Rodriguez kehrt zurück nach Granada

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Jorge Molina Rodriguez: Robust und zweikampfstark (wie hier gegen Joel Simon vom Werner SC), taktisch klug und auch technisch gut. Den Aschebergern wird er in Zukunft aber nicht nur sportlich fehlen.

Ascheberg -  Oscar David Franco Cabrera und Jorge Molina Rodriguez waren im vergangenen Sommer viel beachtete Neuzugänge beim Fußball-Bezirksligisten TuS Ascheberg.

Beim Ligakonkurrenten des Werner SC entwickelten sie sich schnell zu Leistungs- und Sympathieträgern. Cabrera wird bleiben, doch Rodriguez hat nun mitgeteilt, dass er in seine Heimat zurückkehren wird.

Spanisch war im Mittelfeld des TuS Ascheberg in dieser Spielzeit die Amtssprache. In der Zentrale zogen die beiden jungen Spieler aus der Region Granada die Fäden – mit ähnlichen Leistungsdaten. Beide absolvierten 26 der bisher 29 Spiele, beide erzielten vier Tore. Molina spielte 2261 Minuten – das macht einen Durchschnitt von fast 87 – und Rodriguez verpasste bei seinen Einsätzen nicht einmal eine Minute.

Oscar David Franco Cabrera, mit 20 Jahren der jüngere der beiden Spanier, hat sein Engagement an der Nordkirchener Straße zur Freude der Verantwortlichen und Mitspieler um eine weitere Saison verlängert. Jorge Molina Rodriguez nicht „Sein Abschied tut richtig weh“, sagt sein Trainer Holger Möllers.

Der Hintergrund: Rodriguez hatte sich in Spanien von seinem Arbeitgeber freistellen lassen. „Um mal zu schauen, was in Deutschland geht – im Beruf und im Fußball“, erklärt Möllers. Der TuS hatte ihm, wie Franco Cabrera, zunächst einen Aushilfsjob und Sprachunterricht in Münster besorgt. „Als Einstieg“, sagt der Ascheberger Trainer.

Rücksprache mit Familie und Freundin

Rodriguez trainierte auch einige Male bei der zweiten Mannschaft (U23) von Preußen Münster mit, die in der Westfalenliga spielt. „Er hat dort einen guten Eindruck hinterlassen“, weiß Möllers.

Jetzt aber habe Rodriguez vom seinem Arbeitgeber die Mitteilung erhalten, dass dieser die Stelle nicht länger freihalten kann. So hat sich der 24-Jährige nach Rücksprache mit seiner Familie und seiner Freundin dazu entschlossen, nach Granada zurückzukehren.

Wahrscheinlich ist er bereits im letzten Saisonspiel am kommenden Sonntag gegen den FC Nordkirchen nicht mehr dabei.

„Er war menschlich und sportlich eine große Bereicherung für uns. Er hat sich schnell integriert und Freundschaften geschlossen“, schwärmt Möllers, der Rodriguez zumeist als Sechser aufgeboten hat. „Seine sportlichen Qualitäten stehen außer Frage“, sagt der Trainer, und: „Taktisch klug, technisch sehr versiert – er war schon ein Fixpunkt in unserer Mannschaft.“

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