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Ex-WSC-Spieler Joo Seung Oh plant "Heimatbesuch" an Sim Jü

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Von: Rainer Gudra

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Joo Seung Oh (links), hier im Zweikampf mit den künftigen Herberner Trainer Benjamin Siegert, will wieder zurück nach Werne. © Gudra

Werne - Im Dezember 2018, nach dem Ligasspiel gegen Westfalia Gemen, hatte Joo Seung Oh, der Dauerläufer im Werner Mittelfeld, in sein Heimatland Südkorea reisen müssen.

Wegen der extrem schwierigen politischen Lage entlang des 38. Breitengrades müssen alle südkoreanischen Männer ihren Militärdienst bis zum 29. Lebensjahr absolviert haben.

 Der kann bis zu 24 Monate dauern – verweigern oder im Ausland aussitzen: unmöglich. Schon in diesem Jahr wird es ein erstes Wiedersehen mit dem 27-Jährigen geben. „Ich komme zu Sim-Jü oder zu meinem Geburtstag nach Deutschland. Ich habe extra Urlaub bekommen. Dann werde ich mir sicher ein Spiel von der Mannschaft ansehen“, ließ Oh jetzt in einer Sprachnachricht über Whatsapp wissen.

 Außerdem, sagt Oh, bestehe bei ihm der Wunsch, nach der Rückkehr nach Deutschland – sein Dienst endet im September 2021 – wieder für den Werner SC spielen zu wollen. 

„Wir sind ständig in Kontakt und er ist auf jeden Fall noch spielberechtigt für uns“, sagt WSC-Fußballchef Thomas Overmann. Er informiere sich ständig im Internet über das Geschehen beim Sport Club, berichtet Oh, und er freue sich, dass Lars Müller als Trainer verlängert hat. 

Der Südkoreaner, ausgebildet beim BVB, stand in der ersten Hälfte der Saison 2018/2019 beim ehemaligen Profi in allen 14 Spielen in der Startelf, spielte von 1260 möglichen Minuten 1246 und war wegen seines enormen Laufpensums, gepaart mit guter Technik und großem Spielverständnis, der „Miles & more“-Spieler für den WSC im Mittelfeld. Klar, dass er seinen Kollegen nun eine erfolgreiche zweite Serie wünscht.

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