht einschätzen kann. Das ist wie eine Wundertürte für uns“, sagt FCO-Trainer André Kracker. Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, das kampfbetont geführt wird. Nach zuletzt zwei Siegen in Serie soll im zweiten Heimspiel in Folge der nächste Sieg folgen, denn: „So lange es theoretisch noch möglich ist abzusteigen, wollen wir so schnell wie möglich alle Zweifel ausräumen“, sagt Kracker.

Er wünscht sich auch im Vergleich zum Auftritt am Sonntag gegen Senden, dass „wir uns spielerisch verbessern und besser in die Kombinationen rein kommen“.

Personelle Lage: Im Vergleich zu Sonntag kehren Torjäger Chris Brügmann nach seinerGelbsperre und Mohammed Morsel (Urlaub) ins Team zurück. Dafür fehlt Marco Wahle nach der fünften Gelben Karte und Sercan Engin ist als Jugendtrainer von Borussia Dortmund unterwegs.

Ergebnisse: Der FC Overberge holte beim 1:0 gegen Senden seinen zweiten Sieg in Serie, der Tabellen-12. siegte mit 9:0 gegen den SC Dorstfeld.

Anstoß: Montag, 15 Uhr, Nordbergstadion - fraz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare