Ex-Spitzenreiter Werner SC kassiert die dritte Niederlage in Serie

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Henry Poggenpohl musste früh verletzt vom Platz.

Werne/Rheine – Der Werner SC hat in der Fußball-Landesliga 4 nicht ganz unerwartet seine dritte Niederlage in Folge kassiert. Im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SV Mesum verliert das Team von Lars Müller mit 0:3 (0:1) und muss dabei früh verletzungsbedingte Ausfälle verkraften.

Zum Abschluss der Hinrunde belegt der Sport Club den vierten Tabellenplatz – dies punktgleich mit dem neuen Dritten, RW Deuten. „Mesum hat andere Ansprüche als wir – und das zurecht. Sie sind bärenstark und wenn du da was holen willst, musst du weitestgehend fehlerfrei spielen“, meint Ex-Profi Müller, und: „Das haben wir nicht hingekriegt.“ 

Wie schon bei der 1:4-Niederlage in Ahaus und daheim beim 1:3 gegen Kinderhaus fehlen in entscheidenden Situationen Frische und Präsenz. Vielleicht sagt Lars Müller auch genau deshalb: „Wir könnten eine Pause gut gebrauchen. Wir haben bis hierher viel investiert und stoßen jetzt ein wenig an unsere Grenzen.“

 Die Begegnung beginnt für den Sport Club wenig erfreulich. Müller, der neben einem Torwartwechsel von Jorma Hoppe auf Manuel Linke auch weitere Umstellungen vorgenommen hat, muss bereits nach zehn Minuten Torjäger Daniel Durkalic wegen eines Muskelfaserrisses ersetzen. Nach 26 Minuten muss Henry Poggenpohl mit einer Knöchelverletzung vom Platz und bevor der Sport Club Jannis Vertgewall für ihn einwechseln kann, kassiert er in Unterzahl das erste Gegentor nach einem Ballverlust im Mittelfeld. Ein Pass zurück wird abgefangen und nach einem Foul gibt’s Freistoß für Mesum. 

Die Gastgeber führen schnell aus und nach einer Ablage mit der Brust stürmt Jan Walbaum aus dem Mittelfeld heran und schließt zum 1:0 ab (28.). Und auch beim 2:0 nach 59 Minuten sind die Werner nicht ganz wach. Nach einem unnötig verursachten Eckball köpft Jannik Prinz den Ball so, dass er etwa fünf Meter und zentral vor dem Tor wieder herunter kommt. Kevin Grewe reagiert schneller als alle Werner und drückt den Ball über die Linie. „Vor dem Tor hast du zwei, drei Ecken und bekommst das Gefühl, du bist wieder dran“, sagt Lars Müller, „aber das Gegentor war dann für uns unglücklich und wohl die Vorentscheidung, weil wir anschließend aufmachen mussten.“ 

Nach einem langen Ball ist Nils Wiethölter in der 65. Minute beim 3:0 Nutznießer der offensiveren Werner Ausrichtung. „Wenn wir das einen Tacken besser verteidigen, geht auch der nicht unbedingt rein“, sagt der Werner Trainer, und: „Zu Saisonbeginn sind solche kniffligen Sachen oft genug für uns gelaufen, im Moment ist das nicht so.“ Insgesamt, sagt Müller, „ist Mesum eine gute Mannschaft, die verdient gewonnen hat. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass sie unschlagbar sind. Aber so, wie das Spiel für uns gelaufen ist, war die Niederlage absolut verdient.“ 

Weiter geht es am kommenden Samstag im Kreispokal beim Ligarivalen Westfalia Kinderhaus. 

Werner SC: Linke – Link, Martinovic, Holtmann – Poggenpohl (29. Vertgewall), Katirci, Foroghi (79. Cirak), Stöver – C. Lachowicz, Schuster (75. Nemitz), Durkalic (10. Prinz) 

Tore: 1:0 (28.) Walbaum, 2:0 (59.) Grewe, 3:0 (65.) Wiethölter

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